02.
2011
Die Jets definitiv zum Absturz gebracht
Sie haben in dieser Serie gefightet wie echte Kampf-Piloten und Wiler-Ersigen viel mehr abverlangt als zu erwarten war. Trotzdem sind die Klotener Jets gestern im Zuchwiler Sportzentrum definitiv abgestürzt. Der Meister hat wieder alles in richtige Licht gerückt und ist endgültig in den Playoffs angekommen. Nun treffen die Emmentaler wie schon im Vorjahr auf die Tigers Langnau. Es ist die letzte Hürde auf dem Weg in den zehnten Playoff-Final in Serie.
Schon in den Viertelfinals der letzten Saison gegen Grünenmatt musste Wiler-Ersigen mehr beissen als ihm lieb war. Danach marschierte der Szenendominator mit 8:0-Siegen strammen Schrittes zum Meistertitel. Mit dem gestrigen 11:3-Sieg gegen Kloten-Bülach hat Wiler-Ersigen die Serie schliesslich doch klar mit 4:1 für sich entschieden. Die 5:7-Niederlage im dritten Spiel bleibt nicht mehr als ein Schönheitsfehler. Dennoch war es beeindruckend wie die Zürcher das Optimum aus ihren beschränkten Möglichkeiten herausgeholt haben. Sicher der Hauptverdienst von Trainer Heikki Luukkonen, der die Jets in den letzten drei Saisons dirigierte. Gut für Wiler: Der Finne steht nächste Saison an der Bande der Berner.
Der Meister liess sich gestern nicht mehr aus dem Konzept bringen und brachte den nötigen vierten Sieg mit einer konzentrierten Leistung überzeugend ins Trockene. Vorne trafen die Goalgetter und hinten stand die Defense meist souverän. Die Zürcher glänzten durch ihren Einsatz und ihre Kampfkraft. Aber das alleine genügt gegen das beste Team der Schweiz nicht. Noch einmal wuchs die Luukkonen-Truppe nicht mehr über sich hinaus. Am Ende musste sie sogar wieder eine zweistellige Niederlage einstecken - ein etwas zu hartes Verdikt. Bereits über zehn Minuten vor Schluss nahm Luukkonen seinen Torhüter immer wieder raus und ersetzte ihn durch einen sechsten Feldspieler - die Rechnung ging nicht auf.
Bei Wiler glänzten vor allem die Hofbauer-Brothers. Wunderschütze Christoph erzielte drei Tore. Damit ist er bereits bei 10 Playoff-Toren angelangt - und dies in bloss fünf Partien. Sein Bruder Matthias war mit fünf Zählern (3 Tore/2 Assists) einmal mehr bester Punktesammmler des Teams. „Wir hatten in dieser Serie immer eine Antwort parat. Die Niederlage hat uns gar nicht so schlecht getan. So haben wir uns wieder einmal hinterfragt", sagte Christoph Hofbauer. „Wir haben den richtigen Gegner gewählt. Wir waren gefordert. Es war auch gut, dass wir viele Tore geschossen haben. Das gibt eine Menge Selbstvertrauen", führte Hofbauer aus.
Wiler-Ersigen - Kloten-Bülach Jets 11:3 (3:1, 3:1, 5:1)
Sportzentrum Zuchwil. - 475 Zuschauer. - SR Brechbühler/Gallo.
Tore: 9. C. Hofbauer (Thorsell/Ausschluss Baltisberger) 1:0. 15. (14:09) C. Hofbauer (M. Hofbauer) 2:0. 16. (15:17) Zimmermann (Schneeberger) 3:0. 19. Thierstein (Berlinger/Ausschluss M. Hofbauer) 3:1. 27. M. Hofbauer (Thorsell) 4:1. 33. C. Hofbauer (M. Hofbauer) 5:1. 36. (35:22) Mendelin (Meister) 6:1. 37. (36:02) Boggia (Adank) 6:2. 47. Fankhauser (Hirschi) 7:2. 55. (54:54) M. Hofbauer (Fankhauser) 8:2 (ins leere Tor). 56. (55:48) Reusser (Berlinger) 8:3. 58. (57:42) Hirschi 9:3 (ins leere Tor). 58. (57:56) Zürcher (Schneeberger) 10:3. 60. (59:57) M. Hofbauer (C. Hofbauer) 11:3.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Wiler-Ersigen, 3-mal 2 Minuten gegen Kloten-Bülach Jets.
Wiler-Ersigen: Streit (ab 51. Haab); Hirschi, Thorsell; Schneeberger, Schmocker; Garnier, Bieber; Fankhauser, M. Hofbauer, C. Hofbauer; Wittwer, Zimmermann, Krähenbühl; Zürcher, Meister, Mutti; Mendelin.
Bemerkungen: Wiler ohne Bichsel, Flury und Gerber (alle verletzt). 46:46 Time-out Kloten-Bülach Jets.