01.
2012
Muss Uster die Playoffs abschreiben
Der UHC Uster verlor gegen Grünenmatt 2:8. Nach der neunten Niederlage in Serie sind die Playoffs realistischerweise wohl nicht mehr zu erreichen.
Die Partie gegen Grünenmatt war für den UHC Uster so etwas wie die letzte Chance, um die Playoff-Ränge doch noch zu erreichen. Doch das Team um Trainer Michael Reimann war nicht in der Lage, gegen den direkten Konkurrenten am Strich die nun neun Niederlagen anhaltende Negativ-Serie zu beenden und verlor klar 2:8. „Schade war, dass wir im ersten Drittel unsere Chancen nicht genutzt haben", sagte Usters Coach Reimann, „da hatten wir mehr Abschlüsse und die gefährlicheren Chancen." Er sah einigen Fortschritt und mehr Stabilität in seinem Team als auch schon. Weil auch Usters anderer direkte Konkurrent Rychenberg Winterthur gewann, ist das Erreichen der Playoffs drei Runden vor Ende der Qualifikation nicht mehr sehr realistisch. Das sah auch Reimann ein. „Vielleicht nimmt das uns ja etwas den Druck. Wichtig ist, dass wir wieder Spiele gewinnen, auch im Hinblick auf allfällige Playouts", sagte er.
Usters Chancen im Startdrittel
Uster stieg denkbar schlecht in die Partie. Mit dem ersten Abschluss gingen die Gäste in Führung. Darauf hatten die Ustermer ihre beste Phase. Sie spielten sich mehrere gute Torchancen heraus. Korteniity vergab die beste alleine vor Gäste-Goalie Haab, nachdem Suter einem Gegner den Ball abgeluchst hatte. Auch Vizzini kam backhand frei stehend zum Abschluss. Doch auch der zweite Treffer der Partie gelang den Gästen. Nach einem haarsträubenden Fehlpass des in Abwesenheit von Häkkinen einzigen Finnen Korteniity schloss Sollberger einen Konter der Gäste gekonnt zum 0:2 ab. Hoffnung brachte Schaufelbergers Anschlusstor zum 1:2. Von Bolliger tief angespielt hob er den Ball backhand elegant an Haab vorbei ins Tor. Doch Grünenmatt erlangte die Kontrolle über wieder und stellte bis zur ersten Pause die Zweitoreführung wieder her.
Den zweiten Abschnitt dominierte Grünenmatt, das gleich mit fünf ausländischen Spielern antrat. Den Ustermern gelang es phasenweise nicht, in die Zone des Gegners zu gelangen. Grünenmatt dagegen spielte mit dem Vorsprung im Rücken abgeklärt und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Zwei Tore von Jens Frejd sowie ein Treffer von Tomas Chrapek in Überzahl brachten die Gäste 6:2 in Front. Dazwischen hatte Honold mit einem Weitschuss aus dem Nichts heraus die Lücke gefunden. Es sollte das letzte Ustermer Tor an diesem Abend bleiben - wie schon der erste Treffer war ein Verteidiger der Torschütze. Noch vor der Sirene markierte Bärtschi das 7:2 für Grünenmatt.
Im letzten Abschnitt erhöhte Grünenmatt das Skore noch zum Endstand von 8:2. Uster liess zwei Strafen gegen den Gegner ungenutzt verstreichen, die Gäste vergaben ihrerseits kurz vor Schluss mit einem Penalty und einer 3-0-Situation die Möglichkeit auf einen noch höheren Sieg.
UHC Uster - UHC Grünenmatt 2:8 (1:3, 1:4, 0:1)
Buchholz. -203 Zuschauer. - SR Baumgartner/Kläsi.
Tore: 1. Liechti (Frejd) 0:1. 12. Sollberger 0:2. 15. Schaufelberger (Bolliger) 1:2. 19. Flühmann (Beer) 1:3. 24. Frejd (Liechti) 1:4. 30. Chrapek (Sebek) 1:5. 33. Honold (Zeder) 2:5. 34. Frejd (Flühmann) 2:6. 36. Bärtschi (Sebek) 2:7. 46. Sebek (Sollberger) 2:8.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Uster, 1mal 2 Minuten plus 1mal 5 Minuten (Frejd) gegen Grünenmatt.
Uster: Muster; Delay, Korteniity; Mahler, Honold; Widler, Schaufelberger; Fischer, Aellig, Suter; Hürlimann, Werner, Bolliger; Vizzini, Zeder, Berweger.
Grünenmatt: Haab; Chrapek, Held; Eskelinen, Vladar; Hänggi, Mühlemann; Sebek, Sollberger, Bärtschi; Frejd, Liechti, Flühmann; Lüthi, Rindlisbacher.