12.
2025
Céline Stettler: «Es funktionierte vieles nicht»
Sieben Gegentore gegen Tschechien, eine empfindliche Niederlage und Rang 2 in der Gruppe. Die Frauen-Nati hinterliess am letzten Tag der Gruppenspiele in Brno keinen guten Eindruck. Céline Stettler gibt Auskunft.
Was hat gegen Tschechien nicht wie geplant funkioniert?
Céline Stettler: Vieles. Wir waren immer etwas zu spät und verloren die Zweikämpfe, die man gewinnen muss, wenn ein solches Spiel gewonnen werden soll. Zudem kassierten wir wieder Gegentore direkt nach unseren Toren, wie schon in den beiden Tagen zuvor. Das müssen wir unbedingt abstellen.
Was lief gut?
Die dritte Linie. Sie machte ihren Job mehr als nur gut, darauf können wir stolz sein. Diesen Teil müssen wir mitnehmen.
Die dritte Formation fand wie erhofft den nötigen Platz und nutzte diesen - das Problem waren die Blöcke 1 und 2.
Wir wurden schlicht zu wenig gefährlich - ich kann mich an keinen Abschluss von mir erinnern. Und bei sieben Gegentreffern wird es schwierig zu gewinnen.
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War es ein Vorteil für die Tschechinnen, die laute Halle schon zweimal erlebt zu haben?
Es war tatsächlich so laut, dass man sich nicht mal auf der Bank verstand - auf dem Feld schon gar nicht. Aber das ist keine Ausrede - gut, dass wir das jetzt noch erlebt haben, bevor es in Ostrava wieder so sein kann. Ich glaube eher, dass wir nach zwei Gruppenspielen mit mässigem Tempo gegen Tschechien einfach nicht ganz zu unserem Speed fanden. Der Ball war immer zu schnell wieder weg.
Was nun?
Wir haben jetzt die Chance, nochmals alles zu prüfen, bevor das Turnier mit dem Viertelfinal richtig los geht. Manchmal ist es ganz gut, richtig «auf die Schnurre» zu bekommen, wie man auf Berndeutsch sagt. Ich bin überzeugt, dass wir stärker zurückkommen werden.
Was der 2. Platz wert ist, weiss man ja noch nicht - wurde teamintern diskutiert, ob Schweden oder Finnland der bessere Gegner im Halbfinal ist?
Ich habe keine Ahnung, was in der anderen Gruppe läuft. Wir wollten heute Gewinnen und den Gruppensieg holen, alles andere war nie Thema.