11.
2013
Finnland effizienter
Im ersten EFT-Spiel in Schaffhausen hat die Schweiz mit 3:7 gegen Finnland verloren. Die Finnen waren in den entscheidenden Momenten abgeklärter. Am Samstag tritt die Schweiz gegen Weltmeister Schweden an.
Vor knapp einem Jahr spielte die Schweiz ebenfalls zuhause gegen Finnland. Damals ging's im Zürcher Hallenstadion um den Einzug in den WM-Final. Diesmal in der schmucken BBC Arena vor über 1000 Zuschauer in Schaffhausen «nur» um die Ehre. Wie in Zürich hiess auch in Schaffhausen der Sieger Finnland. Eine Verlängerung wie damals war nicht nötig, schon in der regulären Spielzeit waren die Finnen besser, da vor allem cleverer und effizienterer in den entscheidenden Situationen. Das 3:7 geht nach Spielanteilen in Ordnung, auch wenn der Sieg um ein, zwei Tore zu hoch ausfiel.
Kurze Freude
Die entscheidenden Situationen spielten sich einerseits im Mitteldrittel ab, als die Finnen nur 26 Sekunden nach dem hart erarbeiteten Schweizer Ausgleich wieder in Führung gehen konnten (35., 3:2). Luca Graf hatte als letzter Mann den Ball vertändelt. Jami Manninen zeigte in dieser Situation seine Abgeklärtheit. Die Schweizer Angreifer scheiterten zuvor in ähnlichen Situationen am finnischen Goalie Jarno Ihme oder an ihren Nerven. Und nur kurz vor der zweiten Pause hielt Risto Töllikkö einfach mal drauf - 4:2. Die letzten Zweifel beseitigte Finnland, als es nach dem 3:5-Anschlusstreffer in Unterzahl von Paolo Riedi nur 41 Sekunden später im Powerplay erfolgreich war.
Zürcher mit drei Assists
Beide Nationaltrainer testeten frische Kräfte. Juha Kivilehto spielte beispielsweise nur einen Einsatz in Unterzahl. Die Finnen wirkten im Vergleich zu den Schweizern etwas homogener. Das Spiel der Schweizer war phasenweise sehr gefällig, doch gerade vor dem Tor endete die Herrlichkeit. Einen guten Eindruck hinterliess die Linie mit Michael Zürcher - alle drei Schweizer Tore vorbereitet und verdient als bester Spieler ausgezeichnet - , Nico Scalvinoni und Riedi. Weniger als sonst in Szene setzen, konnte sich dafür Emanuel Antener, der augenscheinlich nicht in Vollbesitz seiner Kräfte war.
Schweden wartet
Morgen geht es um 17 Uhr mit der Partie gegen Schweden für die Schweiz weiter. Die Schweden gewannen heute nach einer Temposteigerung im letzten Drittel mit 11:2 gegen Tschechien. Bis zur 38. Minute stand es nur 4:3. Vor allem Faluns All-Star-Linie liess die Tschechen kaum zum Verschnaufen kommen. Im Vorspiel zum A-Länderspiel verlor die Schweizer U19-Auswahl 3:6 gegen Finnland. Die Mannschaft von Simon Meier spielt am Samstag um 11 Uhr auch gegen Schweden.
Schweiz - Finnland 3:7 (1:2; 1:2; 1:3)
BBC Arena Schaffhausen - 1253 Zuschauer - SR: Cerný/Janousek (CZE)
Tore: 02:18 Lauri Kapanen (Jani Kukkola) 0:1, 03:41 Nico Scalvinoni (Michael Zürcher) 1:1, 09:25 Jami Manninen (Janne Lamminen) 1:2, 34:31 Sandro Dominioni (Michael Zürcher) 2:2, 34:57 Jami Manninen 2:3, 38:39 Risto Töllikkö (Janne Hulmi) 2:4, 43:05 Lauri Kapanen (Jani Kukkola) 2:5, 51:29 Paolo Riedi (Michael Zürcher) 3:5, 52:10 Jani Kukkola (Tero Tiitu) 3:6, 55:32 Juuso Heikkinen (Veli-Matti Hynynen) 3:7
Strafen: 33:02 Jani Kukkola 2', 42:27 Kevin Berry 2', 50:29 Luca Graf 2'
Schweiz: Pascal Meier; Michael Garnier, Luca Graf; Florian Bollinger, Kaspar Schmocker; Kevin Berry, Martin Joss; Sandro Dominioni, Matthias Hofbauer, Manuel Engel; Nico Scalvinoni, Michael Zürcher, Paolo Riedi; Emanuel Antener, Joel Friolet, Manuel Maurer; Claudio Laely, Marc-Oliver Gerber, Lukas Meister
Finnland: Jarno Ihme; Janne Lamminen, Tommi Aro; Tatu Väänänen, Jonne Junkkarinen; Asser Jääskelainen, Risto Töllikkö; Juha Kivilehto; Lauri Kapanen, Jani Kukkola, Perttu Pajukoski; Sami Koski, Oscar Hänninen, Mika Moilanen; Juuso Heikkinen, Janne Hulmi, Veli-Matti Hynynen; Jami Manninen, Tero Tiitu
Die Bilder zum ersten EFT-Tag in Schaffhausen
fabian mertesaker 178.195.99.61
01. 11. 2013