04.
12.
2017
NLA Männer | Autor: UHC Uster

Uster vor dem Ziel abgefangen

Der UHC Uster verliert gegen Zug United mit 6:8 und damit zieht auch im zweiten Duell gegen die Zentralschweizer den Kürzeren. Dabei gaben die spielbestimmenden Gastgeber eine bereits sicher geglaubte 6:3-Führung leichtfertig aus der Hand.

Uster vor dem Ziel abgefangen Manuel Hummer gab mit Uster unnötige Punkte an Zug ab. (Bild: Michael Peter/Archiv)

Ligatopskorer und Tormonster Billy Nilsson fand 50 Minuten lang nicht statt - umso mehr aber in den Schlussminuten. Mit seinem zweiten richtigen Torschuss an diesem Abend erzielte er den 6:5-Anschlusstreffer, der den Beginn vom Ustermer Untergang markieren sollte. Nur drei Zeigerumdrehungen später legte er Sturmpartner Thunvall das 6:6 mit einem genialen Pass aus der Drehung pfannenfertig auf. Das Heimteam war vom plötzlichen Zuger Erwachen sichtlich überrascht - wusste den Ausgleich aber schnell wegzustecken. Doch Nilssons Namensveter Petter im Tor der Gäste drehte im für Uster ungünstigsten Moment auf: Mit ausgezeichneten Reflexen verhinderte der spätere Bestplayer die erneute Führung gegen Schubiger, Hummer und Juhola. Auf der Gegenseite machte es Fiechter besser: Sein platzierter Direktschuss nach einem schnellen Zuger Gegenstoss machte die nicht mehr für möglich gehaltene Wende perfekt.

50 überzeugende Minuten reichten nicht
Dabei hatte es wenig zuvor noch so gut ausgesehen. Schubiger baute die Ustermer 4:3-Führung aus den ersten 40 Minuten mit einer Tor-Doublette innert zwölf Sekunden auf drei Längen aus. Da fiel auch der postwendende Zentralschweizer Anschlusstreffer weitere 13 Sekunden später nicht besonders ins Gewicht - vor allem, da die Zürcher Oberländer kurz darauf in Überzahl spielen durften. Doch anders als noch im ersten Drittel zirkulierte der Ball nicht mehr gut in den Reihen der Ustermer und so verstrich die Chance ungenutzt. Damit müssen sich Gastgeber einmal mehr den Vorwurf gefallen lassen, den Gegner wieder aufgebaut zu haben.

Dass es überhaupt so weit kam, lag auch an der bisweilen mangelhaften Chancenauswertung. Denn bis auf die letzten zehn - letztlich entscheidenden - Minuten waren die Zürcher Oberländer die klar spielbestimmende Mannschaft. Gegen das destruktiv tief stehende Zuger Abwehrbollwerk überzeugten die Gastgeber mit der nötigen Geduld im Aufbau. Fand sich eine Lücke, so wurden die Angriffe schnörkellos vorgetragen. Dementsprechend verzeichnete Uster deutlich mehr Abschlüsse, wusste daraus aber zu wenig Ertrag zu schlagen. Zug dagegen beschränkte sich aufs Kontern, tat das aber durchaus mit Erfolg. Die sich bietenden Chancen nützten etwa Laely, Poletti und Fiechter mit einer bemerkenswerten Kaltschnäuzigkeit.

So brachten sich die Zürcher Oberländer einmal mehr selbst um den verdienten Lohn und müssen den direkten Konkurrenten um die Playoffplätze auf sechs Punkte davonziehen lassen.


 


UHC Uster - Zug United 6:8 (1:1; 3:2; 2:5)
Buchholz, Uster. - 266 Zuschauer. - SR: Hürzeler/Peter. - Tore: 3. Laely (Flütsch) 0:1, 8. Berweger (Bolliger; Ausschluss Koutny) 1:1, 27. Poletti (Suter) 1:2, 29. (28:19) Henriksson (Hummer) 2:2, 29. (28:48) Berweger (Ledergerber) 3:2, 33. Fiechter 3:3, 40. (19:18) Hummer (Juhola) 4:3. 46. Schubiger (Juhola) 5:3. 47. (46:05) Schubiger (Juhola) 6:3. 47. (46:18) Koutny (Furger) 6:4. 51. B. Nilsson (Koutny) 6:5. 54. Thunvall (B. Nilsson) 6:6. 58. Fiechter (M. Grüter) 6:7. 59. B. Nilsson (Laely) 6:8.
Strafen: keine Strafen gegen Uster, 2x2 Minuten gegen Zug.
Uster: Tschopp; Henriksson, Klauenbösch; Ledergerber, Aellig; Bolliger, Steiger; Schubiger, Juhola, Hummer; Nideröst, Berweger, Suter; Komárek, Kellermüller, Urner; Holenstein, Heierli, Scherrer.
Bemerkungen: 39. Lattenschuss Berweger, 58. Timeout Uster, Nideröst (Uster) und P. Nilsson (Zug) als beste Spieler ausgezeichnet. Uster ohne Büsser (Ausland).

 

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