22.
03.
2015
NLA Männer | Autor: UHC Uster

Usters Leiden geht weiter

Der UHC Uster wird seinen NLA-Platz in den kommenden Wochen gegen einen NLB-Vertreter verteidigen müssen. Am Samstagabend liess Uster im heimischen Buchholz die in allen Belangen überlegenen Kloten-Bülach Jets den entscheidenden vierten Sieg (6:4) in der Playout-Serie einfahren.

Usters Leiden geht weiter Erleichterung: Die Jets-Family feiert den Ligaerhalt in Uster (Bild Kloten-Bülach Jets)

Das Schlussresultat von 4:6 vermittelt ein falsches Bild über die effektiven Kräfteverhältnisse in diesem sechsten Spiel der Playoutserie zwischen den Zürcher Ober- und Unterländern. Das bis ins letzte Drittel bestehende Zwischenergebnis von 1:6 trifft es da schon eher. Der UHC Uster hatte während des gesamten Spiels nie eine reelle Chance, die Serie gegen die Jets auszugleichen und die angestrebte Belle in Kloten zu erzwingen.

Das Fazit des Spiels ist schnell gezogen: Kloten-Bülach war an diesem Abend in jeder Beziehung besser als die Ustermer, in der Defensive wie in der Offensive. Eins ums andere Mal fanden die Gäste mit schnellen, präzisen, genau getimten Pässen vor dem Zürcher Oberländer Tor den freistehenden Mann, der dann jeweils mit einer satten Direktabnahme Panik beim Heimteam heraufbeschwor - wenn er denn nicht gleich reüssierte. Die Ustermer ihrerseits hatten allergrösste Mühe, überhaupt gefährliche Situationen vor Kloten-Goalie Niculin Parli zu kreieren. Bei den wenigen wirklichen Chancen visierten die Spieler mit schöner Regelmässigkeit Parli an oder setzten den Ball neben oder übers Tor.

Auf das erste Gegentor durch den Klotener Hans Sturzenegger nach einem Ballverlust von Aki Hietanen direkt vor dem eigenen Tor hatten die Ustermer nur 52 Sekunden später mit dem Ausgleichstreffer von Captain Thomas Aellig noch eine Antwort parat. Bis Drittelsende sorgten aber Fabian Zolliker und Daniel Dürst für die 3:1-Führung der Gäste, wobei im letzteren Fall Assistgeber Sturzenegger zuvor den mit bedeutend weniger Kampfgewicht ausgestatteten Jan Wittausch etwas gar unsanft aus dem Weg geräumt hatte. Im Mitteldrittel führten wiederum Daniel Dürst sowie Topscorer Yannick Jaunin mit zwei Treffern innerhalb von anderthalb Minuten die Vorentscheidung herbei, während Anjo Urner mit einem Pfostenschuss sowie Florian Nideröst, Simon Suter und Florian Bolliger mit vergebenen Grosschancen Beispiele der Ustermer Ineffizienz ablieferten.

Mit dem sechsten Klotener Treffer zu Beginn des Schlussdrittels durch Sturzenegger, der einen Konter nach einer weiteren nicht genutzten Chance von Nideröst erfolgreich abschloss, war auch dem letzten Fan der Zürcher Oberländer auf der Tribüne klar, dass er in dieser Saison noch in den „Genuss" weiterer Heimspiele kommen wird. Dass die Ustermer bis Spielende durch Bolliger, Nideröst und Büsser doch noch drei Mal einnetzen konnten, vermochte die souverän auftretenden Jets nicht mehr aus der Ruhe zu bringen, insbesondere weil die Tore drei und vier erst in den letzten beiden Spielminuten zustande kamen.

„Keine Ahnung", lautete die Antwort von Uster-Trainer Philippe Soutter auf die Frage, wie sein Team in diesem kapitalen Spiel derart chancenlos bleiben konnte. Bleibt zu hoffen, dass die Analyse bis zum ersten Vergleich in der Auf-Abstiegsrunde Mitte dieser Woche einige Antworten liefern wird. Der Druck auf die Ustermer wird auf jeden Fall nicht kleiner. Gegen den NLB-Vertreter geht es nun definitiv um den weiteren Verbleib in der NLA - Grundvoraussetzung für die grossen Pläne, die der Verein für die Zukunft hegt. „Für uns könnte ein Vorteil sein, dass es gleich ohne Pause weitergeht, weil wir uns den NLA-Rhythmus gewohnt sind", so Soutter, der sich auch schon ein Bild des Konkurrenten gemacht hat. „Ich weiss, was auf uns zukommt. Das wird eine harte Angelegenheit. Solche Spiele wie heute dürfen wir uns nicht mehr erlauben."

Gegen wen der UHC Uster um den Ligaerhalt kämpfen wird, entscheidet sich im Spiel von heute Sonntagabend zwischen Zug United und den Iron Marmots Davos-Klosters (Spielbeginn um 18.00 Uhr). Entweder wird Zug oder Unihockey Mittelland der Gegner sein; beides den Zürcher Oberländer noch bestens bekannte ehemalige Teams aus den drei vorangegangenen Saisons. In bester Erinnerung ist noch der 4:3-Playout-Sieg der Ustermer nach einem 0:3-Rückstand in der Serie gegen die Zuger aus der Saison 2011/2012.


UHC Uster - Kloten-Bülach Jets 4:6 (1:3, 0:2, 3:1)
Buchholz. - 431 Zuschauer. - SR: Wehinger/Zurbuchen.
Tore: 6. (5:52) Sturzenegger 0:1. 7. (6:44) Aellig (Suter) 1:1. 14. Zolliker (Hottinger) 1:2. 19. D. Dürst (Sturzenegger) 1:3. 33. D. Dürst (Koskela) 1:4. 35. Jaunin (Heller) 1:5. 43. (42:24) Sturzenegger (Vapaniemi) 1:6. 43. (42:42) Bolliger (Urner) 2:6. 59. Nideröst (Klauenbösch) 3:6. 60. (59:50) Büsser (Bolliger) 4:6.
Strafen: 1 mal 2 Minuten gegen Uster, keine gegen Kloten-Bülach.
UHC Uster: Tschopp; Hietanen, Wittausch; Baumann, Aellig; Bartenstein, Klauenbösch; Zeder, Hafner, Liikanen; Urner, Suter, Bolliger; Büsser, Gallati, Nideröst; Weber, Gmür, Frischknecht, Schläppi.
Bemerkungen: 36. Pfostenschuss Urner. 51. Timeout Uster. 59. Timeout Kloten-Bülach. Uster von 58:30 bis 58:50 und von 58:54 bis 60:00 ohne Goalie.

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6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
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9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
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11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
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3.Nesslau Sharks+1533.000
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6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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