18.
12.
2017
NLA Männer | Autor: UHC Uster

Usters unvollendete Aufholjagd

Trotz drückender Überlegenheit im letzten Drittel verliert der UHC Uster gegen die Tigers Langnau mit 4:5. Der bereits nach 20 Minuten eingehandelte Dreitore-Rückstand war letztlich eine zu grosse Hypothek.

Usters unvollendete Aufholjagd Marco Klauenbösch verpasst mit Uster gegen die Tigers einen Punktgewinn. (Bild: Damian Keller)

Für einmal startete Uster unter anderen Vorzeichen in die letzten 20 Minuten dieses Spiels: Es galt keinen Vorsprung zu verteidigen, sondern ein vermeidbares 2:5-Defizit auszugleichen. Dass dieses Unterfangen durchaus hätte erfolgreich sein können, zeigte sich schon nach wenigen Minuten. Eine Zürcher Angriffswelle nach der anderen rollte Gäste-Hüter Jürg Siegenthaler zu, der alle Hände voll zu tun bekam. Die zuvor mindestens ebenbürtig aufspielenden Tigers wussten sich nun fast nur noch mit hohen Bällen auf einsame Sturmspitzen zu helfen. Sie blieben so bis auf wenige Ausnahmen, in denen Holenstein zur Stelle war, offensiv zahnlos. Doch einmal mehr machten sich die Zürcher Oberländer sich das Leben selbst schwer, indem sie die sich im Minutentakt bietenden Chancen nicht verwerten konnten. Zwar verkürzte Komárek mit einem von einem Langnauer Verteidiger unglücklich abgelenkten Weitschuss schon früh auf 3:5 (44.). Doch danach dauerte es mehr als zehn Minuten, bis der aufgerückte Steiger im Anschluss an eine clevere Freistossvariante endlich den nächsten Treffer zu erzielen vermochte.

Ein Team, zwei Gesichter
Danach boten sich insbesondere dem für einmal etwas unglücklich agierenden Ustermer Topscorer Manuel Hummer einige Chancen auf den Ausgleich. Doch immer wieder war der hervorragend aufspielende Siegenthaler zur Stelle, so dass das Heimteam trotz einem überzeugenden Schlussdrittel mit leeren Händen vom Platz mussten. Dass es überhaupt nochmals so spannend würde, zeichnete sich in den vierzig Minuten davor nicht ab. Da zeigten die Zürcher Oberländer ein anderes Gesicht. Zwar immer wieder mit guten Ansätzen, stellten sich die Ustermer zu oft selbst ein Bein. Sinnbildlich dafür waren die Gegentreffer zwei und drei. Just nämlich als der UHC Uster nach zähen ersten zehn Minuten Zugriff auf das Spiel erhielt und sich einige vielversprechende Möglichkeiten erspielte, zerstörte der schwedische Nati-Captain Johan Samuelsson mit einem sehenswerten Rush über das halbe Feld das aufkeimende Momentum. Und ein fahrlässiger Ballverlust im Aufbau, der zum dritten Gegentreffer führte, machte den Fehlstart kurz vor Drittelsende komplett. Auch im zweiten Durchgang wiederholte sich das Muster: Erst verkürzten Hummer mit einem feinen Drehschuss und Henriksson in Überzahl auf 2:3, dann fing Samuelsson einen missglückten Auswurf von Holenstein ab und bediente den freistehenden Steiner zum 2:4 für die Emmentaler Gäste. In diesen Situationen zeigte sich, weshalb die Emmentaler momentan Zweiter sind. Dank ihrem Zug aufs Tor und cleveren Entscheidungen wussten sie die Fehler der Ustermer gnadenlos für sich auszunutzen.

Mit dieser Niederlage startet der UHC Uster von Platz zehn aus ins neue Jahr. Der Rückstand auf den Strich beträgt nach wie vor fünf Punkte, wobei das im achten Rang klassierte WaSa heute noch in Köniz gastiert.

UHC Uster - Tigers Langnau 4:5 (0:3; 2:2; 2:0)
Buchholz, Uster. - 236 Zuschauer. - SR: Koch/Hohler.
Tore: 4. Beer (Penalty) 0:1, 15. J. Samuelsson (S. Siegenthaler) 0:2, 19. Steiner (J. Samuelsson) 0:3. 23. Hummer 1:3. 28. Henriksson (Bolliger; Ausschluss Mosimann) 2:3. 29. Steiner (J. Samuelsson) 2:4. 37. Gfeller (Beer) 2:5. 44. Komárek (Urner) 3:5. 57. Steiger (Komárek) 4:5.
Strafen: 2x2 Minuten gegen Uster, 2x2 Minuten gegen Langnau. - Uster: Holenstein; Henriksson, Heierli; Ledergerber, Aellig; Bolliger, Steiger; Klauenbösch, Berweger, Hummer; Nideröst, Juhola, Suter; Komárek, Kellermüller, Urner; Tschopp, Schubiger, Vitale. Bemerkungen: 59. Timeout Uster, Uster danach bei Ballbesitz ohne Torhüter, Komárek (Uster) und J. Siegenthaler (Langnau) als beste Spieler ausgezeichnet. Uster ohne Büsser (Ausland).

 

 

 

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