01.
2011
GC gewinnt verrücktes Spiel in der Schlussminute
Viermal legten die Grasshoppers im ersten Drittel vor. Nico Scalvinoni hatte das Skore etwas glückhaft schon nach 42 Sekunden und einem Freistoss eröffnet. Der Ball war via Nacken von Jonas Thomsson ins Tor gefallen. Doch Köniz glich praktisch postwendend noch aus. Beat Bruderer hatte den Penalty von Samuel Schneiter zwar abgewehrt, doch in Überzahl gelang Kuchen vor dem Tor das 1:1: Auch die nächsten Führungstreffer der Stadtzürcher hielten jeweils nicht lange. Das 2:1 von Ales Jakubek egalisierte Nino Wälti, das 3:2 von Scalvinoni nach schönem Pass von Linard Parli glich Schneiter mit einem Sololauf à la Alberto Tomba aus. Das schönste Tor im ersten Drittel schoss aber U21-Spieler Valentin Ladner. Der aufgerückte Verteidiger traf 48 Sekunden vor der ersten Sirene mit einem Volley und erzielte sein erstes SML-Tor.
Im zweiten Drittel spielte dann praktisch nur noch eine Mannschaft. Righini brachte die Berner wieder auf das niveau von GC und schliesslich sorgten Nino Wälti mit einem schönen Schuss aus der Drehung, Schneiter mit einem satten Schuss im Powerplay und Wanner, ebenfalls im Powerplay, für die verdiente 7:4-Führung nach 40 Minuten.
Scalvinoni nutzte das erste Powerplay für GC im Schlussabschnitt zum Anschlusstreffer, doch baute Köniz den Vorsprung praktisch im Gegenzug wieder aus respektive sorgte GC-Captain Jakubek mit einem Eigentor wieder für den Dreitore-Abstand. Christoph Meier brachte nach einem Freischlag mit einem Schuss aus spitzem Winkel wieder Hoffnung in die Reihen der Stadtzürcher (50.). Und als Linard Parli einen Doppelpass mit Jonas Thomsson zum Anschlusstreffer in die Maschen drosch, war wieder jeder Ausgang möglich.
Einen Ausschluss gegen Wanner nutzte GC, um mit sechs Feldspielern und ohne Goalie den Ausgleich zu schiessen. Erneut traf Scalvinoni auf Vorarbeit von Meier. Nur noch 46 Sekunden waren zu diesem Zeitpunkt zu spielen. GC hatte nun Lunte gerochen und drängte auf den Siegtreffer. Zehn Sekunden vor Schluss traf Scalvinoni in der Tat zum vielbejubelten 9:8; es war sein fünfter persönlicher Treffer an diesem Abend. Erneut hatte Meier die Vorarbeit geleistet. Und der 19-jährige Topskorer setzte nur fünf Sekunden später den Schlusspunkt, als er einen Auswurf von Beat Bruderer von der Mittellinie ins verwaiste Könizer Gehäuse schoss. Für die Gäste war der Ausgang bitter, weil sie die Partie lange Zeit im Griff hatten und GC letztlich ein aufopfernder Kampf in den letzten 20 Minuten genügte, um erstmals nach drei Spielen wieder die volle Punktzahl zu erzielen.
Grasshopper Club Zürich - Floorball Köniz 10:8 (4:3, 0:4, 6:1)
Hardau, Zürich. 212 Zuschauer. SR Brändli/Labruyere.
Tore: 1. Scalvinoni (Jakubek) 1:0. 4. Kuchen (Bill/Ausschluss Kaiser) 1:1. 9. Jakubek (Linard Parli) 2:1. 11. Nino Wälti (Bill) 2:2. 17. Scalvinoni (Linard Parli) 3:2. 19. Schneiter 3:3. 20. Ladner (Scalvinoni) 4:3. 24. Righini (Kuchen) 4:4. 27. Nino Wälti (Bill) 4:5. 35. Schneiter (Bill/Ausschluss Jakubek) 4:6. 39. Wanner (Schneiter/Ausschluss Helfenstein) 4:7. 45. Scalvinoni (Meier/Ausschluss Schneiter) 5:7. 48. Eigentor 5:8.50. Meier (Hartmann) 6:8. 53. Linard Parli (Thomsson) 7:8. 60. (59:14)Scalvinoni (Meier/Ausschluss Wanner) 8:8 (GC mit sechs Feldspielern). 60. (59:50) Scalvinoni (Meier) 9:8. 60. (59:55) Meier (Bruderer!) 10:8 (ins leere Tor).
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich. 3mal 2 Minuten gegen Floorball Köniz.
GC: Bruderer; Kaiser, Helfenstein; Jakubek, Ladner; Korhonen, Mächler; Meier, Grüter, Hartmann; Linard Parli, Thomsson, Scalvinoni; Maffioletti, Zimmermann, Luraschi.
Köniz: Leisi; Jungo, Kuchen; Bill, Albrecht; Geiser, Steffen; Righini, Wanner, Danuser; Schneiter, Nino Wälti, Dario Wälti; Tröhler, Fröhlich, Kaeser.
Bemerkungen: GC ohne Bodén, Hostettler, Lundström (alle rekonvaleszent), Angst (Abmachung mit Köniz), Niculin Parli, Heller (nicht im Aufgebot). Köniz ohne Trüssel, Kissling, Zingg und Sigg (alle verletzt). 54. Timeout Köniz, 59. Timeout GC.