05.
12.
2025
Nati Frauen A | Autor: Streiter Constantin

Auf dem richtigen Weg

Seit seiner ersten WM 2023 in Singapur hat der Schweizer Nationaltrainer Oscar Lundin sein Team Schritt für Schritt auf ein gutes Niveau gebracht - die Medaillenhoffnungen in Brünn und Ostrava sind berchtigt. Wir blicken voraus auf die Gruppe A, wo die Schweiz auf Tschechien, Lettland und Dänemark trifft.

Auf dem richtigen Weg Von Offensivleaderin Isabelle Gerig darf man sich auch gegen Tschechien Tore erhoffen. (Bild: Fabrice Duc)

Zwischen den Weltmeisterschaften 2021 und 2023 gab es einen grossen Umbruch im Schweizer A-Nationalteam der Frauen - vor vier Jahren in Uppsala liefen noch Spielerinnen wie Julia Suter, Brigitte Mischler, Michelle Wiki und Flurina Marti für die Schweiz auf. Nach Silber 2019, Bronze 2021 und dem 4. Platz vor zwei Jahren in Singapur stehen die Chancen gut, dass die Schweizerinnen wieder einen Schritt nach vorne machen können. Auch dieses Jahr stehen sieben WM-Debütantinnen im Kader, zumindest die zwei ersten Linien spielen aber schon seit einiger Zeit zusammen und es steckt genügend Erfahrung und Qualität im Schweizer Team, um mit den Topnationen auf Augenhöhe mitspielen zu können - und sogar, um sie zu besiegen, wie an der EFT in Chur.

Während Schweden und Finnland gleich am Samstag das Topspiel der Gruppe B austragen, treffen die Favoriten der Gruppe A, Tschechien und die Schweiz, erst ganz am Ende der Gruppenphase aufeinander. In Chur gelang den Schweizerinnen eine Aufholjagd, ehe sie sich im Penaltyschiessen geschlagen geben mussten - zudem hatte Oscar Lundin in der ersten Spielhälfte einige seiner besten Spielerinnen noch geschont. Bei den Tschechinnen gehören Denisa Ratajova (bei Zug und im Nationalteam neu in der Verteidigung) und Agressivleaderin Martina Repkova zu den erfahrensten Spielerinnen, Goalie ist mit Jana Christianova eine der besten Torhüterinnen der Welt - genau wie bei der Schweiz Lara Heini.

Nach dem Rücktritt von Eliska Krupnova fehlt es im Kader der WM-Gastgeberinnen etwas an ganz grossen internationalen Stars, wobei Anna Bruchackova (20) und Karolina Klubalova (wird während der WM 19 Jahre alt) zumindest auf bestem Weg dorthin sind. Beide spielen noch in der tschechischen Liga, während die stärksten Verteidigerinnen Nela Jirakova (Endre) und vor allem Sarka Stankova (Kalmarsund) in der SSL unter Vertrag stehen. Apropos Endre: Seraina Fitzi und Anja Wyss zeigten sich im Herbst formstark und können für die Schweiz ein entscheidender Faktor sein - genau wie die erste Formation mit Isabelle Gerig und Nathalie Spichiger. Die Top-4-Verteidigerinnen werden ab Weihnachten allesamt in der SSL spielen - nach Linn Larsson wechselt auch Doris Berger zu Thorengruppen.

Im Ausland - und zwar in der Schweiz - sind auch einige der Leistungsträgerinnen von Lettland engagiert. Anna Ankudinova dominiert bei Bremgarten die NLB-Skorerliste nach Belieben, von Chur United ist neben der wirbligen Julija Rozite auch deren kleine Schwester (und seit dieser Saison Vereinskollegin) Madlena Rozite dabei. Mit 21 Punkten aus 8 Spielen ist sie die beste Skorerin der gesamten U21-A. Die routinierte Verteidigerin Evelina Garbare (35) spielt seit dieser Saison bei den Skorps, Kate Meldere spielt seit 2022 in der Schweiz und ist in ihrer zweiten Saison bei den Riders engagiert. Die Lettinnen wurden von der Schweiz vor zwei Jahren gleich mit 22:1 aus der Halle geschossen. Das ist sogar noch ein deutlicheres Resultat als die letzte Partie gegen Dänemark, die Anfang 2025 im Rahmen der WM-Quali mit 15:0 an die Schweizerinnen ging. Die Lettinnen besiegten Dänemark dafür im Oktober am 6-Nationen-Turnier in Deutschland mit 6:2 und an der WM in Singapur im Spiel um den 7. Platz mit 6:4. Für die Lettinnen ist der Vorstoss unter die Top 6 das Ziel, die Däninnen müssen sich aus der tieferen Division insbesondere vor Deutschland und Japan in acht nehmen, um nicht abzusteigen. Im Kader der Skandinavierinnen, die mehrheitlich in Dänemark, Schweden und Norwegen spielen, ist Anna Habersatter die einzige in der Schweiz spielende Vertreterin.

 

WM 2025 - Spielplan Gruppe A

Samstag, 6. Dezember
10:00 Uhr: Schweiz - Lettland
17:30 Uhr: Tschechien - Dänemark

Sonntag, 7. Dezember
10:30 Uhr: Dänemark - Schweiz
16:45 Uhr: Lettland - Tschechien

Montag, 8. Dezember
10:00 Uhr: Lettland - Dänemark
17:00 Uhr: Tschechien - Schweiz

Zum vollständigen WM-Spielplan geht es hier.

Alle Live-Streams (kostenpflichtig) und Telegramme gibt es in der IFF-App.

 

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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