28.
02.
2016
NLA Männer | Autor: Voneschen Reto

Alligator schlägt zurück

Mit einem 5:4-Heimsieg hat Alligator Malans am Sonntagabend den Play-off-Viertelfinal gegen Wiler-Ersigen auf 1:1 ausgeglichen. Der Finne Janne Hulmi und der erste Malanser Block führten die Alligatoren zum wichtigen Sieg.

Alligator schlägt zurück Doppelpack: Janne Hulmi schiesst die Alligatoren zum Ausgleich (Bild Erwin Keller)

Mit grossen Hoffnungen wurde Janne Hulmi auf diese Saison verpflichtet. Der 32-jährige Finne sollte Routine in die junge Malanser Mannschaft bringen. In der Qualifikation blieb der ehemalige Natispieler aber, durch Verletzungen zurückgebunden, oft blass. Gestern zeigte er sein Play-off-Gesicht. Mit zwei Treffern - erst zum 3:3 in Unterzahl (37.), dann mit einem wuchtigen Vorstoss zum 5:4-Siegtreffer (57.) - war Hulmi der Wegbereiter für den Malanser 1:1-Ausgleich in der Best-of-7-Serie.

«Routiniers erwacht»
«Ja», freute sich der Malanser Co-Trainer Peter Lüthi, «die Routiniers sind erwacht». Damit meinte er auch Sandro Dominioni, der an der Seite Hulmis wieder vermehrt an seine einstige Form anknüpft. Die Basis für den gestrigen Heimerfolg legte aber der stark forcierte erste Block, der die übrigen drei Treffer erzielte. «Wir legten den Fokus vor allem auf die Abwehr, Wiler sollte zu weniger Torchancen kommen», nannte Lüthi einen wichtigen Punkt. «Es fehlt uns der letzte Biss, um in die gefährlichen Zonen zu kommen», befand auf der Gegenseite Wiler-Trainer Olle Thorselll.

Nach dem Spektakel am Samstag bei der Auftaktpartie, liessen es die beiden Kontrahenten gestern «gemütlicher» angehen - im Sinne von kontrollierter und weniger hektisch. Wie zwei Boxer, welche nach dem Angriffsfurioso in der ersten Runde nun die gezielteren Treffer suchen. «Richtige» Play-off-Stimmung kam so bei den 661 Zuschauer nur sporadisch auf. Nickligkeiten verteilten die Akteure aber trotzdem. Gerade der letztjährige Churer Verteidiger Nicola Bischofberger wurde dabei zum «Buhmann» der Malanser Anhänger. Aber auch die Alligatoren versuchten oft mit kleinen Fouls die Berner aus dem Konzept zu bringen und über die Emotionen ins Spiel zu kommen.

Cupfinal-Pause
Wegen dem Cupfinal von nächstem Samstag geht die Serie erst am 9. März in Zuchwil weiter. Wie Wilers Chronist prophezeite, müsste Malans die Serie nun für sich entscheiden. In den bisherigen acht Play-off-Serien gewann Wiler-Ersigen immer «Zu Null» - wenn Alligator ein Spiel für sich entschied, gewann es auch die Serie. «Ein gutes Omen», sagte Lüthi schmunzelnd. Fortsetzung folgt.


Alligator Malans - Wiler-Ersigen 5:4 (2:2, 1:2, 2:1)
Lust Maienfeld. - 661 Zuschauer. - SR Müller/Zgraggen.
Tore: 5. Mutter (Bischofberger) 0:1. 16. (15:22) Manninen (Väänänen/Ausschluss Sebek!) 0:2. 17. (16:22) Laely 1:2. 19. Buchli (Braillard) 2:2. 24. Manninen (Matthias Hofbauer) 2:3. 37. Hulmi (Buchli/Ausschluss Patrick Vetsch!) 3:3. 45. Laely (Braillard) 4:3. 53. Väänänen 4:4. 57. Hulmi (Tromm) 5:4.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Malans, 2mal 2 Minuten gegen Wiler-Ersigen.
Malans: Hitz; Berry, Veltsmid; Tromm, Hartmann; Gartmann, Patrick Vetsch; Laely, Braillard, Buchli; Dominioni, Hulmi, Friolet; Nino Vetsch, Bärtschi, Jäger.
Wiler-Ersigen: Wolf; Väänänen, Meister; Sesulka, Hirschi; Bischofberger, Wittwer; Matthias Hofbauer, Christoph Hofbauer, Manninen; Sebek, Fankhauser, Louis; Deny Känzig, Rentsch, Mutter.
Bemerkungen: Malans komplett, Wiler ohne Kekkonen. - 22. Lattenschuss Fankhauser, 57:35 Time-out Wiler-Ersigen, anschliessend teilweise ohne Torhüter. - Tromm und Manninen als beste Spieler ausgezeichnet.

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