12.
10.
2011
NLA Männer | Autor: HC Rychenberg Winterthur

Rychenberg erfüllt seine Pflicht

Auch in seinem dritten Heimspiel geht der HC Rychenberg als Sieger vom Feld. Eine mässige Leistung reicht zu einem 7:5 im Derby gegen die Kloten-Bülach Jets.

Nach zuletzt zwei Auswärtsniederlagen in Chur und Zürich ist der HC Rychenberg vor heimischem Publikum auf die Siegerstrasse zurückgekehrt. Gegen den Kantonsrivalen Kloten-Bülach Jets setzte sich die Truppe von Daniel Costa knapp, aber verdientermassen mit 7:5 durch. Mit nunmehr neun Punkten aus sechs Spielen liegt Rychenberg neu vor Grünenmatt-Sumiswald auf dem siebten Platz der noch unübersichtlichen Tabelle.

Mit dem Sieg erfüllte Rychenberg quasi seine Pflicht, sich gegen unmittelbare Konkurrenten im Kampf um die Playoffs durchzusetzen. Viel mehr als den angestrebten Sieg gab es in Oberseen indes nicht zu beklatschen. Die Partie bewegte sich vom Anfang bis zum Ende auf bescheidenem Niveau. Zusammenhängende Aktionen und kreative Einfälle waren auf beiden Seiten eine Seltenheit. Beide Mannschaften schienen in ihrem ersten Wochentagsspiel der Saison grosse Mühe zu bekunden, sich vom Alltag zu lösen. Einem stimmigen Auftritt ebenfalls abträglich gewesen war, dass das Selbstvertrauen wegen zuletzt erlittenen Niederlagen beiderseits angekratzt war.

Den weitaus besseren Start erwischten die Gäste. Ihr aufsässiges Pressing provozierte bei Rychenberg besonders in den ersten zehn Minuten zahlreiche Ballverluste in der Vorwärtsbewegung. Dass daraus lediglich ein Tor resultierte, lag an Klotens mangelhafter Treffsicherheit auf der einen und an Rychenbergs gewohnt starkem Nationaltorhüter Pascal Meier auf der anderen Seite. Ihn nahm Trainer Costa denn auch von jeglicher Kritik aus: «Mit unserem Goalie bin ich wie immer sehr zufrieden. Er zeigt wichtige Paraden, strahlt Ruhe aus und entschärfte heute auch noch einen Penalty.»

Ebenso wichtig war, dass Vojtech Skalík Klotens Führungstor 23 Sekunden später egalisieren konnte. Rychenberg fand danach den Tritt und war von da an über weite Strecken das etwas bessere Team. Seine lichtesten Momente folgten auf das 1:1. Mikko Hautaniemi und Tobias Kast trafen volley zum zwischenzeitlichen 3:1 und mit weniger Verspieltheit hätte es nach zwanzig Minuten genauso 5:1 heissen können. Mit seinem Anschlusstor in Überzahl hielt Klotens Stephan Baltisberger sein Team jedoch im Spiel.
Kurz nach Wiederanpfiff und Treffern von Skalík und Felix Buff schien trotzdem eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Doch statt die Dreitoreführung abgeklärt zu verwalten oder auszubauen, liess Rychenberg wieder nach und sich die Butter in der Schlussphase beinahe noch vom Brot nehmen. In der 57. Minute kamen die Gäste auf 5:6 heran. Eine reelle Ausgleichschance besassen sie in der Folge freilich nicht. Hautaniemis drittes Tor beendete wenige Sekunden vor Schluss alle Spekulationen.

