09.
2017
Hitz’s grosse Fussstapfen
Nach dem Rücktritt Martin Hitz' teilen sich bei Alligator Malans Christian Hartmann und Yannick Vogt die Aufgabe, die Legende zu ersetzen. Für Hartmann ist es nach viel Spielpraxis in der NLB eine Rückkehr.
Wie fühlt es sich an, der Nachfolger des langjährigen Nati-Goalies Martin Hitz zu sein?
Christian Hartmann: Ich mache mir da keinen Druck, auch wenn ich weiss, dass ich in grosse Fussstapfen trete. Er war natürlich ein super Torhüter und hat viel für den Verein geleistet. Aber wir sind als Mannschaft in dieser Saison trotzdem gut aufgestellt und als Torhüter ist es im Unihockey sowieso schwierig Spiele zu entscheiden. Ich denke, Yannick Vogt und ich werden ihn sicher gut ersetzen können.
Und wie fühlt es sich an, nach vier Jahren NLB zurück bei deinem Stammverein zu sein?
Es ist extrem cool. Viele Spieler kenne ich natürlich noch von früher. Viele waren damals noch richtige Junioren (lacht). Nehmen wir zum Beispiel Tim Braillard und Kevin Berry - sie waren noch ziemlich neu im NLA-Kader und mussten sich erst noch etablieren. Heute spielen beide in der Nationalmannschaft. Diesbezüglich hat sich die Situation also ziemlich verändert. 2012 stellten die Malanser selten mehr als einen oder zwei Spieler in der Schweizer Nationalmannschaft. Inzwischen läuft manchmal gar eine ganze Malanser Linie für die Nati auf.
Was nimmst du aus deiner Zeit in der NLB bei den Iron Marmots Davos-Klosters und dem UHC Sarganserland mit?
Ein Grund, warum ich 2013 in die NLB gewechselt bin, war die Spielpraxis. Die Partien in der NLB haben mich enorm weiter gebracht, da ich viele wichtige und enge Spiele bestreiten konnte. Ausserdem konnte ich sowohl mit Sargans als auch mit Davos Erfolge feiern, die einzigartig sind in der Geschichte der Vereine. So konnten wir beispielsweise in Davos - nachdem wir in der Saison 2013/2014 den Abstieg aus der NLB in extremis verhindern konnten - in der Saison darauf völlig überraschend den Qualifikationssieg feiern.
Auf welchen Gegner freust du dich in der NLA am meisten?
Das wird dich vielleicht überraschen, aber besonders freue ich mich auf Zug United. Mit Davos standen wir den Zugern zwei Mal beim Aufstieg im Weg. Ausserdem habe ich enorm viele Duelle gegen die Zuger bestritten, inzwischen kenne ich viele Spieler recht gut. Und der Zuger Präsident begrüsste mich bei unserer Ankunft in der Halle jeweils sogar.