25.
09.
2017
NLA Männer | Autor: Zug United

Zug auf Achterbahnfahrt

Sieg nach einem wilden letzten Drittel: Zug United führte 5:2; Uster glich innert 220 Sekunden aus. Dann legten die Zentralschweizer nochmals drei Tore nach - zum ersten Heimsieg in der NLA überhaupt.

Zug auf Achterbahnfahrt Thomas Grüter schoss sein Team zum Sieg. (Bild: Michael Peter)

Uster-Trainer Simon Meier hatte eben sein Time-out genommen. 71 Sekunden waren noch zu spielen und das Heimteam führte mit zwei Toren Vorsprung. Und es hatte einen Freischlag in der rechten offensiven Ecke. Diesen führten Sandro Poletti und Thomas Grüter aus. Letzterer fand sich plötzlich mit dem Ball alleine vor Keeper David Holenstein, umspielte diesen gekonnt und schob zum 8:5 ein. Grüter komplettierte einen lupenreinen Hattrick und sicherte seinem Team so den Sieg. Es war für Zug United der erste Heimsieg überhaupt. Den bisher einigen Punktgewinn in der NLA hatten sich die Zentralschweizer in ihrer ersten (und zuvor einzigen) NLA-Saison mit einem Auswärtssieg am 8. Januar 2012 in Kloten gesichert, das damals vom heutigen Zug-Coach Sascha Rhyner trainiert worden war.

Die Zuger befreiten sich dank Grüters Hattrick aus einer Situation, in die sie sich selber hineinmanövriert hatten. Marcus Thunvall brachte nach einem schönen Konter die Gastgeber zu Beginn des Schlussabschnitts 5:2 in Führung und scheinbar sicher auf Kurs. Die Zürcher Oberländer machten aber mit nunmehr zwei Linien agierend mehr Druck und fanden die Lücken in der Zuger Abwehr. Innert 220 Sekunden glichen sie Partie durch Nideröst, Vitali und Schubiger aus, worauf auch Rhyner auf zwei Linien reduzierte und Thomas Grüter zu seiner Gala ansetzte. «Wir haben wieder unsere schwachen fünf Minuten gehabt», analysierte Billy Nilsson nach der Partie. Der Schwede hatte kurz vor Ende des zweiten Abschnitts nach einem energischen Bogenlauf mit einem wuchtigen, platzierten Schuss in die nahe hohe Torecke das 4:2 erzielt.

Die Ustermer dürften vor allem mit dem Ende des ersten Spielabschnitts hadern. Zwar war Zug ein guter Start mit schon hochkarätigen Chancen in der ersten Minute geglückt. Letztlich resultierte aber nur Tassio Suters Schlenzer zum 1:0 als zählbares Resultat. Uster fand zunehmend besser ins Spiel und kam zweimal aus kurzer Distanz erfolgreich zum Abschluss. Die Führung hielt bis in die letzte Minute, ehe Poletti innert 13 Sekunden die Partie kehrte. Erst verwertete der Captain einen Abpraller im Powerplay, dann lupfte er einen langen Pass Nilssons etwas glückhaft über Holenstein.

Lehrsekunden von Malans
Nur rund 20 Stunden nach dem Erfolg folgte die Ernüchterung. 8:3 lautete das Verdikt am Ende zugunsten der Herrschäftler, obwohl die Partie aus Sicht der Zuger gut begonnen hatte. Billy Nilsson hatte seine Farben mit einem Kraftakt in Führung gebracht. Und in der Defensive standen die Zuger lange Zeit ebenfalls sehr stabil und hielten die gefährlichen Malanser lange vom Tor fern. Doch wie schon in den ersten beiden Saisonpartien kassierten die Zuger innert kürzester Zeit eine Triplette, die dem Spiel eine neue Wendung gab. Der Finne Jarkko Nurmela wischte erst einen Abpraller über die Linie, dann traf Remo Buchli nach einem Ballverlust Nilssons in der eigenen Zone und abermals Nurmela vollendete einen Konter der Malanser. Dazwischen waren gerade einmal 79 Sekunden verstrichen.

