23.
02.
CH Cup Männer | Autor: Streiter Constantin

Skorps und HCR mit Titelhunger

In der Liga sehr gut klassiert, die jüngere Finalbilanz aber enttäuschend - unter diesen Vorzeichen steigen Skorpion Emmental Zollbrück und der HC Rychenberg Winterthur am Samstag in die Cupfinals. Gegenüber stehen mit den Kloten-Dietlikon Jets und Zug United Teams, die im Wankdorf bessere Erinnerungen haben.

Skorps und HCR mit Titelhunger Die Skorps haben eine gute Mischung aus jungen und erfahreneren Spielerinnen. (Bild: Damian Keller)

Zum vierten Mal greifen die "Skorps" nach einem grossen Titel und zum vierten Mal heisst der Gegner im Final Kloten-Dietlikon Jets. Am Samstag kommt es in der Wankdorfhalle zur Neuauflage des Cupfinals 2022, zudem setzten sich die Jets 2021 und 2023 auch im Superfinal gegen ihre Emmentaler Kontrahentinnen durch. Die jüngere Geschichte sieht die Jets also in der Favoritenrolle, zudem haben die Zürcherinnen in der laufenden Saison beide Direktduelle gewonnen.

Die Emmentalerinnen werden alles daran setzen, den Bann zu brechen und ihren Hunger nach einer Goldmedaille zu stillen. Beide Teams können auf eine sehr erfahrene Torhüterin zählen - für Krista Nieminen wird es nach vier Saisons bei BEO von 2018 bis 2022 zwar der erste grosse Final in der Schweiz sein, dafür bringt sie international schon Erfahrung aus Endspielen mit. Helen Bircher ist seit 2019 der sichere Rückhalt im Tor der Skorps und trägt ganz bestimmt keine Schuld an den drei jüngsten Finalniederlagen.

Im Kader der Feldspielerinnen haben beide Teams einen interessanten Mix aus jüngeren und erfahreneren Spielerinnen. Bei den Skorps ergänzen die jungen Ausländerinnen Kristýna Lechnerová, Nova Ekedahl und Tindra Byström den harten Kern um Spielerinnen wie Nathalie Spichiger und Marylin Thomi genauso gut wie die aktuell bereits 10-fache UPL-Torschützin Michelle Gerber (Jahrgang 2004). Auf der Gegenseite hat insbesondere die gleichaltrige Ronja Niederberger beste Erinnerungen ans Wankdorf, schoss sie die Jets doch vor zwei Jahren nach ihrer Einwechslung zum Sieg. Zudem spielen bei den Fliegerinnen die erfahrenen Andrea Gämperli (23 Tore) und Nina Metzger (20 Tore) eine überragende Saison.

Zugs makellose Bilanz
Genau wie bei den Frauen haben es auch bei den Männern zwei der drei Top-Teams der abgelaufenen Qualifikation in den Cupfinal geschafft. Der HC Rychenberg Winterthur verlor im Wankdorf zuletzt 2017 nach einer klaren Führung und dramatischen Spielverlauf gegen GC, 2022 waren die Hoppers bei der Neuauflage das klar bessere Team. Zug United hingegen weist eine makellose Bilanz auf, 2020 gelang bei der erstmaligen Teilnahme des Männerteams am Cupfinal gleich ein Sieg gegen Malans.

Beide Teams können auf Spieler mit beeindruckenden Skorerwerten zählen - ein halbes Dutzend Winterthurer weisen mehr als einen Skorerpunkt pro Partie auf, Zug stellt gar die drei besten Punktesammler der gesamten Liga. Die Neuzugänge Albin Sjögren, Miko Kailiala und Sami Johansson hielten auf Anhieb, was der Zuger Transfersommer 2023 versprach. Die individuelle Klasse spricht somit tendenziell für Zug, genau wie die bisherigen Direktduelle in der Liga. Der HCR kassierte in Zug ein "Stängeli" verspielte im Rückspiel einen 5:0-Vorsprung. Die insgesamt 30 Toren in diesen beiden Partien versprechen einen attraktiven Cupfinal, Zug und Winterthur sind knapp vor Wiler-Ersigen, aber weit vor allen anderen Konkurrenten die offensiv produktivsten Mannschaften der UPL. Trotzdem - oder genau deshalb - werden auch die Torhüter und die defensive Disziplin am Samstag eine wichtige Rolle spielen.

Sieger stehen im Champions Cup
Obwohl in beiden Partien zwei der drei Spitzenteams der jeweiligen Liga aufeinandertreffen, können die Skorps und Rychenberg also durchaus als "Herausforderer" bezeichnet werden. Im Winterthurer Trophäenschrank gab es seit dem Cupsieg 1996 keinen Zuwachs, die Skorps nehmen im vierten Jahr nacheinander Anlauf auf den ersten grossen Titel der Vereinsgeschichte. Die Sieger des Supercups vom August sind übrigens in beiden Partien nicht vertreten. Wiler-Ersigen schied im Achtelfinal gegen WaSa aus, Zugs Frauen unterlagen im Halbfinal den Jets. Zu guter Letzt geht es für alle vier Teams also um den ersten Titel der neuen Saison und um die Qualifikation für den Champions Cup, wo auch 2024/25 die Meister und Cupsieger der vier Topnationen mitspielen werden.

 

Cupfinal Frauen

Samstag, 24. Februar
Kloten-Dietlikon Jets - Skorpion Emmental Zollbrück
16:00 Uhr - Sporthalle Wankdorf, Bern

Cupfinal Männer

Samstag, 24. Februar
HC Rychenberg Winterthur - Zug United
19:30 Uhr - Sporthalle Wankdorf, Bern

 

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Tabellen

1.Floorball Fribourg+4053.000
2.Ad Astra Obwalden+2950.000
3.Kloten-Dietlikon Jets+6548.000
4.UHC Thun+6247.000
5.Unihockey Limmattal-434.000
6.Ticino Unihockey-1430.000
7.UHC Lok Reinach-1630.000
8.I. M. Davos-Klosters-529.000
9.Regazzi Verbano UH Gordola-2723.000
10.UHC Grünenmatt-3919.000
11.UHT Eggiwil-4617.000
12.UHC Sarganserland-4516.000
1.Waldkirch-St. Gallen+6146.000
2.Unihockey Basel Regio+2338.000
3.UH Lejon Zäziwil+3137.000
4.Nesslau Sharks+734.000
5.UH Appenzell+2229.000
6.Chilis Rümlang-Regensdorf+829.000
7.Floorball Uri+1628.000
8.Visper Lions-5312.000
9.UH Red Lions Frauenfeld-339.000
10.UH Zulgtal Eagles-828.000

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