21.
09.
2002
NLA Männer | Autor: Basel Magic

Herren NLA: Hoher Unterhaltungswert – kleiner Ertrag

Die NLA-Unihockeyaner von Basel Magic unterlagen im Auftaktspiel zur neuen Saison dem amtierenden Schweizermeister und Cupsieger Alligator Malans mit 2:4. Die Basler zeigten zwar eine beachtlich reife Leistung und hielten das Spielgeschehen bis kurz vor Schluss offen, dennoch stand die Kanholt-Truppe am Schluss mit leeren Händen da.

Es war eine gute Mannschaftsleistung von Basel Magic, die es ermöglichte, überraschend lange um den Sieg mitzuspielen. Die favorisierten Gäste waren keineswegs die bessere Mannschaft, doch zum Schluss dennoch glücklicher Sieger. Zweimal konnten die Basler einen Rückstand egalisieren und hatten im Schlussdrittel beim Stande von 2:2 mehrmals die Chance zum Führungstreffer, dennoch behielt Alligator Malans zum Schluss das bessere Ende für sich.

Daniel Sundbom - ein cooler Heisssporn
Bester Mann auf dem Spielfeld war die schwedische Neuerwerbung Daniel Sundbom (24). Er vermochte den „Magiern“ viel Selbstvertrauen einzuimpfen. Immer wieder wurde der Skandinavier von seinen Mitspielern gesucht – und auch gefunden. Sundbom war ein ständiger Aktivposten, brachte in die Hintermannschaft viel Ruhe ein und bewahrte auch in heikelsten Spielsituationen immer kühlen Kopf. Auch seine Offensivaktionen waren brandgefährlich. So ermöglichte er beispielsweise nach 17 Minuten mit einem harten Schuss im Überzahlspiel, den Gäste-Torhüter Tönz nicht unter Kontrolle bringen konnte, der Torerfolg Mosimanns, der am Schnellsten auf den Abpraller reagierte. Ein Raunen ging jeweils durchs Publikum, wenn Sundbom mit seinen gekonnten Drehungen die Gegner immer wieder ins Leere laufen liess und sich scheinbar mühelos durch die zahlenmässige Übermacht dribbelte. Doch seine Spielweise war keineswegs egoistisch. Immer wieder zog er zwar mehrere Malans-Spieler auf sich, sah aber immer freistehende Mitspieler und fütterte Basels Offensivabteilung mit wunderbaren Zuspielen. Bei der Verrichtung seiner Verteidigungsarbeit präsentierte sich der Skandinavier kühl und fehlerlos, bei seinen Vorstössen spürte man sein inneres Feuer und seinen scheinbar grenzenlosen Siegeswillen. Schon jetzt darf man Basels Clubleitung zu einer echten Verstärkung gratulieren. Auch die rund 400 Zuschauer in der Rankhofhalle spendeten Sundbom mehrmals Szenenapplaus.

Zu viele Fehler im Spielaufbau
Alligator Malans musste wahrlich wenig für den Dreipunktegewinn unternehmen. Einige schnell vorgetragene Konter reichten bereits um die Basler zu besiegen. Die Ursache für die Niederlage sind schnell gefunden. Zu oft liess man sich in der Offensive oder in der Mittelzone den Ball abluchsen oder zu einem Fehler hinreissen, die spielstarken Bündner liessen sich dann jeweils nicht zweimal Bitten und hatten somit Erfolg. Basel Magic betrieb einiges mehr an Aufwand, fand aber oftmals den Meister in Tönz – der Torhüter von Malans zeigte eine überragende Vorstellung. Vor allem Basels Zeller war es, der Tönz immer wieder auf die Probe stellte, der Basler blieb jedoch immer zweiter Sieger. Zeller hatte jedoch auch einen spektakulären Auftritt, als er in Unterzahl mit Malans ein Tänzchen wagte, vier Gegner solange beschäftigte bis der mitgeeilte Stephan Balogh frei vor dem Tor anzuspielen war, dieser traf im zweiten Anlauf zum 2:2. Es war die schönste Aktion des Spiels, sieht man von individuellen Pirouetten eines Daniel Sundbom ab. Der Schwede wurde nach Spielschluss zu Recht als bester Spieler ausgezeichnet, verliess die Turnhalle dennoch mit hängendem Kopf: „Wir haben verloren, ich bin zutiefst enttäuscht.“

Vertrauen in die jungen Spieler
Auch Magnus Kanholt, der schwedische Trainer von Basel Magic, konnte seinen Frust nicht verbergen. Zwar freute er sich über den starken Auftritt seiner Equipe, die Enttäuschung über verpasste Punkte war aber stärker. Augenfällig war, dass Kanholt vor allem seinen jungen Spielern viel Feldzeit zugestand und diese sein Vertrauen auch oftmals rechtfertigten. Ein Stephan Balogh (19) beispielsweise durfte sowohl im Powerplay wie auch in Unterzahl aufs Feld und bestätigte seinen positiven Eindruck aus den Vorbereitungsspielen. Am nächsten Samstag reichen die Komplimente von allen Seiten jedoch dem Basler Trainer nicht mehr. Dann gastiert der HC Rychenberg-Winterthur in der St. Jakobshalle (17.30 Uhr) und die „Magier“ wollen einen Heimsieg einfahren. Magnus Kanholt ist sich sicher, dass mit einer guten Leistung seine Mannschaft dabei als Gewinner vom Feld geht und Loblieder auf den Gegner trällern kann. Die Punkte möchte man jedoch zuhause behalten.


Basel Magic – Alligator Malans 2:4 (1:1, 1:1, 0:2)
Rankhof, Basel - 400 Zuschauer
SR: Schwingenschrot/Servodio
Basel Magic: Nieth; Mörker, Kummer; Sundbom, Lohner; Hardegger; Mosimann, Hofer, Mutti; Klötzli, Zeller, Renggli, Schneider, Balogh; Flury
Tore: 13. Dysli (Capatt) 0:1, 17. Mosimann (Sundbom) 1:1, 23. Mathis (Riederer) 1:2, 32. Balogh (Zeller, Ausschluss Mosimann!) 2:2, 49. Jecklin (Stegmann) 2:3, 54. Olofsson (Dysli, Ausschluss Sundbom) 2:4
Strafen: 3x2' Basel Magic, 4x2' Malans
Bemerkungen: Basel Magic ohne Gehr (verletzt). Senn, Aebi und Kuster nicht eingesetzt. 17. Schuss von Capatt (Malans) an den Pfosten. 18. Tor von Mutti (Basel) wegen angeblichen Foulspiels annulliert. 54. Time-Out von Basel Magic
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