15.
11.
2003
NLA Männer | Autor: Rot-Weiss Chur

Herren NLA: Erneuten Rückstand aufgeholt

Mit 0:4 lagen die Churer nach 30 Minuten im Rückstand. Dieses Manko war aber nach 2 Dritteln wieder behoben. Auch im letzten Drittel musste Rot-Weiss wieder einem Rückstand hinterherrennen. Andy Brägger konnte aber knapp 90 Sekunden vor Schluss wieder ausgleichen. Eine offensiv geführte Partie mit Chancen hüben wie drüben endete so am Schluss mit einer Punkteteilung.

Unihockey-Schmalkost von Seiten der Rot-Weissen zu Beginn des Spiels. Die mangelnde Effizienz der Gäste verhinderte, dass das Spiel nicht schon nach 20 Minuten entschieden war. Mit dem 0:3 nach 20 Minuten waren die Churer noch gut bedient.
Im Mitteldrittel kam Rot-Weiss endlich besser ins Spiel, doch es war wiederum Köniz, welche das Score erhöhen konnten. Samuel Dunkel, einer der auffälligsten Akteure auf Seiten der Gäste, erzielte den vierten Treffer. Erst eine Strafe gegen Köniz und das darauffolgende Powerplay der Churer liess die Churer Anhänger ein erstes Mal jubeln. Thomas Engel verkürzte zum 1:4. Nur 8 Sekunden später konnte Livio D’Intino sogar den zweiten Treffer bejubeln. Nun überschlugen sich die Ereignisse. Wieder nur 5 Sekunden später verpasste Andy Brägger gar den dritten Treffer, als er völlig freistehend das Tor verfehlte. Kurz darauf wurde erneut eine Strafe gegen Köniz ausgesprochen. Das Powerplay war noch keine 30 Sekunden alt, als auch Torhüter Steck eine Zweiminutenstrafe aufgebrummt bekam. Normalerweise müsste diese Strafe ein Feldspieler absitzen, da der Berner Hüter auch noch eine Zehnminuten-Strafe auferlegt bekam, musste er selber auf der Strafbank Platz nehmen und der Ersatzhüter wurde ins kalte Wasser geworfen. Keine einfache Aufgabe, spielte sein Team doch nur zu dritt zu diesem Moment. Der Goalie wurde dann auch gleich auf dem falschen Fusse erwischt. Nachdem Engel im ersten Anlauf nur den Pfosten traf, machte er es danach besser – 3:4, und weiterhin Powerplay. Wieder keine Zeigerumdrehung später war es Brägger, welcher den bedauernswerten Ersatzkeeper wieder erwischte. Via Aussennetz und Rücken kullerte der Ball zum Ausgleich ins Tor.
Im letzten Spielabschnitt nahm Rot-Weiss das gegnerische Tor regelrecht unter Beschuss. Doch es war Köniz, welche die Führung erneut an sich rissen. Kurz vor Schluss musste das Churer Trainergespann reagieren. Torhüter Wolf wurde durch einen sechsten Feldspieler ersetzt. Diese Massnahme sollte sich auszahlen. Brägger erzielte den zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleich auf Zuspiel des überragenden Marcel Kaltenbrunner (4 Assists!).
In der Verlängerung ging das Spiel im gleichen Stile weiter. Chancen auf beiden Seiten mit einem kleinen Chancenplus für die Churer. Es sollte aber beim Unentschieden bleiben.


UHC Rot-Weiss Chur - Floorball Köniz 5:5 n.V. (0:3, 4:1, 1:1, 0:0)
Gewerbliche Berufsschule, Chur - 450 Zuschauer
SR: Baumgartner/Baumgartner
Tore: 0.14 Cantin (Dunkel) 0:1, 8.25 Jungo (Cantin) 0:2, 17.19 Lüthi (Balmer) 0:3, 29.33 Dunkel (Ott, Ausschluss Rohner) 0:4, 36.44 Engel (M. Kaltenbrunner/Ausschluss Ott) 1:4, 36.52 D'Intino (Gerber) 2:4, 39.15 Engel (M. Kaltenbrunner/Ausschlüsse Balmer, Steck) 3:4, 39.36 Brägger (M. Kaltenbrunner/Ausschluss Steck) 4:4, 52.51 Dunkel (Cantin) 4.5, 58.36 Brägger (M. Kaltenbrunner/Rot-Weiss ohne Torhüter) 5:5
Strafen: Rot-Weiss Chur: 1x2' plus 1x5' (Krieg/ übertriebene Härte), Floorball Köniz: 3x2' plus 1x10' (Steck)
UHC Rot-Weiss Chur: Wolf; Battaglia, M. Kaltenbrunner; Gerber, Rohner; Engel, Brägger, F. Kaltenbrunner; Kern, D'Intino, Krieg; Santoro, Graf, Linder
Floorball Köniz: Steck (39.-50. Minder); Wälchli, Jungo; Ott, Holdener; Gerber, Dunkel, Cantin; Pergelius, Balmer, Lüthi; Zingg
Bemerkungen: Rot-Weiss Chur ohne Cadisch (gesperrt), Weingart (krank) und Weber (rekonvaleszent); Floorball Köniz ohne Bigler und Wermuth (beide verletzt); Stangenschüsse: 7. Dunkel, 18. Kern, 38. Engel, 40. Engel, 51. Dunkel, 52. Engel; Schussstatistik: 47:31 (7:13, 17:9, 23:9)
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