16.
10.
2017
NLA Männer | Autor: SV Wiler-Ersigen

Wiler nicht makellos

Zum dritten Mal in Serie holt sich das NLA-Team in einer Doppelrunde zwei Siege, muss aber wegen einem überraschenden Punktverlust zu Hause gegen Aufsteiger Zug (9:8 n. Verl) die Tabellenspitze, die sich der Meister am Vortag mit einem 8:5-Erfolg bei Cupsieger GC geholt hatte, wieder abgeben.

Wiler nicht makellos Der SV Wiler-Ersigen holte in der Doppelrunde fünf Punkte. (Bild: SVWE)

Überragender Spieler war wie schon am Champions Cup Youngster Deny Känzig, in beiden Partien ungemein gefährlich und gegen Zug dann auch noch effizient und als vierfacher Torschütze der Mann des Spiels aus SVWE-Sicht.
Zweimal einen Mann des Spiels gab es bei der U18, beim Kantersieg zuhause über Thun Marc-André Vogt mit sechs Toren, tags darauf beim mühsam erkämpften 7:4 über Jona, mit Captain Yannis Wyss als fünffachen Torsschützen. Eine bemerkenswerte Serie liefert, dafür die U-21 ab, zum vierten Mal in Serie gings in Verängerung, zum vierten Mal glückte der Siegtreffer. Beim 4:3 über GC glückte zudem der Ausgleich durch Captain Schenk erst neun Sekunden vor Spielschluss, Püntener skorte dann in der Verlängerung und machte den sechsten Sieg an diesem Doppel-Runde für die Leistungsteams perfekt.

Frühes 4:0 als Trugschluss
Mit dem Elan des Sieges im Spitzenkampf stieg der SVWE ins Heimspiel gegen Zug United. Während beim SVWE vor allem das Kader rotierte (insbesondere Goalie Wolf und Captain Väänänen erhielten eine Pause), kamen die Gäste in der Startphase ins Rotieren. Vom Balltempo des Meisters völlig überfordert, mussten sie eine vermeintliche Lektion kassieren. 3:0 hiess es nach nur sieben Minuten und auch nach dem Zuger Time Out spielte nur Wiler, bis zum 4:0 Krähenbühls (15.). Doch im Unihockey kann es schnell, sehr schnell, gehen. Eine Strafe, ein geschenkter Penalty und eine Unkonzentriertheit später stand es nur noch 4:3. Innerhalb von 66 Sekunden schaffte Zug den Anschluss. Beide Teams wussten nicht wie ihnen geschah. Wohl noch selten hatte ein Resultat den Spielverlauf eines Drittels so falsch wieder gegeben.

Indes hatte diese Spielwendung zur Folge, dass der Meister den Startschwung trotz der Führung verlor, dafür die Gäste Mut schöpften in einem Spiel, in dem sie eigentlich gar nie Land zu sehen schienen. Und Plötzlich wurde es eine ganz andere Partie. Spannend und intensiv, nach dem Gusto des neutralen Zuschauers. Dies auch weil der SVWE das präzise Spiel - ungewollt natürlich - übertrieb und im Mitteldrittel gleich dreimal nur die Torumrandung traf (Hollenstein, Krähenbühl, T. Känzig), die Zuger dafür die Effizienz für sich beanspruchten (drei Tore bei nur einem halben Dutzend Abschlüssen). So führte der Aufsteiger nach dem Mitteldrittel unverhofft mit 6:5 und schien nun nach einer anfänglich möglichen Demütigung nun gar auf dem Weg zu Überraschung.

Individuelle Aussetzer
Doch vom Meister sollte man doch verlangen können, dass er gegen einen Aufsteiger in einem letzten Drittel noch reagieren kann. Doch diese Reaktion fiel zaghaft aus, sowohl von den Spielern wie auch lange von der Bank. Und so profitierten die Zuger weiter von den Geschenken (eines hatte Bischofberger schon im Mitteldrittel offiert) der Gastgeber bei den Toren zum 6:7 (Reich) und 8:8 (Wittwer) und schafften es in die die Verlängerung. Immerhin konnte der sonst blasse Johnsson dem SVWE mit seinem Powerplaytor noch den Zusatzpunkt sichern.
Die Zuger haben ihren Zähler sicherlich nicht gestohlen, zeigten dass sie durchaus Substanz im Team haben, um in der Liga eine gute Rolle zu spielen. Beim SVWE hingegen gilt es trotz positiver Phase mit sechs Siegen in Folge, sich einige Fragen zu stellen. Die grossen Schwankungen innerhalb der Spiele und die krassen individuellen Fehler begleiten die Berger-Truppe nun schon seit Beginn der Saison. Warum diese immer im Kollektiv auftreten, ist ein Rätsel. So tauchte diesmal die erste Linie nach dem Treffer zum 4:0 während 30 Minuten fast vollständig ab. Und defensiv lieferte am Wochenende auch nur die 3. Linie eine makellose Bilanz ab, die beiden anderen Formationen kassieren zuviele Gegentore. Antworten müssen in den kommenden Wochen gefunden werden, sonst wird es mit der Achterbahn weitergehen.


 

SV Wiler-Ersigen - Zug United 9:8 n.V. (4:3, 1:3, 3:2, 1:0)
Sportzentrum Zuchwil. 362 Zuschauer. SR Meister/Rimensberger.
Tore: 2. D. Känzig (N. Bischofberger) 1:0. 8. D. Känzig 2:0. 8. S. Laubscher (P. Affolter) 3:0. 15. J. Krähenbühl (M. Hofbauer) 4:0. 17. A. Hietanen (M. Staub) 4:1. 18. B. Nilsson (Penalty) 4:2. 18. M. Thunvall (T. Suter) 4:3. 25. B. Nilsson 4:4. 30. P. Flütsch (M. Laely) 4:5. 30. T. Grüter (M. Staub) 4:6. 34. D. Känzig (N. Bischofberger) 5:6. 42. D. Känzig (T. Känzig) 6:6. 45. B. Nilsson (A. Menon) 6:7. 46. A. Hollenstein (S. Laubscher) 7:7. 46. M. Hofbauer (J. Krähenbühl) 8:7. 57. M. Thunvall 8:8. 67. D. Johnsson (M. Hofbauer) 9:8.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 1mal 2 Minuten, 1mal 5 Minuten (B. Nilsson) gegen Zug United.
Bemerkungen: SVWE mit Reich im Tor, ohne Väänänen (geschont), Rentsch (rekonvaleszent), Bürki und Alder (U21).

 

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5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
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3.Nesslau Sharks+1533.000
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5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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