12.
2011
Es hat nicht sollen sein für Zug
Etwas über 28. Minuten waren in der Gewerbsschule in Chur gespielt und die Platzherren hatten soeben mit einem Doppelschlag zum 7:1 die vermeintliche Vorentscheidung herbeigeführt. Auf den Rängen schaukelten die Fans zum Tor Song gemütlich hin und her, ihre Mannschaft schien das erwartete Schützenfest gegen das Tabellenschlusslicht zu zelebrieren. Dann aber fassten sich die vereinten Zuger endlich ein Herz und begannen effizienteres Unihockey zu zeigen. Neben einem Penalty, souverän von Adrian Sidler verwertet, schaffte Zug noch vor der Sirene mit drei weiteren den Toren den Anschluss. 7:5 stand es nur noch, man nahm eine gehörige Portion Hoffnung mit in die Garderobe.
Nach dem Seitenwechsel spielten die Gäste weiterhin frech mit, Chur hatte sichtlich nicht mit einer so heftigen Reaktion gerechnet und war verunsichert. Tatsächlich gelang Dani Oderbolz nach fünf Minuten aus dem zentralen Slot der vielumjubelte Anschlusstreffer und brachte die United damit definitiv zurück ins Geschäft. In der Folge gab es vielversprechende Abschlusschancen Hüben sowie Drüben, schlussendlich hätte das Spiel auf beide Seiten kippen können. Leider schaffte es in der 51. Minute die Blau-Weisse Verteidigung nicht in ihrem Slot genügend Präsenz zu markieren, sodass Kamaj im dritten Anlauf Torhüter Arnold überwinden konnte. Neun Minuten waren zwar noch zu spielen, Zug brauchte nun aber ein schnelles Tor und war bereit dafür sein Spiel entsprechend öffnen. Die Alpenstädter wurden ihrem Ruf als eine der konterstärksten Mannschaften der Liga mit drei weiteren Toren aber durchaus gerecht. Dies war gleichzeitig der endgültige Genickbruch und mit dem 11:8 auf der Anzeigetafel blieb der United einmal mehr nur der Frust.
Die traurige Bilanz aus 15 Spielen im alten Jahr sind null Punkte und damit der letzte Tabellenrang. Die Pause über Weihnachten wird für die Akteure diesmal sehr kurz ausfallen, bereits am 27. Dezember wird das Training mit dem Motto „Mission Ligaerhalt" wieder aufgenommen. Der Januar verspricht vor allem am Anfang einen sehr gedrängten Spielplan bevor dann bereits im Februar die Play-Outs und damit die entscheidende Phase der Meisterschaft beginnen.
Chur Unihockey : Zug United 11:8 (4:1, 3:4, 4:3)
Gewerbeschule Chur. - 200 Zuschauer. - SR: Güpfert/Ziegler
Tore: 3. Darms 1:0. 6. Riedi (Schneider) 2:0. 10. Riedi (Cavelti) 3:0. 16. Bürer (Schneider) 4:0. 17. Kari (Poletti) 4:1. 24. Koskelainen 5:1. 29. Helenius (Koskelainen) 6:1. 29. Koskelainen (Jenni) 7:1. 29. Poletti (Kari) 7:2. 31. Blöchliger (Björn Strebel) 7:3. 32. Sidler 7:4. 37. Blöchliger (Trinkler) 7:5. 49. Oderbolz (Poletti) 7:6. 52. Kamaj (Koskelainen) 8:6. 54. Jenni (Schneider) 9:6. 58. Björn Strebel (Suter) 9:7. 58. Riedi (Kamaj) 10:7. 59. Helenius (Jenni) 11:7. 60. (59:58) Kari (Manninen) 11:8.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Chur Unihockey. 1mal 2 Minuten gegen Zug United