11.
2016
SVWE gewinnt Derby
Zum zweiten Mal innerhalb von einer Woche feiert der SVWE einen klaren Derbysieg. Dank dem 8:3-Erfolg vor 650 Zuschauern in Kirchberg über Köniz verteidigt Wiler nicht nur die Leaderposition, sondern holt sich auch eine Motivationsspritze für das heutige Cup-Viertelfinalspiel gegen Rychenberg (Spielbeginn 18.00 in der Grossmatt).
Auch wenn am Ende das Resultat eine deutliche Sprache spricht, so leicht kam die Berger-Truppe diesmal nicht zum Derbysieg wie vor Wochenfrist beim 11:4 über die Tigers. Im Gegenteil: Die Partie gegen Köniz, das nach mühsamen Saisonstart das Feld zuletzt mit drei Siegen in Folge von hinten aufzurollen begann, war bis in Schlussdrittel umstritten. Die Entscheidung fiel unmittelbar nach dem dritten Powerplay für die Gäste, welches ungenützt blieb. Innerhalb von nur 30 Sekunden kombinierte sich das Duo Marco Louis/Matthias Hofbauer zum 5:3 und 6:3 und sicherte dem Heimteam den 11. Sieg im zwölften Spiel.
Wilers Ballbesitz - Könizer Sicherheitsdenken
Das Derby kam nur langsam in Gang. Wiler zog zwar rasch auf 2:0 davon, doch wirkte lange nicht so kombinationsfreudig und fokussiert wie im letzten Derby gegen Langnau. Köniz konnte denn auch noch vor Drittelsende ausgleichen, profitierte dabei von zwei Unkonzentriertheiten bei den Gastgebern. Generell war das Spiel der Gäste auf Sicherheit bedacht. Meist wurde die Mittelzone mit weiten Zuspielen auf die vorne lauernden Maurer und Ledergerber überbrückt. So lief man zwar nicht in Gefahr Konter einzufangen, doch weil die SVWE-Abwehr aufmerksam war, bedeutete dies auch zahlreiche Ballverluste für die Gäste. Die Berger-Truppe hatte dadurch klar mehr Ballbesitz, war aber nicht so kreativ wie zuletzt und so gab es in der ersten Spielhälfte verhältnismässig wenige Torchancen. Zudem strahlten beide Goalies Sicherheit aus, und vor allem Wolf liess sich weder von Maurer noch Antener bezwingen. Die beiden Könizer Topskorer konnten je zweimal alleine gegen den Natigoalie ziehen, wurden aber vom SVWE-Schlussmann gestoppt.
Bezwungen wurde Wolf schliesslich nur noch einmal, als Frejd im ersten Gäste-Powerplay einen seiner Zorro-Moves zum Besten gab. Die Gäste lagen erstmals in Führung, und das in ihrer besten Phase des Spiels nicht einmal unverdient (27.). Doch der unermüdliche Kämpfer Fankhauser „arbeitete" den Ausgleich in seiner ihm eigenen Art quasi aus dem Nichts heraus. Und als dann Rentsch mit einem technischen Finte einen Penalty provozierte, verwertete Väänänen souverän zur neuerlichen SVWE-Führung, welche nur noch im eingangs erwähnten Powerplay zu Beginn des letzten Drittels in Gefahr geriet. Danach machte der SVWE alles klar und legte ein sattes 4:0 im Schlussdrittel hin. Dabei zeigte sich auch, weshalb der Gäste lange auf Sicherheit gespielt hatten. Als die Könizer nämlich nach dem 3:5 offensiver agierten, wurden sie vom Heimteam Mal für Mal überspielt.
Ein heisser Cup-Tanz steht bevor - wie eine Mini-WM
Was für ein Viertelfinale im Schweizer Cup heute Sonntag, treffen doch zwei der mit Malans drei aktuellen Topteams der Liga aufeinander. Dabei wird der SVWE top motiviert sein, sich für die Niederlage in der Verlängerung Anfang Oktober in Zuchwil zu revanchieren. Das Spiel bildet den Abschluss vor der WM-Pause und WM-Stimmung könnte durchaus aufkommen, wenn man sieht, das beim HCR zwei Schweden, drei Finnen und ein Tscheche spielen, dazu kommen noch die beiden finnischen und tschechischen „Söldner" beim SVWE.
SV Wiler-Ersigen - Floorball Köniz 8:3 (2:2, 2:1, 4:0)
Sportanlage Grossmatt, Kirchberg BE. 646 Zuschauer. SR Fässler/Schläpfer.
Tore: 5. D. Känzig (Rentsch) 1:0. 13. Sebek (Zimmermann) 2:0. 14. Hutzli (Maurer) 2:1. 15. Saner (Ruh) 2:2. 27. Frejd (Antener) 2:3. 36. Fankhauser (Sesulka) 3:3. 39. Väänänen (Penalty) 4:3. 47. M. Hofbauer (Louis) 5:3. 48. Louis (M. Hofbauer) 6:3. 51. Lastikka (Sebek) 7:3. 58. Zimmermann (Väänänen) 8:3.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. keine Strafen gegen Köniz.