08.
01.
2018
NLA Männer | Autor: Zug United

Magere Wochenend-Ausbeute für Zug

Nur gerade einen Punkt holte Zug United in der Doppelrunde zum Jahresauftakt gegen die Tigers Langnau (8:11) und Waldkirch-St. Gallen (1:2 nach Verlängerung).

Magere Wochenend-Ausbeute für Zug Adrian Furger und Florian Bär streckten sich gegen die Tigers vergeblich. (Bild: Michael Peter)

3:48 Minuten waren in der Verlängerung im Athletik-Zentrum gespielt, als im Heimteam und der Mehrzahl der knapp 500 Zuschauer grosser Jubel ausbrach. Nico Mutter erlöste den UHC Waldkirch-St. Gallen mit einem platzierten Handgelenkschuss und beendete eine Serie von drei Niederlagen. Schon kurz zuvor war der 18-jährige Stürmer aus ähnlicher Position zum Abschluss gekommen, hatte aber nur den Pfosten getroffen. «Über das ganze Spiel gesehen, ist der Sieg für WaSa nicht unverdient», gab der einzige Zuger Torschütze Steven Fiechter nach der Partie zu.

Über weite Strecken hatten sich die beiden Teams neutralisiert und nur je einen Treffer in der regulären Spielzeit erzielt. «Wir starteten etwas passiv, waren aber defensiv aufmerksam», so Fiechter weiter. Dass am Ende beide Torhüter als jeweils beste Spieler ihres Teams ausgezeichnet wurden, sagt dies bereits etwas über das Spiel. Es war im Direktduell um einen Playoff-Platz zwischen Waldkirch-St. Gallen und Zug United ein zähes Ringen, bei dem der erste Treffer erst in der 45. Minute fiel. Und es war bezeichnend, dass dies im Powerplay passierte. Bei numerischem Gleichstand verfingen sich die Offensivabteilungen in der gegnerischen Defensive - oder scheiterten an zwei sehr gut aufgelegten Torhütern. Den Bann vor knapp 500 Zuschauern brach Julian Alder mit einem schönen Hocheckschuss.

Die Zuger suchten in der Folge vehement den Ausgleich, vermochten sich aber trotz mehr Ballbesitz nur selten wirklich gefährlich vor Dominic Jud zu spielen. Zu pass kam ihnen eine Strafe gegen Roman Mittelholzer, den Topskorer der Ostschweizer. Steven Fiechter traf mit einem wuchtigen Direktschuss und sicherte den Zentralschweizern einen möglicherweise goldenen Punkt gegen einen direkten Konkurrenten. «Wir hatten noch einige weitere Chancen, die wir verwerten müssten», erkannte Fiechter gleichwohl. «So wurde uns ein individueller Fehler in der Verlängerung zum Verhängnis.»

Abgeklärte Tigers
Tags zuvor hatten sich die Tigers als abgeklärter und cleverer erwiesen. Ein erstes Zeugnis lieferten die Emmentaler unmittelbar nach dem 2:0 durch Thomas Grüter, der einen Schuss Manuel Staubs abgelenkt hatte. Johan Samuelsson spielte das Bully nach vorne und Anton Samuelsson verkürzte nur fünf Sekunden nach dem zweiten Zuger Treffer. Überhaupt war das schwedische Brüderpaar die treibende Kraft beim Tabellenzweiten. Nationalspieler Johan Samuelsson war der Taktgeber und Regisseur, der Bruder der kaltblütige Vollstrecker.

Im ersten Spiel im neuen Jahr hatten indes beide Teams noch reichlich Sand im Getriebe, was den Unterhaltungswert der Partie für die knapp 200 Zuschauer freilich anhob. Einzig die Trainer dürften ob der vielen Fehler weniger erbaut gewesen sein. Ein solcher Fehler brachte noch im ersten Drittel die Tigers auch erstmals in Führung. Sie fingen einen Pass auf der Mittellinie ab und Yannick Glauser traf herrlich in die hohe Ecke. Ein Doppelschlag zu Beginn des zweiten Drittels brachte Zug endgültig in Schieflage. Erst traf Stefan Siegenthaler vom Zuger Abwehrverbund gänzlich alleingelassen. Nur zwölf Sekunden später reagierte Glauser nach einem hohen Ball am schnellsten. «Wir kamen gut ins Spiel, haben dann aber den Start ins zweite Drittel verschlafen und zu einfache Tore zugelassen», erklärte Staub.

