01.
2014
7. Tagesbericht 1. Liga Gruppe 2
Kaum waren die Festtage vorbei, traf sich die Ostgruppe der 1. Liga wieder zum Kräftemessen, letzten Sonntag in Baden. Die Runde brachte einige Überraschungen, dafür aber kaum Entscheidungen. Die Geschehnisse werden anhand des Tagesprogramms von fünf Teams zusammengefasst.
Die Kämpferischen (UHC KTV Muotathal)
Zu Beginn des Tages kam es zum Kellerduell gegen Eintracht Beromünster, wobei Muotathal ganze sieben Punkte Vorsprung hatte. Trotzdem taten sich die Innerschweizer lange schwer und mussten sogar in der zweiten Halbzeit noch einen Rückstand aufholen. Schlussendlich setzen sie sich aber noch deutlich 8-4 durch. Im zweiten Match war die Aufgabe ungleich schwerer, der Gegner war das zweitplatzierte Lengnau. Doch die Muotathaler spielten mit der Abstiegsangst im Nacken eine riesen Partie und nutzen ihre Chancen clever aus. Mit dem 8-3 Sieg sorgten sie für die Überraschung des Tages und holten ihren ersten 4er der Saison.
Der Gruppenprimus (UHCevi Gossau)
Für Gossau standen zwei Spitzenspiele gegen Lengnau und Gansingen auf dem Programm. Man dufte erwarten, dass der Leader nochmals so richtig gefordert würde. Doch die 7. Runde verkam zur Machtdemonstration der Zürcher Oberländer. Das zweitplatzierte Lengnau wurde 8-3, das drittplatzierte Gansingen 6-0 abgefertigt. Damit sicherte sich Gossau bereits vorzeitig den Gruppensieg.
Das Heimteam (Unihockey Baden-Birmenstorf)
Für Baden sollte an der Heimrunde ein Vollerfolg her. Im ersten Spiel gegen Beromünster taten sie sich zwar bis kurz vor der Pause schwer, dank einem Doppelschlag konnten sie aber doch noch mit einem 3-2 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel übernahm Baden das Spieldiktat und war auch im Abschluss wesentlich effizienter. So resultierte doch noch ein klarer 9-2 Erfolg.
Im zweiten Spiel lief es dann aber nicht mehr wie gewünscht. Baden fand in der ersten Hälfte nie zu seinem Spiel und liess dem Gegner viel zu viel Platz, was sich in einem 0-4 zur Pause widerspiegelte. Im zweiten Abschnitt lief es dann etwas besser, aber erst als man in den letzten fünf Minuten den Torhüter durch einen vierten Feldspieler ersetzte, wurde es nochmals spannend. Das Heimteam verkürzte auf 3-4 und in der Halle glaubte man wieder an einen Punktgewinn, doch dann brachte ein Empty Netter die Entscheidung für ZuWu.
Die Playoff-Anwärter (Blau-Gelb Cazis)
Zum Auftakt kam es zum Duell mit Jump, die Dübendorfer brauchen jeden Punkt gegen den Abstieg und traten trotz ihres Fünf-Mann-Kaders engagiert auf. Cazis hielt aber dagegen und konnte die unterhaltsame Partie mit 7-5 für sich entscheiden. Die Bündner befinden sich zurzeit in einem Hoch und unterstrichen dies mit einem diskussionslosen 8-2 Sieg gegen Zuzwil-Wuppenau. Mit diesem 4er stiess Blau-Gelb auf den dritten Platz vor und machte einen grossen Schritt in Richtung Playoffs.
Die Wundertüte (DT Bäretswil)
Die erste Partie hatte es bereits in sich, Bäretswil traf nämlich auf das besser klassierte Gansingen. Die Punkte im Direktduell zählen ja bekanntlich doppelt und so ging es von Beginn an richtig zur Sache. Bäretswil hatte insgesamt mehr vom Spiel und führte bis kurz vor dem Ende auch verdient mit 3-1. Doch dann konnten die Gänse noch einmal verkürzen und 20 Sekunden vor Schluss gelang ihnen sogar noch der etwas glückliche Ausgleich. Es kam somit zur Punkteteilung.
Zum Abschluss des Tages wartete Dübendorf und diese Affiche versprach gute Unterhaltung. Zur Pause führte Bäretswil 2-0, doch dann drehte Jump auf und konnte das Spiel kehren. In den letzten Minuten überschlugen sich die Ereignisse, es fiel Tor um Tor und mehrmals wechselte die Führung. Bäretswil behielt zum Schluss das schlechtere Ende und musste nach tollem Kampf eine 6-7 Niederlage einstecken.
Fazit
Gossau ist fix, Lengnau und Cazis zumindest mit einem Bein in den Playoffs, dahinter wird es einen spannenden Dreikampf, mit zwei Direktduellen, um Platz vier geben.
Genauso brisant ist der Kampf um den Klassenerhalt, Beromünster kann diesen nun auch rechnerisch nicht mehr schaffen und steht als Absteiger fest. Doch so bitter es angesichts des aktuellen Tabellenbilds ist, es wird noch eine zweite Mannschaft treffen und es ist nicht ausgeschlossen, dass diese Saison ein Team mit 14 Punkten absteigen muss. Es sind also noch viele Fragen offen, vielleicht werden gewisse am 2. Februar in Domat/Ems beantwortet.