01.
2012
Uninspirierter Zuger Mittwoch
Im zweiten Spiel innerhalb von drei Tagen gegen die Jets aus Kloten verschläft die United das erste Drittel komplett, und kann die Hypothek in der Folge nicht mehr wettmachen.
Der Zuger Einstieg in die Partie war wie fast immer in der letzten Zeit und damit vor allem eines: schlecht. Noch waren noch keine dreissig Sekunden auf der Anzeigetafel verstrichen, als es noch im ersten Einsatz zum ersten Mal hinter dem Schlussmann einschlug. Der frühe Treffer verlieh den Fliegern sichtlich Aufwind und darum waren die ersten Minuten konsequenterweise Ein-Weg-Unihockey. Erst nach dem zweiten Zürcher Treffer flachte die Einseitigkeit etwas ab und Schritt für Schritt brachte sich das Heimteam zurück ins Spiel. Endlich sahen die etwas über hundert Zuschauer erste Abschlüsse ihrer Spieler, am Resultat konnten diese aber vorerst nichts ändern. In der Offensive führte weiterhin Kloten die feinere Klinge und münzte seine Chancen schlussendlich in der 17. Minute in das 0:3 um. Zwar erzielte Keltanen nur eine gute Minute später im Powerplay den ersten Anschlusstreffer, dessen Effekt verpuffte aber angesichts eines weiteren Gegentores noch vor der ersten Sirene zum 1:4 Pausenstand.
Reaktion zu spät
Der Mittelabschnitt brachte nur eine begrenzte Verbesserung in der Zuger Spielqualität, die Blau-Weissen hatten weiterhin Mühe mit der Spielgestaltung. Die Bälle gingen vor allem in der Vorwärtsbewegung zu schnell verloren, selten sah das Coaching-Team den Ball sicher durch seine eigenen Reihen zirkulieren. In unspektakulären zwanzig Minuten konnten sich die Gäste weiterhin ein Übergewicht, vor allem an gefährlichen Abschlüssen, notieren lassen. Der United gelang zur Spielmitte wiederum durch die Nummer acht, Keltanen, der zweite Treffer des Abends, musste aber wiederum vor dem Garderobengang zwei nicht unbedingt nötige Tore zum 2:6 schlucken. Auf zwei Linien fokussiert suchten die Kolinstädter im finalen Abschnitt das Ruder noch herumzureissen. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten schaltete vor allem der Ägerer-Sturm um Assitenzcapitan Poletti zwei Gänge höher. Dieser war dann auch höchstpersönlich nach 50 Minuten mit einem abgefälschten Schuss für das 3:6 und einen neuen Hoffnungsschimmer besorgt. Nicht einmal eine Minute später fand dann auch ein Schuss aus der Verteidigung den Weg durch sämtliche Beine und Schläger den Weg ins Klotener Tor. Danach jedoch rann der United die Zeit mehr und mehr durch die Finger, trotz aktivem Pressing und dem Ersetzen des Torhüters durch einen sechsten Mann blieb der gegnerische Kasten versiegelt.
Auge um Auge
Die 4:6 Niederlage in der heimischen Stadthalle schmerzte Daniel Meier vor allem wegen der gebotenen Leistung: „Das Resultat hätte heute höher ausfallen können, wir waren zu Spielbeginn nicht auf der Höhe. Solche Konzentrationsschwächen verzeiht das Oberhaus nicht." Damit ging eine der Play-Out-Hauptproben mächtig in die Hosen, viel Zeit zum Wunden lecken bleibt am Zugersee deswegen nicht. Bereits am Samstag steht die Fahrt ins Forum Sumiswald zum Spiel gegen den UHC Grünenmatt auf dem Programm.
Zug United : Kloten-Bülach Jets 4:6 (1;4, 1:2, 2:0)
Stadthalle - 120 Zuschauer - SR: Baumgartner/Kläsi
Tore: 1. Thierstein (Künzli) 0:1. 5. Zolliker (Künzli) 0:2. 17. Auer (Heller) 0:3. 18. Keltanen (Poletti) 1:3. 19. Andris Ladner (Auer) 1:4. 30. Keltanen (Manninen) 2:4. 36. Fischer (Auer) 2:5. 40. Luraschi (Dominik Dürst) 2:6. 50. Poletti (Sidler) 3:6. 51. Sidler (Poletti) 4:6.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Zug United. 2mal 2 Minuten gegen Kloten-Bülach Jets.
Zug United: Keltanen, L.Strebel, Trinkler, Kari, Maag, Manninen, Schelbert, Eberle, Rosenberg, Sidler, Schuler, Poletti, Maag, Meier, Grüter, Arnold, Oderbolz, Blöchliger, Wyttenbach, Pätynen
Kloten-Bülach Jets: Bangerter, Tilhe, Auer, Fischer, Baltisberger, Heller, Luraschi, Bühler, Steffen, Dürst, Vollenweider, Thierstein, Künzli, Boggia, Parli, Jaunin, Zolliker, Schwarz, Ladner
Bemerkungen: Zug ohne Müller, B.Strebel (verletzt) Suter (Studium)