Zwar keimte beim Heimteam im letzten Drittel nochmals Hoffnung auf. Aki Hietanen und Sandro Poletti verkürzten nochmals auf 7:8. Doch nur 17 Sekunden und einen weiteren Konter später hatten die Tigers Spielgeschehen und Resultat wieder unter Kontrolle. «Gegen Spitzenteams wird es sehr schwierig, wenn sie vorlegen können», weiss Staub aus eigener Erfahrung. «Fehler werden sofort bestraft. Acht Tore sollten zum Sieg reichen, aber elf Gegentore sind eindeutig zu viel», sagt Staub. Und Fiechter ist nach dem Wochenende - und vor der kommenden Partie gegen den souveränen NLA-Leader Wiler-Ersigen - klar: «Wir müssen uns steigern.»


 

Zug United - Tigers Langnau 8:11 (3:4, 1:2, 4:5)
Stadthalle Zug (Herti), Zug. 195 Zuschauer. SR Fässler/Schläpfer.
Tore: 9. Koutny (Poletti) 1:0. 10. (9:02) Thomas Grüter (Staub) 2:0. 10. (9:07) Anton Samuelsson (Johan Samuelsson) 2:1. 13. Guggisberg (Kropf) 2:2. 16. Fiechter (Thunvall) 3:2. 17. Anton Samuelsson (Johan Samuelsson) 3:3. 19. Glauser (Strohl) 3:4. 24. (23:58) Stefan Siegenthaler (Johan Samuelsson) 3:5. 25. (24:10) Glauser 3:6. 34. Yannick Schelbert (Poletti) 4:6. 41. (40:52) Stefan Siegenthaler (Johan Samuelsson/Ausschluss Thomas Grüter) 4:7. 43. Poletti (Abt) 5:7. 47. Johan Samuelsson (Anton Samuelsson) 5:8. 50. (49:07) Hietanen (Billy Nilsson) 6:8. 51. (50:00) Poletti (Staub) 7:8. 51. (50:17) Steiner (Guggisberg) 7:9. 52. Glauser (Flühmann) 7:10. 54. Thunvall (Thomas Grüter) 8:10. 59. Anton Samuelsson (Aeschlimann) 8:11 (ins leere Tor).
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Zug United. 2mal 2 Minuten gegen Tigers Langnau.
Zug United: Bär (Petter Nilsson für 1 Penalty); Staub, Hietanen; Markus Grüter, Yannick Schelbert; Menon, Furger; Thunvall, Thomas Grüter, Fiechter; Poletti, Koutny, Suter; Flütsch, Laely, Abt; Müller, Billy Nilsson.
Tigers Langnau: Jürg Siegenthaler; Bärtschi, Stefan Siegenthaler; Strohl, Beer; Schlegel, Langenegger; Anton Samuelsson, Johan Samuelsson, Willi; Flühmann, Gfeller, Glauser; Kropf, Guggisberg, Steiner.
Bemerkungen: Zug United ohne Joshua Schelbert und Uhr (beide verletzt). 46. Petter Nilsson hält Penalty von Beer. 59. Time-out Zug, danach ohne Torhüter.

Waldkirch-St. Gallen - Zug United 2:1 n.V. (0:0, 0:0, 1:1, 1:0)
Athletik-Zentrum, St. Gallen. 485 Zuschauer. SR Preisig/Schaffter.
Tore: 45. Alder (Schiess/Ausschluss Suter) 1:0. 57. Fiechter (Staub/Ausschluss Roman Mittelholzer) 1:1. 64. (63:48) Mutter 2:1.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen. 4mal 2 Minuten gegen Zug United.
Waldkirch-St. Gallen: Jud; Jeanot Eschbach, Büsser; Meier, Thomas Mittelholzer; Flüeler, Angehrn; Chris Eschbach, Jordan, Roman Mittelholzer; Schiess, Alder, Mutter; Gross, Büchel, Rüegg.
Zug United: Petter Nilsson; Staub, Yannick Schelbert; Menon, Hietanen, Markus Grüter, Furger; Thunvall, Thomas Grüter, Abt; Poletti, Koutny, Suter; Flütsch, Laely, Fiechter; Müller.
Bemerkungen: WaSa ohne Conzett und Sonderegger, Zug ohne Billy Nilsson, Joshua Schelbert und Uhr (alle verletzt).

 

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7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
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