12.
2025
WM-Splitter 2
Zum Abschluss der Gruppenspiele eine zweite Ladung Splitter aus Brünn, bevor wir nach Ostrava übersiedeln. Kabelsalat, KFC-Reflex und ein gesperrter Physio.
Bin Bin Lin gehört bei Frauen-Weltmeisterschaften schon fast zum Inventar. Die erfahrene Schiedsrichterin aus Singapur wurde in der Vergangenheit schon Opfer von automatischen Übersetzungen («Abfallkübel Lin» weil Bin auf Englisch = Abfallkübel auf Deutsch). Diesmal ist uns so ein Versehen noch nicht aufgefallen. Oder unser Tschechisch ist nicht gut genug, um es zu erkennen.
Unter Strom
In der Mixed-Zone lag bei Turnierbeginn eine Steckerleiste für Strom. Kein Problem, bis dort jede TV-Crew noch eigene Steckerleisten anschliesst, an diese noch weitere und so fort. Elektriker kennen sich besser aus als wir, was dann passiert. Aber offenbar wurden die Probleme gelöst und die TV-Stationen können ihrer Arbeit nachgehen.
Kein Trauerflor
Eine schwarze Binde an Laila Ediz' Arm - um wen trauert sie? Des Rätsels Lösung: Es handelt sich um ein Tape, eine medizinische Sache. Ediz befindet sich schon seit längerer Zeit in physiotherapeutischer Behandlung wegen Schulterproblemen.
Paffender Physio
Jakob Buhrkall fällt seit vielen Weltmeisterschaften auf. Mit farbigen Klamotten und Mützen ist der dänische Physio immer ein Farbtupfer. Offenbar ist er so alternativ unterwegs, wie er aussieht - im Spiel gegen die Schweiz wurde er (von Kameras) erwischt, wie er (nicht so heimlich wie gedacht) an einer E-Zigarette sog. Klar erkennbar am Rauch, der aus der Nase kam. In den letzten beiden Partien der Däninnen, die sportlich erfolgreich unterwegs sind und im Viertelfinal stehen, war Buhrkall nicht mehr an der Bande. Gesperrt für den Rest des Turniers, er darf nicht mal mehr in die dänische Garderobe.
Der KFC-Reflex
Der russische Physiologe Iwan Pawlow - ja, der mit dem Reflex - hätte seine helle Freude an uns gehabt. Nach zwei Tagen mit dem Schauspiel, dass vor dem Spiel der Tschechinnen eine Ladung KFC-Tüten ins Pressezentrum geliefert wurden, wurde unser Mund vor dem dritten Spiel der Tschechinnen schon vor der Lieferung wässrig. Wir glaubten schon enttäuscht zu werden, als 40 Minuten vor dem Spiel gegen die Schweiz die Säcke doch noch kamen. Zu einer kurzen Stärkung vor der Partie reichte es gerade noch.
Transfer per Taxi
Vor der WM wurde ein organisierter Transfer von Brünn nach Ostrava angekündigt, je einer am Dienstag und Mittwoch. Die Kurzform: Findet für uns nicht statt. Direkte Züge von Brünn nach Ostrava? Im Moment Fehlanzeige, es verkehren Ersatzbusse. Zum Glück trafen wir die Eltern von Ladina Töndury, die per Mietauto unterwegs sind. Sie nehmen uns mit - herzlichen Dank dafür an dieser Stelle.