25.
08.
2006
NLA Männer | Autor: Voneschen Reto

"Wir haben einen sehr guten Ruf in Schweden"

Aufsteiger Lok Reinach überraschte letzte Woche mit der Transfermeldung von drei neuen schwedischen Verstärkungsspielern. Sportchef Rainer Sommerhalder nimmt Stellung.

Einige Telefonate musste Sommerhalder führen, bis er die Verträge mit den neuen schwedischen Verstärkungsspielern unterschreiben konnte. „Ich habe mit einigen Spielern, die für Schweden noch an der Weltmeisterschaft gespielt haben, gesprochen, doch stellte sich bald heraus, dass sie an einem Wechsel in die Schweiz noch nicht interessiert waren“, erzählt Sommerhalder. Seit der Betreuung am Europacup 2004 hat er gute Kontakte zum schwedischen Spitzenteam Pixbo Wallenstam. Gefunden hat Sommerhalder nun gleich drei neue Verstärkungsspieler: Petteri Loukkanen (29), Martin Magnusson (23) und Daniel Pappi (23). Übernimmt sich Reinach nicht damit? Sommerhalder verneint: „Wir haben lange darüber diskutiert, ob wir uns dies leisten können. Mir war klar, dass wir zwei neue Ausländer brauchten um in der NLA mithalten zu können. Magnusson und Loukkanen kosten uns zusammen gleichviel wie Dahlgren im letzten Jahr und Pappi spielt quasi gratis für uns. Er wollte unbedingt mit Loukkanen in die Schweiz kommen.“ Rund Fr. 50'000.00 beträgt das Budget für die Schweden, „momentan sind wir noch darunter“ ergänzt Sommerhalder. Der Verein unterstützt die Strategie, an der Generalversammlung wurde der Budgeterhöhung auf Fr. 220'000.00 zugestimmt. Sommerhalder: „Seit Jahren ist Lok Reinach schuldenfrei, das Vereinsvermögen beträgt Fr. 70'000.00. Nun mussten wir einfach etwas investieren.“ Er hält das Risiko für berechenbar, eine Arbeitsstelle ist bereits gefunden, eine zweite auf gutem Weg. Zudem wurde nach langer Suche auch ein neuer Hauptsponsor gefunden.

Dass Loukkanen und Pappi auch bei Ligakonkurrent Uster im Gespräch waren, bekam Sommerhalder nur am Rande mit: „Scheinbar haben wir sie in der gleichen Woche angefragt.“ Die entscheidende Überzeugungsarbeit leistete der zu Pixbo zurückgekehrte Martin Dahlgren. Er empfahl den beiden Reinach wärmstens. Sommerhalder: „Wir haben seit 1994 schwedische Verstärkungsspieler im Kader und besitzen mittlerweile einen sehr guten Ruf in Schweden. Wichtig ist einfach, dass man nicht das Blaue vom Himmel verspricht und hart im Verhandeln bleibt.“ Zusammen mit Magnus Hedlund (35) hat der Aufsteiger mittlerweile vier Ausländer unter Vertrag, trotzdem bleibt der Sportchef realistisch: „Unser Ziel ist der Ligaerhalt, dafür bleiben drei Möglichkeiten. Rang 9, ev. sogar 8 liegt in unserer Reichweite wenn ich unser Kader mit der Konkurrenz vergleiche.“ Hoffnung macht Sommerhalder, dass sich die Lok-Spieler im letzten Jahr jeweils am Gegner steigern konnten: „Die besten Spiele zeigten wir im Cup und in der Meisterschaft gegen starke Teams.“ Was fehlt ist ein Trainer mit NLA-Erfahrung, „aber wir haben mit Loukkanen und Hedlund zwei sehr routinierte Spieler.“ Von ihnen wird viel abhängen. Ohne die vier Schweden, dem verletzten Captain Michael Hafner und vier abwesenden Stammspielern kam Reinach im Cup nur knapp an einer Blamage vorbei. Gegen Zweitligist Frutigen schaute nur ein 5:4 heraus. Es kann nur besser werden im Oberwyntal.

Fotogalerien

Rychenberg gewinnt in Zug bei einem speziellen Goalie-Duell, Köniz feiert den ersten Derbysieg gegen den SVWE seit Januar 2023, die Tigers müssen sich erstmals überhaupt in... Niederlagen für Zug, Wiler und Tigers
Das Gruppenspiel der Schweizer Nati gegen Lettland wird es an der WM in sich haben. Levin Conrad (HCR) und Daniels Janis Anis (Uster) nahmen im Zürcher Derby schon einmal... Tampere lässt grüssen
Zug United reagiert auf die aktuelle Torhütersituation und verstärkt sein Team mit einem erfahrenen Rückkehrer: Der 33-jährige Christoph Reich kehrt nach seinem Rücktritt... Zug reaktiviert Goalie Christoph Reich
In der Männer UPL werden die nächsten zwei Spieltag von Samstag bis Donnerstag ausgetragen. Zwei Spiele pro Team innerhalb von drei bis sechs Tagen - eine besondere... Eine volle Ladung Unihockey

Community Updates

Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

Quicklinks