04.
12.
2017
NLA Männer | Autor: Zug United

Zug mit voller Punktzahl und vollem Haus

Zug United bezwang 24 Stunden nach dem Erfolg beim direkten Konkurrenten Uster (8:6) zuhause das Spitzenteam Alligator Malans und sorgte für die Überraschung der 14. NLA-Runde.

Zug mit voller Punktzahl und vollem Haus Billy Nilsson sammelte am Wochenende wieder eifrig Skorerpunkte. (Bild: Michael Peter)

Es gibt Tage, an denen passt alles zusammen. Der Sonntag, 3. Dezember 2017, war für die NLA-Mannschaft von Zug United wohl einer dieser Tage. Der mit einigem Brimborium lancierte «PR-Gag» (Präsident Patrick Trachsel) mit Schwingerstar und Unspunnensieger Christian Stucki lockte fast 700 Zuschauer in die Sporthalle Zug. Und sie sollten, sofern sie denn auch Anhänger des Heimteams waren, nicht enttäuscht werden. Weniger wegen den Unihockeykünsten des Schwingers (er spielte und gewann nur ein kleines Showanspiel vor dem effektiven Start), sondern vielmehr wegen des Schwungs der Unihockeyspieler. Die Zentralschweizer erwischten wie schon am Vortag einen guten Start und gingen durch Billy Nilsson in Führung. Und weil an diesem Tag eben alles passte, gelang Malans in einem Überzahlspiel nicht der Ausgleich, sondern entwischte Steven Fiechter und verdoppelte gar den Vorsprung.

Ebenso passte der Start ins zweite Drittel. Mit seinem Tor nach 39 Sekunden dämpfte Marcus Thunvall möglichen Schwung in der Aufholjagd der Bündner. Wohl gelang Jo Dennis Bärtschi bei Spielmitte der erste Treffer für die Gäste, doch wiederum Thunvall war im richtigen Moment zur Stelle. 22 Sekunden vor der zweiten Pause verwertete er eine mustergültige Vorlage von Manuel Staub. Auf der anderen Seite demonstrierte Petter Nilsson, wie wertvoll der Keeper für sein Team ist. Er war nach mehrwöchiger Verletzungspause am Samstag aufs Spielfeld zurückgekehrt und bewahrte Zug gleich mehrfach vor einem Gegentreffer. Vor allem aber strahlt er eine Ruhe aus, die sich auf seine Vorderleute zu übertragen scheint.

Die Geschichte des Schlussdrittels gleicht jenen der ersten beiden Spielabschnitte. Zug gelang (fast) alles und Malans kämpfte glücklos und haderte selbstredend auch mit dem Schiedsrichterentscheid. Zug liess sich nicht beirren und nutzte zwei der drei Powerplays zu weiteren Treffern. Den Schlusspunkt setzte abermals Marcus Thunvall: Der Schwede komplettierte seinen Hattrick ins leere Tor. Und weil an diesem Sonntag eben wirklich alles passte, kam der Assist von Keeper Petter Nilsson mit einem cleveren Auswurf.

Ein besonderes Spiel war es auch für Simon Abt, der zuletzt Reservist war und nun aufgrund von Verletzungen und Krankheiten als Center zwischen Billy Nilsson und Marcus Thunvall rückte. Die ganz grosse Show stahl ihm Stucki in voller Montur mit der Nummer 99 beim ersten Bully gegen Joel Friolet, danach gebührte dieser Platz dem 25-Jährigen, der auf diese Saison vom ESV Eschenbach zu Zug stiess. Dass er in der Startaufstellung zuerst dem Schwinger mit der imposanten Statur überlassen musste, störte ihn freilich nicht: «Es war unglaublich toll, vor so vielen Leuten zu spielen. Das war ein zusätzlicher Energieschub und dafür möchten wir uns bedanken.» Er sprach von der grossen Leidenschaft. «Wir haben als Team gekämpft - und im richtigen Moment die Tore geschossen», ergänzte er. Es hat eben alles gepasst an diesem Tag.

Drei wichtige Punkte in Uster geholt
Die wohl spielentscheidenden Sekunden passierten in der Buchholz-Halle zu Uster, als die Gastgeber durch eine Doublette von Romano Schubiger ihren Vorsprung auf 6:3 erhöht hatten. Lagen zwischen den beiden Toren 22 Sekunden, dauerte es lediglich 13 Sekunden, bis Jiri Koutny die prompte Antwort glückte. Der Tscheche traf nach einem Diagonalpass von Adrian Furger mit einem schönen Direktschuss.

Es war der Startschuss zu einem Schlussspurt der Zuger, die zuvor in drei Partien nur einen Punkt geholt hatten und zuletzt zweimal gar eher dürftige Vorträge abgeliefert hatten: Koutny führte einen Freischlag in der Ecke schnell aus, Billy Nilsson schoss sein 25. Saisontor. Und nur wenig später bediente der NLA-Topskorer seinen Landsmann Marcus Thunvall am entfernten Pfosten. Und als etwas mehr als zwei Minuten vor dem Ende Steven Fiechter mit einem scharfen Hocheckschuss die Zuger erstmals seit Spielmitte wieder in Führung brachte, musste Uster alles auf eine Karte setzen. Was vor Wochenfrist gegen die Grasshoppers aufgegangen war, scheiterte vor eigenen Anhang. Billy Nilsson setzte den Schlusspunkt unter eine abwechslungsreiche Partie mit dem 8:6 ins leere Tor.

