04.
2015
Doppelschlag begräbt UM-Hoffnung
Mittelland verliert gegen Waldkirch-St. Gallen die fünfte Auf-/Abstiegsrundenpartie mit 4:6 und muss nach der vierten Pleite in Folge das Platzen der Aufstiegsträume hinnehmen.
Erst gerade hatte Lukas Schneeberger zum Stand von 4:4 ausgeglichen, da bot sich den Mittelländern die ausgezeichnete Chance, das Spiel binnen einer Minute zu den eigenen Gunsten zu wenden. Doch Manuel Mucha traf in der 50. Minute anstatt dem leeren Tor nur das Aussennetz. Quasi im direkten Gegenzug bewerkstelligte Waldkirch-St.Gallen seinerseits die erneute Führung, als es die mangelnde Blockarbeit Mittellands bestrafte. Nur 65 Sekunden später erhöhten die St. Galler auf 6:4, als ein abgelenkter Distanzschuss Koskelas in den Maschen landete.
Dieser Doppelschlag sollte das Ende von Mittellands NLA-Aufstiegsträume bedeuten, blieb doch der Versuch mit einem sechsten Feldspieler, anstelle des Torhüters zu agieren, unbelohnt. Trotz zahlreichen hängenden Köpfen blieb nach dem Schlusspfiff der Eindruck haften, dass UM den nötigen Erfolgswillen zwar bis zuletzt an den Tag legte, doch nicht derart unbändig wie es aufseiten der Ostschweizer der Fall war.
Ausdruck davon ist die Aussage von UM-Sportchef Jürg Merian, wonach WaSa viel giftiger aufgetreten sei als die eigene Equipe. «Mit ihrer Physis waren sie uns klar überlegen», machte Merian den Hauptunterschied zwischen den beiden Seiten aus. Dies hatte zur Folge, dass die eher leichtgewichtige Offensive von Unihockey Mittelland an der gegnerischen Abwehr regelrecht abprallte.
Auf Spielweise von UM eingestellt
Noch in der ersten Partie konnten Mittellands Kreativgeister schalten und walten, wie es ihnen beliebte, und fuhren so den einzigen Sieg in dieser Serie ein. Doch in der Folge hätten sich die Ostschweizer besser auf die Spielweise Mittellands eingestellt, lautete die Antwort Merians auf die Frage, weshalb die Mittelländer nach dem ersten Erfolg keinen Weg mehr zum Sieg fanden. Das aggressive Forechecking ab der Mittelzone, bei einer defensiven Grundeinstellung, zwang die Schwarz-Weissen früh zu Risikopässen, was immer wieder für Fehlzuspiele sorgte. Die folgenden Kontervorstösse waren stets gefährlich, was WaSa am gestrigen Abend vom 1:2 zum 4:2 davonziehen liess.
Aus dem Spiel heraus und bei numerischem Gleichstand konnte sich UM nur selten gefährlich vor den gegnerischen Kasten spielen. Umso wichtiger war da das Powerplay. Dieses funktionierte vorzüglich, brachte es doch bei fünf Versuchen, wovon einer in doppelter Überzahl, dreimal Zählbares ein. Doch auch dies sollte am Ende nicht genug sein, um Waldkirch-St. Gallen in ein sechstes Spiel zu zwingen.
Doppeltorschütze Lukas Schneeberger zeigte sich denn auch gefasst: «Ich bin nicht enttäuscht. Wir waren nicht schlechter und hätten unsere Chancen gehabt. Doch WaSa hat das Glück, im Gegensatz zu uns, erzwungen.» Als Beleg dafür führte Schneeberger die beiden etwas glückhaften, aber erkämpften Gästetore zum Schluss ins Feld. Sportchef Merian meinte währenddessen, dass ein derart deutlicher Erfolg über fünf Spiele hinweg kein Zufall sein könne, was beweise, dass das richtige Team gewonnen habe.
Mittelland Olten Zofingen - Waldkirch-St. Gallen 4:6 (2:1, 1:3, 1:2)
Giroud Olma BBZ, Olten. - 228 Zuschauer. - SR Kronenberg/Kronenberg.
Tore: 6. D. Mucha (Nieminen) 1:0. 11. D. Mucha (M. Mucha) 2:0. 13. Hollenstein (Büchel) 2:1. 27. Mutter (Th. Mittelholzer) 2:2. 29. Mutter (Hollenstein) 2:3. 30. Büchel (Koskela) 2:4. 36. Schneeberger (D. Mucha) 3:4. 49. Schneeberger (M. Mucha) 4:4. 50. R. Mittelholzer (Büchel) 4:5. 51. Büsser (Koskela) 4:6.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Olten Zofingen. 5mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen.