03.
12.
2021
Nati Frauen A | Autor: Streiter Constantin

Deutlicher Schweizer Sieg im Viertelfinal

Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft zeigt sich gegen die Slowakei effizient und gewinnt trotz verhaltenem Start deutlich mit 12:1. Einmal mehr ist es die 1. Linie, die einen Grossteil der Treffer beisteuert. Am Samstag um 15:45 Uhr wartet Titelverteidiger Schweden im Halbfinal.

Deutlicher Schweizer Sieg im Viertelfinal Julia Suter (rechts) glänzte mit vier Torvorlagen. (Bild: Dieter Meierhans)

Die Schweizer Frauen-Nati tat sich zu Beginn des WM-Viertelfinals schwer, überhaupt zu Torchancen zu kommen. In den ersten ersten fünf Minuten war Lara Heini im Schweizer Tor gleich mehrmals gefordert, während die Schweizerinnen sich an der slowakischen Abwehr die Zähne ausbissen. Man fühlte sich ein wenig an die ersten 40 Minuten gegen Polen erinnert. Brigitte Mischler und Michelle Wiki agierten bei den ersten Möglichkeiten aus guter Position zu wenig präzise und brachten den Ball nicht aufs Tor.

Schweizer Effizienz gibt Selbstvertrauen
Dann aber brachten die Verteidigerinnen Stella und Mischler mit einem schnellen Seitenwechsel Nathalie Spichiger in eine gute Abschlussposition. Die Stürmerin traf mit einem satten Direktschuss halbhoch ins slowakische Tor, somit führte die Schweiz in der 8. Minute mit 1:0. Kurze Zeit später waren es für einmal die Schweizerinnen, die sich ans Kontern machten - und der Gegenstoss wurde durch Michelle Wiki eiskalt verwandelt, Julia Suter hatte ihr den Ball zurückgelegt.

Nach 13 Minuten bremste Tanja Stella eine Slowakin knapp an der Grenze der Regularität. Knapp über dieser Grenze, meinten die Schiedsrichter, doch die Schweiz hatte Glück: Paulina Hudakova schoss den Penalty an die Latte. Als eine Viertelstunde gespielt war, verwertete Corin Rüttimann schliesslich einen Pass von Flurina Marti volley und erhöhte auf 3:0. Die Schweizerinnen waren mit diesem Resultat zur Pause zwar gut belohnt, zeigten aber nach verhaltenem Start immerhin effizient beim Verwerten ihrer Torchancen.

Suter als Assist-Königin
Der Start ins zweite Drittel gelang den Schweizerinnen besser. Mit zwei Toren bis zur 26. Minute durch die erste Linie baute die Schweiz ihren Vorsprung auf 5:0 aus. Erst wurde Corin Rüttimann schön von Julia Suter angespielt, dann löste sich Flurina Marti aus der eigenen Ecke und lief über das halbe Spielfeld. Nach einem Doppelpass mit Julia Suter - sie erzielte schon ihren dritten Assist - traf Captain Marti zum 5:0. Kurz vor Spielhälfte stimmte die Zuordnung bei den Schweizerinnen für einmal nicht, die Slowakei genoss zu viele Freiräume beim Auslösen und Chupekova traf sehenswert unter die Latte. Trotz Rückstand liessen sich die Osteuropäerinnen einfach nicht abschütteln, doch es war die Schweiz, die effizienter agierte. Lisa Liechti erhöhte in der 32. Minute auf 6:1, Wiki und Gerig erhöhten noch vor der zweiten Pause auf 8:1.

Intensität nimmt ab
Das Schlussdrittel begann mit einem weiteren Schweizer Tor, Isabelle Gerig setzte sich im Slot durch und erzielte das 9:1. Im dritten Block spielten nun die beiden jüngsten Schweizerinnen, Céline Stettler und Anja Wyss, und promt erzielte die 17-jährige Wyss das zehnte Tor für die Schweiz. Bei den Slowakinnen war nun etwas die Luft draussen, und auch die Schweizerinnen nahmen ein wenig den Fuss vom Gaspedal - angesichts der kurzen Erholungszeit bis zum morgigen Halbfinal verständlich. Dennoch hatte das Team von Rolf Kern nun ein deutliches Chancenplus. In der 47. Minute erzielte Corin Rüttimann ihren vierten Treffer, wobei Julia Suter ihrerseits nun bereits vier Assists notieren konnte. Bis zur 59. Minute und dem 12:1 durch Isabelle Gerig blieben weitere Tore aus, doch die Schweizerinnen hatten sich dann effizient gezeigt als es wichtig war, nämlich in den ersten 40 Minuten. Das Schlussresultat von 12:1 war auch in dieser Höhe verdient, obwohl die Slowakinnen in den ersten beiden Dritteln durchaus eine gute Leistung zeigten und einige gute Chancen hatten.

Die Schweiz trifft somit am Samstag um 15:45 Uhr im Halbfinal auf Titelverteidiger Schweden. Die Gastgeberinnen zeigten sich bisher in bestechender Form und gewannen alle vier Spiele deutlich. Für das Schweizer Team bietet sich die Gelegenheit zur Revanche für den verlorenen WM-Final von 2019 in Neuchâtel. Erstmals an diesem Turnier ist das Team von Rolf Kern dabei der klare Aussenseiter.

 

 


 

Schweiz - Slowakei 12:1 (3:0, 5:1, 4:0)
IFU Arena, Uppsala. 314 Zuschauer. SR: Kirjonen/Sirkka (FIN).
Tore: 8. Spichiger (Stella) 1:0. 10. Wiki (Suter) 2:0. 15. Rüttimann (Marti) 3:0. 24. Rüttimann (Suter) 4:0. 26. Marti (Suter) 5:0. 29. Chupekova (Klapitova) 5:1. 32. Liechti (Cattaneo) 6:1. 36. (35:45) Wiki (Marti) 7:1. 37. (36:17) Gerig (Spichiger) 8:1. 41. Gerig (Gämperli) 9:1. 46. (45:53) Wyss (Hintermann) 10:1. 47. (46:31) Rüttimann (Suter) 11:1. 59. Gerig (Spichiger) 12:1. 
Strafen: keine.
Schweiz: Heini; Gredig, Marti; Mischler, Stella; Liechti, Berger; Stettler; Suter, Rüttimann, Wiki; Gerig, Gämperli, Spichiger; Hanimann, Cattaneo, Hintermann; Wyss. 
Slowakei: Mladenkova; Durikova, Pudisova; Klapitova, Robova; Bukova, Kocurova; Hudakova, Ferencikova, Sponiarova; Chupekova, Cervena, Grossova; Dobosova, Belickova, Faktorova.
Bemerkungen: 13. Hudakova verschiesst Penalty. Suter und Cervena als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

 

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