12.
05.
2009
Nati Männer U19 | Autor: Voneschen Reto

"Noch mehr Zeit investieren"

Nach der U19 Weltmeisterschaft haben wir U19 Natitrainer Thomas Berger noch ein paar Fragen gestellt.

Thomas Berger, ein kurzes Resumée zu dieser U19 WM
Das Gesamtfazit fällt sehr positiv aus. Nach den letzten Vorbereitungsspielen gegen Tschechien zwei Wochen vor der WM sah es noch nicht so vielversprechend aus, doch danach hatten wir einen sehr guten Zusammenzug in Nürensdorf. Ich denke wir haben ein sehr gutes WM-Turnier gespielt und eine positive Entwicklung durchgemacht. Summa summarum haben wir 30 schwache Minuten im Spiel gegen Schweden gehabt, die restliche Zeit aber auf einem sehr ansprechenden Niveau agiert.

Ihr habt einen sehr selbstbewussten Eindruck hinterlassen, was waren die Gründe dazu?
Die Gruppenzusammenstellung hat sehr gut gepasst, wir hatten einige starke Leader, welche die Mannschaft gut gezogen haben. Auch hat diese gut auf unsere Hinweise jeweils reagiert. Aber es hat natürlich lange gebraucht bis das ‚Mutigsein‘, das ‚Selbstvertrauen-Ausstrahlen‘ oder das ‚Brust-raus‘ auch in Fleisch und Blut übergegangen sind. Das waren Punkte, welche wir immer und immer wieder angesprochen haben.

Wie wirkte sich die Verpflichtung von Marcel Kaltenbrunner als Assistenztrainer aus?
Für uns war es natürlich ein Glücksfall, dass er sich zur Verfügung stellte. Gerade am Samstagabend nach dem Halbfinalspiel hat er sehr gute Worte an die Mannschaft gerichtet, da er solche Situationen aus seiner Zeit als Spieler noch sehr gut kennt. Er kann aus einem riesigen Erfahrungsschatz schöpfen und spricht die Sprache der Spieler, das war sehr wertvoll. Aber auch innerhalb der Coaching-Staff hat er natürlich sehr gute Inputs gegeben.

Wie kann man die Mannschaft Ausgabe ‚2009‘ mit ihren Vorgängern vergleichen, war sie stark wie die Silbermannschaft von 2001?
Ich möchte das Team von 2005 noch in diese Aufzählung miteinbeziehen, das waren drei sehr starke Equipen. Bei der WM 2007 haben wir einfach gespürt, dass im Jahrgang 1989 sehr wenige Talente vorhanden waren. An dieser WM haben wir auch davon profitiert, dass die Spieler mit Jahrgang 1990 nach dem Wechsel des Terminkalenders nochmals mitspielen durften, ein Antrag übrigens der von der Schweiz eingereicht wurde. Für uns war das natürlich ein grosser Vorteil, für Schweden beispielsweise hat das nicht so viel ausgemacht. Dort kann der Nationaltrainer aus anfangs 200 Spielern die 40 besten auswählen und dann seine Mannschaft bilden. Darum sind dann meist auch nur noch Spieler des ältesten Jahrgangs dabei.

Was waren die besten Momente dieser Weltmeisterschaft?
Die Entwicklung dieser Mannschaft und deren Einzelspieler sowie das charakterstarke Verhalten nach dem unglücklichen Halbfinale. Wir waren überzeugt, dass wir dieses gewinnen können und es flossen einige Tränen in der Kabine und im Hotel. Am Sonntag waren aber wieder alle überzeugt, eine Medaille zu gewinnen. Ich denke, da entwickeln sich einige sehr gute Spieler heran. Wir haben nicht so eine breite Auswahl wie andere Länder, darum müssen wir noch mehr Zeit investieren, um die wenigen Talente noch mehr zu fördern.

Wie geht es nun weiter? Bis zur nächsten WM muss ja eine komplett neue Mannschaft aufgebaut werden?
Genau, nur noch ein Spieler aus dieser Mannschaft könnte dann dabei sein. Bei den nächsten Länderspielen im November werden die 91er Jahrgänge noch dabei sein, damit die Mannschaft nicht komplett bei Null beginnen muss. Voraussichtlich ab 2010 werden dann aber nur noch Spieler mit Jahrgang 1992/1993 mitspielen, welche die nächste WM vom Mai 2011 in Norwegen bestreiten können.

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