08.
Rychenberg mit Wende zum Supercup
Der HCR liegt gegen Thurgau nach 20 Minuten 2:4 zurück und gerät im dritten Drittel noch einmal in Rücklage, dreht die Partie aber mit zwei schnellen Treffern und gewinnt den Supercup erstmals nach vier Niederlagen in den letzten vier Jahren.
Meister Rychenberg und Cupsieger Thurgau lieferten sich im ersten Drittel des Supercups einen offenen Schlagabtausch. Beide Teams erspielten sich gute Tormöglichkeiten, nach einem Fehler im Winterthurer Spielaufbau und einem schnellen Konter legte Thurgau nach sechs Minuten mit einem Doppelschlag mit 2:0 vor. Anderthalb Minuten später schlug es auch hinter Thurgau-Goalie Fälden erstmals ein, als Ammann von der Mitte aus alleine losziehen konnte. Levin Conrad glich in der 16. Minute aus, doch auch Thurgau war zu einer schnellen Reaktion fähig: Mariotti brachte seine Farben mittels Penalty wieder in Führung, Wiedmer schloss eine schöne Kombination kurz vor der Pause zum 4:2 ab. Die Thurgauer nutzten die spielerischen Freiheiten, die sich ihnen boten und nahmen eine verdiente Führung mit.
Kämpferisch zur Wende
Im Mitteldrittel gab es weniger Torchancen zu sehen, was vor allem dem HCR in die Karten spielte. Mit besserem Zweikampfverhalten konnten die Winterthurer ihre Gegner vom eigenen Tor mehrheitlich fernhalten. Kurz vor und kurz nach Spielhälfte war die erste Linie um Noah Püntener - einmal Passgeber, einmal Vollstrecker - für den Ausgleich des HCR zuständig. So stand es nach zwei Dritteln wieder unentschieden.
Nach dem zweiten Seitenwechsel hätte das Spiel auf beide Seiten kippen können. Thurgau konnte wieder etwas mehr gefährliche Chancen verzeichnen, für Rychenberg hatte Jaranen mit einem Pfostenschuss in der 43. Minute die beste Möglichkeit. Nach 45 Minuten zog Thurgau-Captain Ramon Zenger eiskalt ab und brachte seine Farben wieder in Führung. Die Reaktion des HCR fiel fulminant aus und innerhalb von nur 77 Sekunden kippte die Partie. Janik Muffler und Damian Hocevar erzielten die Tore zur 6:5-Führung.
Die letzten 14 Minuten waren ein enger Kampf. Die Winterthurer verteidigten kämpferisch und solidarisch, Thurgau agierte im Abschluss etwas zu wenig präzis oder scheiterte am Blockverhalten der HCR-Akteure, auch Eric Kunz im Winterthurer Tor konnte ein paar gute Paraden zeigen. So lief die Zeit den Thurgauern davon und der HCR rettete den knappen Vorsprung über die Zeit. Mit einer Steigerung nach dem ersten Drittel verdiente sich Rychenberg den erstmaligen Gewinn des Supercups nach zuletzt vier Finalniederlagen in Serie seit 2022. Thurgau hingegen konnte sein cleveres Spiel mit Ball zu wenig oft ausspielen und musste sich kämpferischen Winterthurern erstmals seit März 2024 geschlagen geben.
HC Rychenberg Winterthur - Floorball Thurgau 6:5 (2:4, 2:0, 2:1)
Axa Arena, Winterthur. 1473 Zuschauer. SR Etter/Mutzner.
Tore: 6. (5:38) Helin (Sipronen) 0:1. 7. (6:08) Seiler (J. Graf) 0:2. 8. (7:33) Ammann 1:2. 15. (14:42) Conrad (Egli) 2:2. 16. (15:59) Mariotti 2:3 (Penalty). 19. Wiedmer (Sipronen) 2:4. 29. Koskinen (Püntener) 3:4. 32. Püntener (Griezitis) 4:4. 45. (44:54) Zenger (J. Graf) 4:5. 46. (45:45) Muffler (Conrad) 5:5. 47. (46:11) D. Hocevar (Eyer) 6:5.
Strafen: keine.
HC Rychenberg Winterthur: Kunz; Griezitis, N. Hocevar; Conrad, Wöcke; Eyer, Stüdeli; Koskinen, Weissbach, Püntener; Muffler, Oesch, Egli; Ammann, D. Hocevar, Jaranen.
Floorball Thurgau: Fälden; Fehr, Zenger; Bötschi, Ribler; S. Fitzi, Lüthi; J. Graf, Seiler, Mariotti; Britt, N. Graf, Y. Fitzi; Sipronen, Wiedmer, Helin.
Bemerkungen: 58:19 Timeout Thurgau. Janik Muffler (Rychenberg) und Elia Seiler (Thurgau) als beste Spieler ausgezeichnet.