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12.
Nati Männer A | Autor: Kuoni Patrick

Die Schweiz in extremis im Halbfinal

Die Schweizer Nati gewinnt gegen Norwegen mit 3:2 nach Verlängerung und steht im WM-Halbfinal. Der Auftritt der Schweizer war allerdings alles andere als eine Glanzleistung. Heute hätte auch eine Niederlage resultieren können.

Die Schweiz in extremis im Halbfinal Die Schweizer erfüllen gegen Norwegen im Viertelfinal mit einer dürftigen Leistung die Pflicht und stehen im Halbfinale. (Bild: Erwin Keller)

Der Viertelfinal zwischen der Schweiz und Norwegen war lange Zeit kein Hingucker. Die Schweiz übernahm zwar sofort das Spieldiktat und ging in der achten Minute verdient mit 1:0 in Führung. Es brauchte allerdings ein Fehler eines Norwegers beim Spielaufbau an der Bande, damit das erste Tor Tatsache wurde. Claudio Laely schnappte sich den Ball und fand in der Mitte GC-Teamkollege Joël Rüegger, der nur noch einschieben musste. Doch in der Folge verpassten es die Schweizer mehrmals, das Verdikt zu erhöhen. Damit eröffneten die Eidgenossen den Norwegern die Chance ebenfalls ins Spiel zu finden. Die Norweger nahmen diese Chance dankend an: In der 15. Minute konnten die Schweizer ihren Gegner nicht vom Ball trennen, sodass schliesslich Sindre Bjerknes auf der linken Seite zum Abschluss kam und mit einem hart gezogenen Schuss unter die Latte traf.

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Die Norweger machten den Schweizern das Leben mit einer sehr defensiven Aufstellung in einem engen 2-1-2-System schwer. So lautete das Resultat auf dem Videowürfel in der O2-Arena auch zur Spielhälfte noch 1:1. Die meisten gefährlichen Torchancen wurden danach häufig von der Linie um Braillard, Laely und Rüegger produziert. Auch ihnen gelang es aber nicht, den Ball im Tor unter zu bringen. Die zwei anderen Offensiv-Formationen zeigten nach vorne erschreckend wenig.

Zu Beginn des Schlussdrittels hatte das Leiden der doch nennenswerten Anzahl Schweizer Fans dann fürs erste ein Ende. Manuel Maurer traf in der 42. Minute nach einem schnellen, präzisen Pass von Christoph Meier aus kürzester Distanz zum 2:1. Doch den Schweizer gelang es nachdem Tor nicht, das Nervenkostüm weiter zu beruhigen. Häufig stand man sich in der Offensive selber im Weg. Auch ein Powerplay in der 55. Minute konnte nicht genutzt werden. Und so kam es wie es kommen musste: Kurz nach Ablauf der Strafe fuhren die Norweger einen äusserst schnörkellosen Konter und glichen tatsächlich in der 57. Minute aus.

Nun schlich sich auch im Schweizer Lager Nervosität ein. In den letzten Sekunden der regulären Spielzeit ging man keine Risiken mehr ein - Norwegen sollte nicht noch zum Kontern eingeladen werden. So kam es zur Verlängerung. Tim Braillard erzielte schliesslich nach 30 Sekunden den erlösenden Treffer zum 3:2.

Das Spiel gegen Norwegen war die erwartete, zähe Angelegenheit. Man hätte aber dennoch etwas mehr von der Schweiz erwarten dürfen, obwohl die Skandinavier ihre Outsider-Rolle wirklich gut spielten. Nun muss im Halbfinal gegen Schweden - wir gehen davon aus, dass sich der haushohe Favorit gegen Lettland durchsetzen wird - allerdings eine deutliche Leistungssteigerung her. Immerhin dürften die Schweden nicht nur den eigenen Slot zumauern und auf Konter warten.

Hier gibt es den Live-Ticker zum Nachlesen

 


Schweiz - Norwegen 3:2 n.V. (1:1; 0:0; 1:1; 1:0)
O2 Arena, Prag. 3'977 Zuschauer. SR: Larinovs/Gross (LAT).
Tore: 8. Rüegger (Laely) 1:0, 14. Bjerkens (Fredriksen) 1:1, 42. Maurer (Meier) 2:1, 57. Kronberg (Jelsnes) 2:2, 61. (60:30) Braillard (Laely) 3:2.
Strafen: 1x2 Minuten gegen Norwegen.
Schweiz: Meier; Camenisch, Conrad; Bischofberger, Heller; Berry, Graf; Hofbauer, Hartmann, Zaugg; Riedi, Meier, Maurer; Laely, Braillard, Rüegger; Mendelin.
Norwegen: Jelsnes; Fossum Normann, Isnes Kvisvik; Gidske, Öistad; Fredriksen, Martinsen; Jansson, Olesen, Lindgjerdet; Bjerknes, Kronberg, Hjemgard; Norström, Valbye, Nilsson.
Bemerkungen: Kevin Berry und Markus Jelsnes als beste Spieler augezeichnet. Schweiz ohne Eder, Bürki und Känzig (alle nicht eingesetzt).

 

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