05.
2002
unihockey.ch in Helsinki: Tag 4
Der vierte Tag wäre eigentlich ein Tag zum ausschlafen gewesen. Denn das Spiel der Schweizer war erst um halb neun abends. Trotzdem fanden sich 3 Mitglieder der Reisegruppe bereits um Mittag in der Hartwall-Areena ein. Wir begaben uns ins Silver-Star-Cafe, wo man bis um 3 Uhr ein reichhaltiges Mittagbuffet geniessen kann. Da sich das Cafe mitten in der Hartwall-Areena befindet kann man bequem während dem Essen das Spiel verfolgen. Die Deutschen wäre wohl auch lieber im Cafe gesessen, wurden sie doch von den Schweden arg zerzaust.
Danach machten wir uns auf den Weg in die B-Halle. Dort wurden wir zeugen das ersten japanischen Sieges an der WM. Wir kamen gerade rechtzeitig zum letzten Drittel von Japan-Slowenien. Das Spiel war zwar nicht sehr hochstehen, doch allemal sehenswert. Nicht zu beneiden waren die CH-Schiedsrichter Baumgartner, waren doch die Spieler beider Teams extrem nervös. Als nächstes stand das Spiel Italien-Polen auf dem Programm. Da bei Italien viele Schweizer auf dem Feld standen, zogen wir dieses Spiel der Partie Finnland-Lettland vor. Die Italiener zeigten eine gute Partie auf ansprechendem Niveau und konnten schliesslich als verdiente Sieger vom Platz gehen. Sehenswert waren auch die psychologischen Tricks des italienischen Torhüters beim Penalty und Fantuz, der nach seinem letzten Tor den Boden küsste.
Danach kam es zum grossen Showdown Schweiz-Tschechien. Beide Teams konnten noch Gruppensieger werden. Die Schweiz bei einem Sieg mit 5 Toren Vorsprung und mindestens 7 Treffern, die Tschechen bei einem Punktgewinn. Der Spielverlauf ist ja schon bekannt. Gerade als wir den vor uns sitzten Finnen erklärten, was das IFF-Reglement bei Punktgleichheit vorsieht erzielten die Tschechen das 6:3 und zerstörten all unsere Hoffnungen.
Nach dem Spielschluss war auch für das unihockey.ch-Team Arbeit angesagt. Spielbericht schreiben, Interviews führen und auch die B-WM durfte nicht vergessen gehen. Als der Verantwortliche des Pressebüros um 10 vor 12 anfragte ob er in einer Viertelstunde schliessen könnte, waren die Schweizer mit 5 Vertreter fast alleine anwesend. Trams fuhren seit einer halben Stunde keine mehr, doch zum Glück hatten wir um 00:17 noch einen Zug zum Hauptbahnhof. Als wir im Hotel eintraffen, war es schon nach halb eins. Trotzdem gönnten wir uns noch unser wohlverdientes Bierchen, bevor wir uns aufs Ohr hauten.