09.
2010
Last-minute Sieg gegen Köniz
Gewiss - die Schlauheit und Slotpräsenz eines Mendelins fehlen dem Meister ebenso wie die Unberechenbarkeit und der Speed eines Krähenbühls - und dennoch, allein am Fehlen der beiden Nati-Flügel kann es nicht liegen, dass der SVWE zum Saisonstart um seine Form ringt und die Partien mehr abarbeitet, denn zelebriert. Der Motor des Meisters stockt noch, zuviele Zylinder kommen nicht auf ihre Leistung. Vorab des Startdrittel gegen Köniz war etwas vom schwächsten, das man in den letzten Jahren vom SVWE zu sehen bekam. Es kann ja sein, dass die Passqualität und die Abstimmung in den Linien noch nicht den Stand des Vorjahres erreichen, doch man kann dennoch erwarten, dass die Spieler auch einmal einen Zweikampf annehmen und diesen auch gewinnen wollen. Den topmotivierten Könizern wurde es im Startdrittel gar leicht gemacht, das Spiel zu kontrollieren, ja sogar mehr Akzente zu setzen. Dass beiden Seiten nur ein Powerplay-Tor gelang war glückhaft für den SVWE, zeigt aber auch, dass die grössten Probleme von Köniz in diesem Jahr in der Offensivausbeute liegen könnten. Die fehlenden Punkte von Topskorer Calebsson lassen grüssen.
So verpassten es die Gäste, aus dem lange Zeit diskreten Auftritt der Berger-Truppe Profit zu ziehen. Da genügte dem Meister eine Leistungsteigerung ab dem Mitteldrittel, die Partie in gewünschte Bahnen zu lenken. Die Initialzündung kam dabei vom zweiten Block, durch die beiden Powerflügel Wittwer/Fankhauser, welche ihre Teamkollegen aus der Lethargie zu reissen versuchten. Die erste Formation um Captain Matthias Hofbauer konnte sich in der Folge ebenfalls steigern, nur die dritte Linie, welche am meisten unter den Umstellungen durch die Verletzungen zu leiden hat, fand nie ins Spiel. Erneut musste der 3.Block, der noch im Vorjahr das grosse Plus gegenüber der Konkurrenz gewesen war, ein Minus schreiben und wartet auch noch auf den ersten Treffer. Gefordert ist aber primär der SVWE als Kollektiv, wo jeder Spieler deutlich mehr Engagement und Qualität abliefern muss, wenn das Europacupabenteuer nicht in einer bitteren Enttäuschung enden soll.
Wiler-Ersigen - Floorball Köniz 4:3 (1:1, 2:0, 1:2)
Grossmatt Kirchberg. - 685 Zuschauer. - SR Janecek/Sekanina (CZE).
Tore: 2. Zingg (Bill, Ausschluss M. Hofbauer) 0:1, 9. Wittwer (M. Hofbauer, Ausschluss Angst), 28. Fankhauser (Schmocker) 2:1, 39. M. Hofbauer (C. Hofbauer) 3:1, Wälti (Kuchen), 59. Zingg (Wanner) 3:3, 60. Zimmermann (C. Hofbauer) 4:3.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Wiler-Ersigen, 2mal 2 Minuten gegen Köniz.
Wiler-Ersigen: Haab; Schneeberger, Flury; Hirschi, Bieber; Bichsel, Schmocker; Wittwer, Quist, Fankhauser; M. Hofbauer, C. Hofbauer, Zürcher; Mutti, Zimmermann, Steffen.
Köniz: Leisi; Kuchen, Jungo; Albrecht, Trüssel; Zingg, Bill, Käser; Angst, N. Wälti, D. Wälti; Danuser, Wanner, Schneiter.
Bemerkungen: Wiler ohne Mendelin, Krähenbühl und und Thorsell (alle verletzt) sowie Garnier (angeschlagen). Meister udn Streit Ersatz, Gloor (nicht im Aufgebot) 47. Lattenschuss Wittwer.