09.
2017
NLA Vorschau, Teil 4
Morgen wird die Saison 2017/2018 der NLA Männer eröffnet. In unserem letzten Teil der Vorschau blicken wir auf Titelverteidiger Wiler-Erisgen, Alligator Malans und die Unihockey Tigers Langnau.
Unihockey Tigers Langnau:
Niklaus Engel hat sein Amt als Tigers-Dompteur nach drei Jahren niedergelegt. Weil er seinen Abgang relativ früh kommunizierte, blieb Sportchef Marc Dysli genügend Zeit, um einen geeigneten Nachfolger zu finden. Die Wahl fiel schlussendlich auf Michal Rybka, der früher als Spieler bei den Tigers tätig war. Seine Trainersporen verdiente sich der Tscheche bei Ad Astra ab. Vor zwei Jahren führte er die Obwaldner beinahe in die NLA. Rybka will seine Chance wahrnehmen und bringt neue Ideen mit. In der Vorbereitung traten die Emmentaler deutlich aggressiver als in der Vergangenheit auf und agierten teilweise in einem 1-2-2-Forecheckingsystem. Mit Simon Flühmann und Jonas Ruch konnte Langnau die Abgänge von Joel Krähenbühl und Andrin Hollenstein (beide zu Wiler) kompensieren. Curdin Furrer ging bekanntlich zurück nach Chur, wodurch Jürg Siegenthaler seit langer Zeit wieder die Nummer 1 sein wird.
Zuzüge: Flühmann Simon, Ruch Jonas (beide Grünenmatt), Wüthrich Sven (Unihockey Mittelland).
Abgänge: Krähenbühl Joel, Hollenstein Andrin (beide Wiler-Ersigen), Furrer Curdin (Chur Unihockey).
UHC Alligator Malans:
Auch der Vizemeister hat ein neues Gesicht an der Bande: Oscar Lundin ersetzt den nach Finnland zurückgekehrten Esa Jussila. Der Schwede ist mit seinen 28 Jahren der jüngste Trainer der Liga. Bereits im Alter von 24 Jahren coachte er den SSL-Verein Warberg. Dort wurde er im Oktober entlassen. Die Massnahme verfehlte jedoch seine Wirkung - der Verein stieg am Ende der Saison ab. Am grössten wiegen die Abgänge des langjährigen Goalies Martin Hitz und des Natioanlspielers Claudio Laely. Für Hitz springen Christian Hartmann und Yannick Vogt ein. Für Laely wurde Daniel Karlander verpflichtet. Der Schwede muss nun die Rolle Laelys in der Forecheckinglinie mit Tim Braillard, Remo Buchli und Kevin Berry einnehmen. Kann er diese Aufgabe erledigen und die neuen Goalies Hitz vergessen machen, werden die Alligatoren wieder um den Titel mitspielen.
Zuzüge: Karlander Daniel (Warberg, SWE), Hartmann Christian, Fehr Roman (beide Sarganserland), Obrecht Nico, Bebi Kevin (beide Nachwuchs).
Abgänge: Laely Claudio (GC), Dominioni Sandro, Martin Hitz (beide Blau Gelb Cazis), Koller David (Alligator KF).
SV Wiler-Ersigen:
Dass Thomas Berger gleich in seinem ersten Jahr nach seiner Rückkehr dem SVWE den Titel zurückbringt, konnte allgemein nicht erwartet werden. Den von der Führung verordneten Generationenwechsel hat er eingeleitet und trotzdem alle Spieler bei Laune halten können. Dass Berger gewillt ist, diesen Weg weiterhin zu gehen, zeigte er mit der mutigen Ausmusterung von Daniel Sebek. Anstelle des tschechischen Nationalspielers, der selten über die dritte Formation hinauskam, will man künftig auf Andrin Hollenstein setzen. Dazu wurde mit Joel Krähenbühl, der letztmals vor sechs Jahren das Wiler-Dress trug, ein Routinier verpflichtet. Daniel Johnsson erzielte letztes Jahr in der SSL am zweitmeisten Tore und ist ein etwas anderer Spielertyp als Ville Lastikka, wird den Finnen aber trotzdem ersetzen können. Bis Mitte Oktober kann der Meister noch auf Patrick Mendelin zählen, ehe dieser nach dem Champions Cup für Basel spielen wird. Nach einer titellosen Saison 2015/2016 konnte der SVWE in der letzten Spielzeit aus dem Hinterhalt angreifen - nun ist er wieder der Gejagte.
Zuzüge: Johnsson Daniel (Helsingborg, SWE), Bischofberger Nicola (Falun, SWE), Hollenstein Andrin, Krähenbühl Joel (beide Tigers Langnau), Reich Christoph (Chur Unihockey), Alder Dominik (WaSa), Moser Lukas, von Pritzbuer Tino, Bürki Jan (alle Nachwuchs).
Abgänge: Lastikka Ville (Steelers, FIN), Sebek Daniel (Helsingborg, SWE), Hirschi Olivier (Grimsta, SWE), Nussbächer Samuel, Gast Noel (beide ULA), Fankhauser Philipp (Wiler KF), Zimmermann Adrian, Steffen Kevin (beide Rücktritt).
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Oscar Lundin ist der neue Chef an der Alligator-Bande. (Bild: Damian Keller)