Trotz höchst bescheidener Leistung seiner Mannschaft vermochte HCR-Trainer Costa dem ersten Wochentagsspiel seiner Trainerkarriere Positives abzugewinnen. Neben den drei wichtigen Punkten und Meiers Leistung stimmte ihn zufrieden, «dass wir erstmals in dieser Saison mit einer dritten Linie antreten konnten und dass diese ihre Aufgabe gut löste.» Weniger begeistert war er, dass es wieder fünf Gegentore absetzte: «Andern als in Chur brachten wir diesmal die gegnerischen Konter unter Kontrolle, doch wir kassieren weiterhin zu viele Strafen.» Fünf waren es dieses Mal, was Kloten zu drei seiner fünf Treffer nutzte. Nur bedingt als Vorwand darf gelten, dass auch die Unparteiischen unter dem Wochentagstermin «litten» und Körperchargen egal welcher Intensität nur in wenigen Ausnahmefällen tolerierten. Dem Publikum enthielten sie so das Salz in der Suppe vor und Rychenbergs physisch starken finnischen Nationalspieler Mikael Lax brachten sie zur schieren Verzweiflung.

Eines ist auf jeden Fall klar: Eine ähnlich bescheidene Leistung wie gegen Kloten wird am Samstag nie und nimmer für Punkte reichen. Die Unihockey Tigers Langnau gelten als einer der gefährlichsten Herausforderer von Titelverteidiger Wiler-Ersigen und sind für ihre grosse Feuerkraft gefürchtet. 51 Tore in fünf Spielen sind ein klares Indiz für ihre Abschlussstärke. Es gilt daher, die Angriffe schon in ihrer Entstehung zu unterbinden. Davon hängt wesentlich ab, ob Rychenberg seine ersten Auswärtspunkte holen kann oder nicht.


HC Rychenberg Winterthur - Kloten-Bülach Jets 7:5 (3:2, 3:2, 1:1)
Oberseen Winterthur - 190 Zuschauer. - SR Güpfert/Ziegler.
Tore: 9. (8:44) Steffen (Jaunin) 0:1. 10. (9:07) Skalík (Hautaniemi) 1:1. 18. Hautaniemi (Kinnunen) 2:1. 18. Kast (Buff; Strafe gegen Kloten angezeigt) 3:1. 20. Baltisberger (Tilhe; Ausschluss Gassmann) 3:2. 22. Skalík (Kinnunen; Ausschluss Baltisberger) 4:2. 23. Buff 5:2. 27. Jaunin (Baltisberger) 5:3. 28. Hautaniemi (Skalík) 6:3. 32. Luraschi (Adank; Ausschluss Lax) 6:4. 57. Jaunin (Ausschluss Lax) 6:5. 60. (59:46) Hautaniemi (Kinnunen; ins leere Tor) 7:5.
Strafen: 5mal2 Minuten gegen Rychenberg Winterthur, 2mal 2 Minuten gegen Kloten Bülach Jets.
Rychenberg Winterthur: Pascal Meier; Pulfer, Lax; Kast, Huber; Studer, Näf; Kinnunen, Hautaniemi, Skalík; Dolski, Buff, Gassmann; Hartmann, Schaub, Weder (13. Lüthi).
Kloten: Parli; Tilhe, Adank; Brandenberger, Dominik Dürst; Vollenweider, Boggia; Jaunin, Steffen, Baltisberger; Heller, Ladner, Luraschi; Daniel Dürst, Zolliker, Schwarz.
Bemerkungen: Rychenberg ohne Mario Meier (verletzt), Grunder (krank), Kradolfer und Meister (beide Ersatz). Rychenberg bis zur 10. Minute mit zwei, danach teilweise mit drei Linien. Kloten bis zur 40. Minute mit drei, anschliessend mit zwei Linien. 6. Pfostenschuss Lax. 13. Weder verletzt ausgeschieden. 34. Pfostenschuss Steffen. 50. Meier pariert Penalty Jaunins. 58:54 Timeout Kloten. Kloten von 59:02 bis zum Schlusspfiff mit einem zusätzlichen Feldspieler anstelle des Torhüters. - Meier und Jaunin als beste Spieler ihrer Mannschaft ausgezeichnet.

 

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2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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