24.
10.
2015
NLA Männer | Autor: SV Wiler-Ersigen

SVWE zeigt HCR den Meister

Rohrkrepierer war nur ein Spätzünder: Der SV Wiler-Ersigen gewinnt nach 0:3-Rückstand mit 15:7 gegen Leader Rychenberg Winterthur.

SVWE zeigt HCR den Meister Hattrick nach 26 Minuten: Jami Manninen schiesst Wiler zurück in die Spur (Bild Rafi Studer/unihockey-fotos.ch)

Nach Siegen über die Titelaspiranten GC und Malans reiste Rychenberg als Leader und mit breiter Brust nach Zuchwil. Und tatsächlich schien der HCR seinen Höhenflug fortzusetzen. Die Uhr zeigte erst 12 Minuten an und schon führten die Gäste gegen den Meister mit 3:0! Ein Hocheckschuss von Kunstschütze Hautaniemi, ein herrlich ausgespielter Konter und ein Powerplay-Tor sorgten für ungläubiges Kopfschütteln bei den Wiler-Fans. Niemand hätte zu diesem Zeitpunkt wohl darauf spekuliert, dass diese Partie noch eine ganz andere Wendung nehme würde. Dass aus diesem vermeintlichen Rohrkrepierer noch ein Spätzünder werden würde.

Zwar reagierte der SVWE nach dem Rückstand, schüttelte die Passivität ab, doch so richtig mit Energie und Entschlossenheit trat das Team nicht auf, noch nicht. Manninen sorgte mit zwei seiner berüchtigten Abschlüssen immerhin dafür, dass man nach dem Startdrittel bei einem 2:4-Rückstand noch in Schlagdistanz mit dem Gegner blieb.

Was dann folgte, war eine 40-minütige Demonstration. Wie verwandelt kam der Meister aus der Kabine, schnürte den HCR richtig gehen ein und kreierte Chancen im Minuten-Takt. Diese wurden erst noch vergeben, doch als Väänänen mit dem „Buebetrickli" zum 3:4 traf (25.) brachen alle Dämme. Rychenberg brach förmlich ein und hatte dem Powerspiel des SVWE nichts mehr entgegenzusetzen. Ein Powerplaytor und ein rasch ausgeführter Freistoss waren das einzige Zählbare, das die Gäste noch zustande brachten und so waren sie mit einem 6:8-Rückstand nach 40 Minuten noch gut bedient.

Die beiden Tore von Captain Fankhauser kurz vor und kurz nach der zweiten Drittelspause entschieden letztlich die Partie. Der Widerstand des HCR war gebrochen, selbst der Goaliewechsel verpuffte wirkungslos und der Meister zelebrierte nun Unihockey mit zahlreichen direkten Pass-Stafetten, an deren Ende meisten der erfolgreiche Torschuss stand. Mit einem 10:0 im Cup gegen Thun und einem 15:7 gegen den Leader hat sich der SVWE eindrücklich in die Natipause verabschiedet und sorgt gleichzeitig für den Zusammenschluss an der Tabellenspitze.


SV Wiler-Ersigen - HC Rychenberg Winterthur 15:7 (2:4, 6:2, 7:1)
Sportzentrum Zuchwil. - 448 Zuschauer. - SR Baumgartner/Kläsi.
Tore: 2. Hautaniemi (Schaub) 0:1. 4. Buff (Conrad) 0:2. 12. Kern (Conrad) 0:3. 13. Manninen (Känzig) 1:3. 17. Manninen (Wittwer) 2:3. 19. Buff (Holtz) 2:4. 25. Väänänen (Hofbauer) 3:4. 26. Manninen (Wittwer) 4:4. 29. Känzig (Manninen) 5:4. 30. Gutknecht (Koskelainen) 5:5. 33. Hofbauer (Meister) 6:5. 34. Bischofberger (Mendelin) 7:5. 38. Grunder (Conrad) 7:6. 40. Fankhauser (Väänänen) 8:6. 41. Fankhauser (Meister) 9:6. 47. Louis (Hirschi) 10:6. 48. Meister (Fankhauser) 11:6. 49. Schwerzmann (Grunder) 11:7. 50. Meister (Väänänen) 12:7. 51. Väänänen (Penalty)13:7. 51. Mendelin (Bischofberger) 14:7. 58. Rentsch (Sebek) 15:7.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 2mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur.
Bemerkungen: Wiler-Ersigen ohne Wolf, Stettler, D. Känzig (alle verletzt). Erstes NLA-Tor für Junior Marco Rentsch.

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