20.
12.
2015
NLA Männer | Autor: Grasshopper Club Zürich

GC-Niederlage trotz Vorteilen

Während am Vortag die Aufholjagd gegen Köniz noch mit einem Punkt belohnt wurde, standen die Zürcher Grasshoppers am Sonntagabend mit leeren Händen da. Die Winterthurer Abwehr war zu gut und liess beim 6:3-Auswärtssieg nach der 22. Minute kein Tor mehr zu.

GC-Niederlage trotz Vorteilen In die Knie gezwungen: Fredrik Holtz (rechts) gewinnt mit Winterthur gegen Nico Scalvinoni (GC) (Bild Raphael Studer/unihockey-fotos.ch)

Nach den beiden Niederlagen gegen die Tigers Langnau und Köniz war GC gegen Rychenberg um einiges besser aufgestellt. Das Team war von Beginn an wach und präsent, spielte mit Schwung und Selbstvertrauen. Bereits in der 2. Minute konnten die Zürcher durch Berlinger in Führung gehen, in der 6. Minute traf der gleiche Stürmer nur den Pfosten. Winterthur hatte jedoch auch seine Chancen, das Visier war jedoch schlecht eingestellt. Die meisten Schüsse verfehlten das Tor, in der 13. Minute traf auch der HCR nur das Metall. Während in der 14. Minute der Ausgleich fiel, konnte Rüegger GC nur eine Minute später nach einer schönen Kombination wieder in Führung bringen.

Gleich zu Beginn des zweiten Drittels kassierte Ladner die zweite der fünf gegen die Hoppers ausgeprochenen Strafen. Die Schiedsrichterinnen gönnten den Spielern heute Abend recht grosszügig Pausen. Nilsson traf nach einen Konter zum 3:1, Wintertur erzielte jedoch kurz vor Ablauf der Strafe auch ein Tor zum 2:3. Das Spiel war nun eher langsam und taktisch geprägt. Beide Teams wollten das Spiel kontrollieren und Fehler vermeiden, was GC etwas besser gelang. Während Winterthur in der 31. Minute der Ausgleich gelang, war es im zweiten Drittel GC, welches regelmässig am Tor vorbei schoss. Die Gäste verteidigten jedoch auch gut, blockten Schüsse und hatten einen aufmerksamen Schlussmann.

Ab der 36. Minute konnte der HCR für knapp anderthalb Minuten mit fünf gegen drei Feldspieler agieren. Zürcher und Scalvinoni wurden für übertriebene Härte bestraft. Winterthur liess sich nicht zweimal bitten und schoss sich mit 4:3 in Führung. Von nun an wurden die taktischen Fesseln gelockert, das Spiel wog rasch hin und her.

Von der 47. bis zur 51. Minute konnte GC dank Strafen gegen Winterthur mit einem Mann mehr angreifen. Das sonst so effiziente Powerplay brachte jedoch nichts zählbares - vom Unterzahltreffer zum 5:3 für Winterthur mal abgesehen. Während GC weiterhin beste Chancen verstreichen liess, hatten die Winterthurer etwas weniger vom Spiel. Die Angriffe der Gäste waren jedoch meist gefährlich, GC-Torhüter Meier klärte mehrmals grossartig. Auch als Meier fast drei Minuten vor Schluss seinen Kasten zugunsten eines sechsten Feldspielers räumte, konnte GC nichts mehr erreichen. Das 3:6 schliesslich war ein Treffer ins verwaiste Gehäuse.


 

Grasshopper Club Zürich - HC Rychenberg Winterthur 3:6 (2:1, 1:3, 0:2)
Hardau, Zürich. - 673 Zuschauer. - SR Wehinger/Zurbuchen.
Tore: 2. Berlinger (Ladner) 1:0. 14. Schwerzmann (Borth) 1:1. 15. Rüegger (Vizzini) 2:1. 22. Nilsson (Scalvinoni) 3:1. 23. Koskelainen (Hautaniemi) 3:2. 31. Holtz 3:3. 37. Niiranen (Hautaniemi) 3:4. 50. Borth (Eder) 3:5. 60. Hautaniemi 3:6.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich. 2mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur.
GC: P. Meier; Bolliger, Zürcher, Staub, Ladner; Bier, Müller; Chr. Meier, Scalvinoni, Nilsson; Vizzini, Rüegger, Berlinger, Zolliker, Cavelti, Göldi.
Bemerkungen: GC ohne Gabriel, Grüter, Hess und Honold (Ersatz), Trüssel (verletzt) und Kaiser (krank).

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