12.
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2023
Nati Frauen A | Autor: Güngerich Etienne

Finnische Tränen und Berner Rekord

Lara Heini hat es dank guten Leistungen ins Allstar-Team geschafft, Noora Holle wies dafür die beste Abwehrquote auf. Veera Kauppi konnte ihre Tränen nicht mehr zurückhalten, während Tiffany Gerber inoffiziell einen Rekord egalisierte.

Finnische Tränen und Berner Rekord Im Allstar-Team befanden sich nur zwei Weltmeisterinnen. (Bild: IFF)

Die 14. Frauen-WM fand fernab der grossen Unihockey-Nationen statt. Das Projekt, den Sport in Asien populärer zu machen, muss als gescheitert betrachtet werden. Dennoch bot das Turnier aus sportlicher Sicht viele Geschichten. Wir blicken in zwei Teilen nochmals zurück.

Allstars
Nur zwei lachende Gesichter befanden sich dieses Jahr auf dem traditionellen Foto des Allstar-Teams. Mit Moa Andersson und Wilma Johansson schafften es bloß zwei Spielerinnen von Weltmeister Schweden in die Runde, vor zwei Jahren waren es noch deren vier gewesen. Lara Heini hat den Sprung nach 2019 zum zweiten Mal geschafft. «Ich war etwas überrascht, weil ich mit meinen Leistungen gegen Finnland und Tschechien nicht so zufrieden war», sagte sie gegenüber SRF. Ergänzt wird der Block durch die drei Finninnen My Kiipilä, Veera Kauppi und Schwester Oona. Eine Akteurin von Bronzemedaillengewinner Tschechien fehlt. Zuletzt waren Torhüterin Jana Cristianova (2021) und Denisa Ratajova (2019) dabei.

Goldener Schuh
Sie hatte alle Hände voll, so viele Preise wurden ihr übergeben. Als sie auch noch den goldenen Schuh für die wertvollste Spielerin des Turniers erhielt, konnte sie ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Doch es waren eher Tränen der Enttäuschung als der Freude. Denn den wichtigsten Preis, die Goldmedaille, erhielt sie nicht überreicht. Veera Kauppi wurde zum zweiten Mal hintereinander als WM-MVP ausgezeichnet, verlor aber zum dritten Mal einen Final - Gefühlschaos. 2019 in Neuenburg erhielt Zwillingsschwester Oona den Preis.

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Veera Kauppi erhielt den goldenen Schuh für die wertvollste Spielerin des Turniers. (Bild: IFF)

Top-Skorerin
Die wertvollste Spielerin kommt schon zum dritten Mal nicht aus dem Land des Rekord-Weltmeisters. Dafür aber immerhin die Top-Skorerin. Beinahe wäre Wilma Johansson noch von Oona Kauppi abgefangen worden, die zwei Punkte im Final reichten aber knapp nicht aus. Johansson gewinnt die Wertung mit 20 Punkten (12+8) weil sie mehr Tore als die Finnin erzielte (8). Isabelle Gerig hat es mit 19 Punkten (11+8) aufs Podest geschafft, mit Corin Rüttimann (5.) ist eine zweite Schweizerin in den Top-Ten vertreten. Céline Stettler ist mit 10 Punkten (7+3) die punktemässig beste Verteidigerin des Turniers.

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Céline Stettler überzeugte mit ihrer Abschlussstärke und ihrem Mut. (Bild: Fabian Trees)

Torhüterinnen
Lara Heini verdiente sich vor allem mit einer überragenden Leistung im Halbfinal gegen Schweden die Nomination ins Allstar-Team. Während des ganzen Turniers sah die Pixbo-Hüterin 112 Schüsse auf sich zu kommen und wehrte rund 84,9 % von diesen ab. Damit rangiert sie in der statistischen Wertung nur auf dem 11. Platz, selbst wenn alle Goalies, die weniger als drei Partien bestritten, abgezogen werden. Spitzenreiterin in dieser Wertung ist Deutschlands Noora Holle. Die Torhüterin von Piranha Chur wehrte rund 92,9 % aller Schüsse ab. Monika Schmid brachte es bei ihren zwei Einsätzen gegen die Slowakei und Lettland auf eine Quote von 82,8 %.

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Noora Holle strahlt hinter ihren Vorderleuten stets viel Ruhe aus. (Bild: IFF)

Rekorde
Einen Punkt hat Corin Rüttimann in Singapur mehr erzielt als Emelie Wibron (14). Das reicht nicht ganz, um die Weltmeisterin vom Thron der ewigen WM-Skorerliste zu verdrängen. Wibron führt mit 98 Punkten (57+41) knapp vor der Zug-Stürmerin (97 Punkte) und der inzwischen zurückgetretenen Anna Wijk (88). Dahinter folgen neu die Amerikanerin Marie Häggström (82) und Veera Kauppi (81). Die Dänin Cecilia Di Nardo rutschte auf den 5. Platz ab, weil sie nicht mehr spielt. Neu sind auch die Slowakinnen Paulina Hudakova (78) und Michaela Sponiarova (71) sowie Moa Tschöp (73) in den Top-10 vertreten. Rüttimann hält den Rekord der meisten WM-Spiele (47) und Tore (60).
Die Bernerin Tiffany Gerber hat mit den USA in Asien bereits zum neunten Mal an einer Weltmeisterschaft teilgenommen. Sie war die einzige Spielerin, die schon vor 18 Jahren an gleicher Stätte als Akteurin dabei war. Allerdings nisten sich unter die neun WM-Teilnahmen zwei B-Weltmeisterschaften ein. Im offiziellen IFF-Rekordbuch werden jedoch, so scheint es zumindest, nur A-WM's berücksichtigt. Deshalb wird immer noch die Lettin Baiba Juruusa als Rekordhalterin aufgeführt.

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Tiffany Gerber war bereits zum neunten Mal an einer WM dabei. (Bild: IFF)

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