10.
2017
Mit Zwischenspurt zum Kantersieg
Mit einem 11:2-Kantersieg über den UHC Thun startet der SVWE überzeugend in die letzte Doppelrunde vor dem Champions Cup. Nach schwachem Beginn zeigte der Meister phasenweise ein sehr gutes Tempounihockey und brillierte mit Effizienz.
Für einen galt dies an diesem Abend zwar nicht unbedingt, doch er hat diese Effizienz über Jahre hinweg in schon viel wichtigeren Partien an den Tag gelegt. Patrick Mendelin brauchte diesmal einige Anläufe, aber endlich erzielte "Mendes" auch in seinem letzten Meisterschaftsspiel für den SVWE ein Tor, natürlich war es jenes zum "Stängeli". Da wurde es einen Moment lang ziemlich emotional in der Halle. Die offizielle Verabschiedung des verdienstvollen Stürmers ist auf den 2. Dezember anlässlich des Kids-Days und der Partie gegen Alligator Malans vorgesehen. Doch schon jetzt ein herzliches Dankeschön für alles, oder auf Baseldeutsch: "Dangge Mendi"!
Die Jungen skoren fleissig
3 Tore in weniger als drei Minuten zu Beginn des Mittelabschnittes, dann nochmals deren 3 in der Schlussphase innerhalb von 100 Sekunden. Im dritten Heimderby der Saison in Serie sorgte der Meister mit Zwischenspurts für die klare Differenz gegen ein Thun, das nach einem guten Startdrittel nur noch wenig entgegen zu setzen hatte und am Ende mit einem brutalen Verdikt bedient wurde. Denn optisch wirkten die Gäste lange Zeit gar nicht so unterlegen, profitierten aber auch vom fahrigen Beginn des SVWE. Wie schon gegen die Tigers klappte auch gegen Thun im Startdrittel wenig bis gar nichts beim Meister. Fehlpässe, wenig Präsenz in den Zweikämpfen, technische Fehler - alles, was ein Trainer nicht sehen möchte, wurde geboten. Hätten die Gäste in dieser Phase jene Effizienz an den Tag gelegt, die am Ende dann das Spiel des Meisters auszeichnen sollte, dann wäre ein 1:4 nach 20 Minuten möglich gewesen.
Doch dieses Drittel, an dem das Resultat noch das Beste blieb, war wohl der benötigte Weckruf, oder einfach die benötigte Anlaufzeit für die auf zahlreichen Positionen umgestellte Equipe. Angefangen bei Captain Tatu Väänänen über die Jungstars Mutter, Rentsch oder Deny Känzig bis hin zu Sesulka oder Schlüchter mussten Titulare passen, oder wurden geschont. Dies ermöglichte es immerhin Verteidiger Lukas Moser (20) bei seinem ersten Einsatz in dieser Saison gleich auch sein erstes NLA-Tor zu erzielen. Dies hat der 18 jährige Jan Bürki zwar schon in den letztjährigen Playoffs geschossen, doch sind Tore für das Jungtalent immer noch etwas besonderes, auch wenn es das 11. in einem Spiel ist. Oder der 19 jährige Youngster Simon Laubscher durfte sich am Ende mit 3 Toren und 2 Assists erstmals die besten Skorerwerte im Team notieren lassen. Erneut glückte damit nach Affolter in der Vorwoche einem Nachwuchsspieler ein Hattrick.
In der sonntäglichen Partie gegen Kloten, das überraschend Malans besiegte, dürfte es zu weiteren Rotationen kommen. Es gilt keine Risiken einzugehen und mit den Kräften haushälterisch umzugehen.
SV Wiler-Ersigen - UHC Thun 11:2 (2:1, 3:1, 6:0)
Sportzentrum Zuchwil. 368 Zuschauer. SR Fässler/Schläpfer.
Tore: 3. F. Witschi (Y. Zimmermann) 0:1. 6. D. Johnsson (M. Hofbauer) 1:1. 20. T. Känzig (S. Laubscher) 2:1. 21. M. Hofbauer (J. Krähenbühl) 3:1. 23. J. Krähenbühl (P. Mendelin) 4:1. 24. S. Laubscher (T. Känzig) 5:1. 38. T. Kropf (Penalty) 5:2. 42. N. Bischofberger (M. Hofbauer) 6:2. 53. L. Moser (L) (P. Affolter) 7:2. 53. S. Laubscher (T. Känzig) 8:2. 57. S. Laubscher (P. Mendelin) 9:2. 57. P. Mendelin (N. Bischofberger) 10:2. 58. J. Bürki (S. Laubscher) 11:2.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 5mal 2 Minuten gegen UHC Thun.
Bemerkungen: SVWE mit Reich im Tor, ohne Väänänen, Mutter, D. Känzig, Sesulka, Schlüchter (alle angeschlagen), Rentsch (verletzt),