12.
2025
Kati Eteläpää: «Wollte nie mehr nach Ostrava»
Die in Winterthur wohnhafte Finnin Kati Eteläpää hat als Assistenztrainerin ihren Anteil am Finaleinzug der Tschechinnen. Dabei hat sie an den Finalort keine guten Erinnerungen.
Nach der Schlusssirene schossen Kati Eteläpää Tränen in die Augen - erstmals stehen die tschechischen Frauen in einem WM-Final. Sie umarmte Cédric Rüegsegger, den ehemaligen Schweizer Internationalen, der sich als Tribünencoach bei den Tschechinnen engagiert, und machte sich auf zu den Interviews. Sie war nicht nur bei unseren tschechischen Kollegen gefragt, sondern natürlich auch bei den finnischem Medien.
Du hast in Ostrava schon einmal geweint. 19 lange Jahre ist es her, nachdem du als Trainerin von Tikkurilan Tiikerit im Halbfinal des Europacups 2006 die Red Ants geschlagen hast.
Kati Eteläpää: Ja - und ich sagte damals, dass ich nie mehr nach Ostrava zurückkehren werde. Nicht wegen der Finalniederlage gegen IKSU, sondern weil das Hotel und das Essen eine fürchterliche Erfahrung war.
Jetzt bist du doch wieder hier - wir gehen davon aus, dass mit dem Hotel und der Verpflegung diesmal alles in Ordnung ist?
Alles ist wunderbar (lacht).
Nach den Pfostenschüssen und dem vergebenen Penalty von Kubeckova war für uns auf der Tribüne klar: Irgendwann gehen die Finninnen in Führung.
Ich hätte im dritten Drittel definitiv einen Stressball gebraucht, es war nervenaufreibend. Man weiss ja, dass die Kauppis oft nur zwei Sekunden für einen Treffer brauchen. Unsere Torhüterin war fantastisch.
Ihr habt die erste Linie ausgepresst bis zum Gehtnichtmehr - war die dritte Formation im Schlussdrittel mal noch auf dem Platz?
Das kann ich dir nicht sagen, schon vergessen (lacht). Aber wir mussten so spielen, weil auch die Kauppis lange auf dem Feld sind. Finnland hat sein Spiel seit der letzten EFT etwas angepasst, unsere Scouting-Abteilung machte einen hervorragenden Job.
Welche Rolle hat Cédric Rüegsegger?
Er ist als Bezugsperson für mich sehr wichtig, ich brauche seine Unterstützung. Die Spielerinnen reagieren gut auf seine Inputs und die positive Energie, die er ins Team bringt.
Jetzt kommt der grosse Final.
Ich hoffe, die Schweiz folgt uns (das Interview fand vor dem Spiel der Schweiz statt, die Redaktion) - ich sagte Julia Suter, dass wir uns im Final treffen. Gegen wen auch immer: Wir haben mit der ersten Finalteilnahme schon Grosses erreicht und haben nichts zu verlieren. Wir müssen einfach weiter unserem Gameplan folgen und diesem Weg vertrauen.
Und den ersten Block schickt ihr bis zum Final noch ins Eisbad?
Wir haben beim Hotel zwei gefrorene Teiche, da könnte ich ein Loch ins Eis bohren (lacht).