Auch im zweiten Abschnitt fanden die Zuger nicht ins Spiel, dafür die Malanser den Weg zum Tor. Erst wurde Buchli vergessen, dann schloss Kevin Berry eine Freischlagvariante ab und schliesslich stellte Christoph Camenisch im Powerplay auf 6:1. Die Zuger konzentrierten in der Folge die Kräfte fanden aber keinen Weg mehr zurück ins Spiel. «15 Minuten lang spielten wir gut», befand Thomas Grüter nach dem Spiel, der den verletzten Sandro Poletti als Captain vertrat. «Dann unterliefen uns aber - wie schon im ersten Spiel - einfache Ballverluste in der Mittelzone, die der Gegner bestrafte. Danach war es sehr schwierig, wieder ins Spiel zurückzukommen.»


 


Zug United - UHC Uster 8:5 (3:2, 1:0, 4:3)
Stadthalle Zug (Herti), Zug. 258 Zuschauer. SR Schüpbach/Studer.
Tore: 5. Tassio Suter (Menon) 1:0. 8. Hummer (Juhola) 1:1. 16. Komarek (Urner) 1:2. 20. (19:03) Poletti (Staub/Ausschluss Nideröst) 2:2. 20. (19:16) Poletti (Billy Nilsson) 3:2. 39. Billy Nilsson (Thomas Grüter) 4:2. 42. Thunvall (Koutny) 5:2. 43. (42:27) Nideröst (Urner) 5:3. 44. (43:30) Vitali (Bolliger) 5:4. 47. Schubiger (Henriksson) 5:5. 49. Thomas Grüter (Billy Nilsson) 6:5. 53. Thomas Grüter (Staub/Ausschluss ) 7:5. 59. Thomas Grüter (Poletti) 8:5.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Zug United. 5mal 2 Minuten gegen UHC Uster.
Zug United: Petter Nilsson; Staub, Hietanen; Menon, Yannick Schelbert; Uhr, Markus Grüter; Poletti, Thomas Grüter, Billy Nilsson; Thunvall, Koutny, Tassio Suter; Joshua Schelbert, Abt, Laely; Fiechter.
Uster: Holenstein; Klauenbösch, Scherrer; Steiger, Ledergerber; Aellig, Bolliger; Hummer, Henriksson, Juhola; Simon Suter, Schubiger, Berweger; Komarek, Nideröst, Urner; Vitali.
Bemerkungen: Zug ohne Furger und Crivelli (beide verletzt). 57. Time-out Zug. 59. Time-out Uster.

UHC Alligator Malans - Zug United 8:3 (3:1, 4:1, 1:1)
MZH Lust, Maienfeld - 310 Zuschauer - SR: Fässler/Schläpfer.
Tore: 11. Billy Nilsson (Staub) 0:1. 15.(14:31) Nurmela (Dan Hartmann) 1:1. 16. (15:34) Buchli (Tim Braillard) 2:1. 16. (15:50) Nurmela (Friolet) 3:1. 21. (20:47) Buchli (Karlander) 4:1. 25. (24:46) Berry (Tim Braillard) 5:1. 26. (25:42) Camenisch (Ausschluss Joshua Schelbert/Strafe gegen Petter Nilsson) 6:1. 35. Yannick Schelbert (Abt) 6:2. 39. Friolet 7:2 (Eigentor Koutny). 48. Koutny (Billy Nilsson) 7:3. 59. Karlander (Berry) 8:3.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 4mal 2 Minuten gegen Zug United.
Malans: Christian Hartmann; Berry, Tromm; Camenisch, Veltsmid; Künzli, Obrecht; Karlander, Tim Braillard, Buchli; Nurmela, Friolet, Dan Hartmann; Bärtschi, Nino Vetsch, Nett.
Zug: Petter Nilsson; Staub, Hietanen; Menon, Yannick Schelbert; Uhr, Fiechter; Joshua Schelbert, Thomas Grüter, Billy Nilsson; Thunvall, Koutny, Suter; Flütsch, Abt, Laely.
Bemerkungen: Malans ohne Patrick Vetsch (krank); Zug ohne Poletti, Furger und Crivelli (alle verletzt). 24. Dan Hartmann setzt Penalty an den Pfosten. 27. Time-out Zug United. 51. Time-out Malans. 34. Lattenschuss Billy Nilsson, 34. Pfostenschuss Staub.

 

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11.UHC Lok Reinach-2418.000
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4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
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