Damit endete die Partie, wie sie begonnen hatte; mit einem Tor von Zug. Marco Laely hatte schon in der 3. Minute das Skore für die Gäste nach einem Querpass von Peter Flütsch eröffnet. Auch im weiteren Fortgang der Partie setzte die dritte Linie weitere Akzente: Steven Fiechter gelang schon vor dem Game-Winning-Goal der 3:3-Ausgleich. Dazwischen hatten Sandro Poletti für Zug sowie Oscar Henriksson und zweimal Raphael Berweger für Uster getroffen. Zum Ende des Mitteldrittels folgten sich die Chancen im Ping-Pong-Takt. Erfolgreich war aber einzig Manuel Hummer. Der Ustermer Topskorer erwischte Petter Nilsson mit einem scharfen, präzisen Schuss in die nahe Ecke.

Für Petter Nilsson war es nach mehrwöchiger Pause wegen einer Oberkörperverletzung die Rückkehr ins Tor: «Es machte grossen Spass zu spielen, auch wenn dies sicherlich nicht unser und auch nicht mein bestes Spiel war.» Nach dem Doppelschlag Schubigers, so gab der Schwede zu, war auch seine Zuversicht auf einen Sieg geschwunden. «Unmittelbar nach dem 3:6 war nicht das Gefühl da, dass wir es noch drehen könnten. Aber erzielten sehr schnell das 4:6 und plötzlich war die Energie wieder da, die in den ersten 50 Minuten gefehlt hatte.»


 

UHC Uster - Zug United 6:8 (1:1, 3:2, 2:5)
Buchholz, Uster. 266 Zuschauer. SR Hürzeler/Peter.
Tore: 3. Laely (Flütsch) 0:1. 7. Berweger (Bolliger/Ausschluss Koutny) 1:1. 27. Poletti (Tassio Suter) 1:2. 29. Henriksson (Hummer) 2:2. 29. Berweger (Ledergerber) 3:2. 33. Fiechter 3:3. 40. (39:18) Hummer (Juhola) 4:3. 46. (45:53) Schubiger (Juhola) 5:3. 47. (46:05) Schubiger (Juhola) 6:3. 47. (46:18) Koutny (Furger) 6:4. 51. Billy Nilsson (Koutny) 6:5. 54. Thunvall (Billy Nilsson) 6:6. 58. Fiechter (Markus Grüter) 6:7. 59. Billy Nilsson (Laely) 6:8 (ins leere Tor).
Strafen: keine Strafen. 2mal 2 Minuten gegen Zug United.
UHC Uster: Tschopp; Henriksson, Klauenbösch; Aellig, Ledergerber; Steiger, Bolliger; Hummer, Schubiger, Juhola; Simon Suter, Nideröst, Berweger; Urner, Komarek, Kellermüller.
Zug United: Petter Nilsson; Staub, Yannick Schelbert; Menon, Furger; Uhr, Markus Grüter; Thunvall, Thomas Grüter, Billy Nilsson; Poletti, Koutny, Tassio Suter; Flütsch, Laely, Fiechter; Abt.
Bemerkungen: Zug United ohne Hietanen (krank) und Joshua Schelbert (verletzt). 58. Time-out Uster, danach ohne Goalie.

Zug United - UHC Alligator Malans 7:2 (2:0, 2:1, 3:1)
Stadthalle Zug (Herti), Zug. 659 Zuschauer. SR Kronenberg/Kronenberg.
Tore: 4. Billy Nilsson (Abt) 1:0. 18. Fiechter (Ausschluss Staub!) 2:0. 21. (20:39) Thunvall (Billy Nilsson) 3:0. 29. Bärtschi (Vetsch) 3:1. 40. (39:38) Thunvall (Staub) 4:1. 43. Billy Nilsson (Staub/Ausschluss Buchli) 5:1. 52. Buchli (Friolet) 5:2. 54. Staub (Koutny/Ausschluss Camenisch) 6:2. 59. Thunvall (Petter Nilsson!/Ausschluss Suter!) 7:2 (ins leere Tor).
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Zug United. 3mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.
Zug United: Petter Nilsson; Staub, Thomas Grüter; Menon, Yannick Schelbert; Markus Grüter, Furger; Thunvall, Abt, Billy Nilsson; Poletti, Koutny, Suter; Flütsch, Laely, Fiechter.
Alligator Malans: Vogt; Dan Hartmann, Camenisch; Tromm, Berry; Gartmann, Künzli; Nino Vetsch, Friolet, Nurmela; Buchli, Holenstein, Karlander; Bärtschi, Fehr, Patrick Vetsch.
Bemerkungen: Zug ohne Hietanen (krank), Joshua Schelbert und Uhr (beide verletzt), Malans ohne Obrecht, Veltsmid, Nett und Tim Braillard (alle verletzt). Erstes Buly bei Zug durch Schwinger Christian Stucki. 56. Time-out Malans, danach bis Spielende meistens ohne Torhüter. 60. Time-out Zug.

 

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2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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