11.
2011
Jets bemüht, aber erfolglos
„Nur anschauen, nicht berühren", heisst es in einem Werbespot einer bekannten deutschen Biersorte. Derzeit gilt dies auch für die Kloten-Bülach Jets. Die Punkte anschauen, ja das dürfen sie, berühren, sprich mitnehmen aber nicht. Einzig im Schweizer Cup sind die Jets auf Erfolgskurs. Aber auch dort gilt noch: Anschauen, nicht berühren. Im Halbfinale am 15. Januar warten die Malanser Alligatoren. Hoffnung verleiht das 5:4 im Viertelfinale gegen den HC Rychenberg, welcher drei Tage später Meisterschaftsspirant Langnau mit 11:9 bezwang.
Gestern liessen die Könizer die Gastgeber lange zappeln. Der Berner „Superblock" mit Nativerteidiger Daniel Bill, Scharfschütze Samuel Schneiter, den beiden „Schweden" Emanuel Antener und Fredrik Djurling beschränkte sich darauf, den Ball rund um den Klotener Abwehrblock kreisen zu lassen - einzig in der 7. Minute traf Schneiter zum 1:0. Mit einem verdienten 2:2 gings in die Pause. Das Bild war wie immer: Die Klotener kämpften um ihr Leben und machten die spielerischen Defizite und die mangelnde Erfahrung mit viel Einsatz wett.
Ansätze eines Spitzenteams zeigte Köniz im Mitteldrittel. Erst erhöhte Dario Wälti auf 2:3 (22.), danach liess die Berner Überzahlformation - bis auf eine Position die gleiche wie der „Superblock" - die vier Zürcher schwitzen. Kaum wieder vollzählig, packte Schneiter den Hammer aus, schon stands 2:4 (28.). Nur drei Minuten später erhöhte Nino Wälti auf 2:5. Kurz vor der Pause setzte Antener mit einer schönen Direktabnahme zum 2:6 den nächsten Dämpfer auf. Einzig Andrin Ladners frenetisch bejubelter erster SML-Treffer eine Sekunde vor der zweiten Pause liess die Klotener etwas Hoffnung für den Schlussabschnitt schöpfen.
Das letzte Drittel ist aber rasch beschrieben. Mit zwei Linien versuchten die Klotener nochmals das Unmögliche möglich zu machen - nach 44 Minuten und zwei kopflosen Angriffen stand bereits 3:8 auf der Anzeigetafel. Mit einem Doppelschlag (54./55.) machten Nino Wälti und Antener das 3:10-Schlussresultat klar. Das Fazit ist rasch gezogen: Die personell deutlich besser besetzten Könizer konnten es sich erlauben, im „Spar-Modus" die drei Punkte einzufahren. Zu Hilfe kam ihnen aber auch, dass das physische Spiel der Zürcher konsequent unterbunden wurde. Für die Kloten-Bülach Jets heisst es warten bis im Dezember, bis die personelle Situation verbessert werden kann. Solange heisst das Prinzip nur „Hoffnung".
Kloten-Bülach Jets - Floorball Köniz 3:10 (2:2, 1:4, 0:4)
Ruebisbach Kloten. - 231 Zuschauer. - SR Kaiser/Meier.
Tore: 7. Schneiter (Djurling) 0:1. 11. Tröhler (Dunkel) 0:2. 15. Zolliker (Fischer) 1:2. 17. Schwarz (Steffen) 2:2. 22. Dario Wälti (Kaeser) 2:3. 28. Schneiter (Djurling) 2:4. 31. Nino Wälti (Dunkel) 2:5. 39. Antener (Albrecht) 2:6. 40. Andris Ladner 3:6. 43. Nino Wälti (Fröhlich) 3:7. 44. Bill (Antener) 3:8. 54. Nino Wälti (Dunkel) 3:9. 55. Antener (Schneiter) 3:10.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Kloten-Bülach Jets. 1mal 2 Minuten gegen Floorball Köniz.