02.
2014
Startsieg für Thurgau
Ein Spiel zu gewinnen ohne eine einzige Sekunde in Führung zu liegen? Floorball Thurgau machte das möglich beim Heimspiel in den Viertelfinalplayoffs. Ein Duell auf Augenhöhe lautete nach 60 Spielminuten 8 zu 8 unentschieden. Luca Altwegg konnte nach rund einer Minute in der Verlängerung den Siegtreffer für die Thurgauer erzielen.
Gegen das Unihockeyteam Eggiwil hatten die Thurgauer in der Qualifikation je einen Sieg und eine Niederlage zu verbuchen. Doch mit dem Start in die Playoff-Viertelfinalserie wurden diese Resultate sowie die ganze Saison zur Makulatur und es begann wieder bei Null. Aus den Startlöchern kamen die Emmentaler besser. Mit viel Kampf und grossem Willen erzwangen sie drei Treffer im Startdrittel. Obwohl bei den Thurgauern noch nicht alles wunschgemäss funktionierte waren auch sie im Abschluss erfolgreich. Mit zwei Treffern kurz vor Drittelsende durch Conrad und Altwegg war das Skore wieder egalisiert. Das Mitteldrittel zeigte sich insgesamt weniger ereignisreich doch es offenbarte, dass noch nicht alle Thurgauer Spieler in Playoff-Form waren. Die aggressiveren Berner legten erneut zwei Treffer vor, und nur durch das Tor von Renato Dreier blieben die Thurgauer im Rennen. Torhüter Brandenberger konnte sich nicht über Langeweile beklagen und hielt seine Vorderleute mit guten Paraden im Spiel.
Die Nerven behalten
Im Schlussumgang wollten die Thurgauer den Heimvorteil in einen Sieg umwandeln. Doch erneut gelang den Gästen die erste Aktion - es hiess 4 zu 6 nach 41 Minuten. Bis 9 Minuten vor Schluss konnten beide Teams nochmal je einen Treffer erzielen und nun folgte eine für den Ausgang des Spieles entscheidende Situation. Der Thurgauer Finne Oilinki wurde in bester Abschlussposition gefoult, was die Schiedsrichter sahen und mit zwei Strafminuten sanktionierten. Allerdings schickten sie Oilinki gleich mit auf die Strafbank, weil dieser den fälligen Penalty forderte. Also ging es mit vier gegen vier Feldspielern weiter. Der vermeintlich verpasste nummerische Vorteil wurde aber in diesen zwei Minuten durch die Thurgauer gleich selber kompensiert. Altwegg und Brunner sorgten für den Ausgleich in dieser Phase. Nun waren die Thurgauer mehr als wach und drückten weiter, den Siegtreffer suchend. Eggiwil konnte zwar durch Staub noch einmal in Führung gehen, doch die vielen Thurgauer Abschlüsse fruchteten noch vor Abschluss der regulären Spielzeit und der erneute Ausgleich war Tatsache. In der Verlängerung wurde Altwegg mustergültig von Oilinki bedient und der nicht unverdiente erste Sieg in der Best-of-Five-Serie war somit Tatsache. „That's Playoff" meinte ein erleichterter Captain Adrian Scherrer nach dem Spiel, „wir haben immer an uns geglaubt und liessen uns nie abschütteln, wir nehmen den Mini-Sieg und werden nun wieder die Kräfte sammeln für den nächsten sicher wieder strengen Match."
Floorball Thurgau - UHT Eggiwil 9:8 n.V. (3:3, 1:2, 4:3, 1:0)
Paul Reinhart Halle, Weinfelden. - 273 Zuschauer. - SR Bebie/Stäheli.
Tore: 7. Zürcher (Brechbühl) 0:1. 12. Altwegg (Oilinki) 1:1. 12. Ellenberger (Affolter) 1:2. 17. Schlüchter (Hofer) 1:3. 18. Conrad (Altwegg) 2:3. 20. Altwegg 3:3. 26. Kiener 3:4. 32. Ellenberger (Ramseier) 3:5. 37. Dreier (Wenk) 4:5. 41. Hofer (Schlüchter) 4:6. 42. Conrad (Oilinki) 5:6. 51. Staub (Hofer) 5:7. 51. Altwegg (Scherrer) 6:7. 51. Brunner (Früh) 7:7. 52. Staub (Schlüchter) 7:8. 59. Brunner (Scherrer) 8:8. 62. Altwegg (Oilinki) 9:8.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Floorball Thurgau. 2mal 2 Minuten gegen UHT Eggiwil