12.
2025
Nathalie Spichiger: «Unsere Fans waren insane»
Nathalie Spichger nach dem Sieg im Halbfinal gegen Schweden über die klare Führung bei Spielhälfte, die angereisten Schweizer Fans und den grössten Unterschied zwischen der Schweiz und Schweden.
Als wir vorgestern mit Oscar Lundin sprachen, sagte er, dass sich die Schwedinnen an die Niederlage in Chur erinnern werden, wenn die Schweiz bei Spielhälfte führt. Meinst du, er hat dabei an eine 5:1-Führung gedacht?
Nathalie Spichiger: Vermutlich nicht. Aber wir wussten, wie wir in der Defense arbeiten müssen. Wir fanden eine Lösung gegen das schwedische Pressing und nutzten dies aus.
Bist du nicht selber erschrocken, als du den Spielstand auf der Anzeigetafel gesehen hast?
Nein, wir haben uns diesen erarbeitet. Wir zeigten schon in Chur, dass wir Schweden schlagen können. Auf dem Papier mögen sie immer noch die besseren Einzelspielerinnen haben, aber wir waren physisch parat.
Du warst nach gewissen Moves gleich zwei Meter von deiner Gegenspielerin weg, hast Bälle erobert...
... Reusser zeigte vor ihrem Tor auch einen tollen Move, mit Wieland oder Fitzi, die heute viel Verantwortung übernommen hat, haben wir weitere unglaublich schnelle Spielerinnen. Das war heute der Unterschied.
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Der klare physische Vorteil wird im Final gegen Tschechien fehlen, im Gruppenspiel waren die Tschechinnen aggressiver.
Ja, aber wir können im Vergleich zum Gruppenspiel noch eine Schippe drauflegen. Wir wollen im Final so aktiv und aggressiv sein wie heute gegen Schweden. Und bezüglich Fans sieht es jetzt ja auch anders aus. Unsere riesige Fanschar war heute insane, mega cool, unser siebter Mann. Äh, unsere siebte Frau. So schön, direkt vor ihrer Kurve den Finaleinzug feiern zu können.
Der Finaleinzug ist für die Schweiz ungewohnt, der Gegner auch, einen Final zwischen der Schweiz und Tschechien gab es nie in der Unihockeygeschichte. Was passiert zwischen jetzt und dem Endspiel?
Wir können das jetzt geniessen, bis wir im Hotel sind. Dann heisst es runterfahren und den Fokus nach vorne richten.