11.
2013
Wieder nicht
Auch im 53. Spiel gegen Schweden gab es keinen Sieg für die Schweiz. Aber immerhin ein 5:5 nach der regulären Spielzeit und eine hauchdünne Entscheidung im Penaltyschiessen.
Im ersten Drittel schauten die Schweden erst einmal zu, wie die Schweizer ohne Druck in der eigenen Hälfte das Spiel aufbauen konnten. Sandro Dominionis Führungstreffer fiel somit nicht überraschend. Doch dies weckte die Schweden ein erstes Mal. Östholm und Kanebjörk wendeten die Partie in drei Minuten. Die Schweizer schlugen im Mitteldrittel zurück. Antener mit einem herrlichen Treffer in die Torhüterecke und Martin Joss mit einem satten Weitschuss brachten die Gastgeber wieder voran. Und im letzten Drittel, das sich zu einem veritablen Schlagabtausch entwickelte, hätte die Partie auf beide Seiten kippen können. Sie kippte nicht, sie stand nach 60 Minuten Unentschieden, nachdem Michael Zürcher 27 Sekunden vor Schluss im Slot goldrichtig stand. Torhüter Martin Hitz hatte zu diesem Zeitpunkt längst einem sechsten Feldspieler Platz gemacht. Dieses Risiko zahlte sich für einmal aus. Im Penaltyschiessen avancierte Antener zur traurigen Figur - er vergab seinen Versuch, nach ihm trafen alle. Besonders schön Paolo Riedi durch die Beine von Schwedens Goalie Jon Hedlund. Aber das nützte am Ende alles nichts mehr.
Östholms Schärfe
Im Vergleich zum gestrigen Spiel gegen Finnland zeigte die Schweiz eine klar bessere Leistung. Aber auf der anderen Seite stand halt der Weltmeister, der trotz des verhaltenen Starts nicht verlieren wollte. „Wir wollen immer gewinnen", sagte der zweifache Torschütze Martin Östholm fast entschuldigend. Auf seine beiden Tore angesprochen, beide mit scharfen Schüssen aus der Halbdistanz erzielt, meinte er nur schmunzelnd: „Vielleicht haben die Schweizer ja meine Werbevideos nicht gesehen und wissen daher nicht, wie scharf ich schiessen kann." In der Tat kam Östholm in diesen Szenen frei zum Schuss - insgesamt zeigten die Schweizer aber eine sehr starke Defensivleistung. Gelingt diese morgen gegen Tschechien noch einmal, könnte das Turnier in Schaffhausen mit einem Sieg abgeschlossen werden.
Schweiz - Schweden 5:6 n.P. (1:2, 2:0, 2:3)
BBC Arena Schaffhausen - 2117 Zuschauer - SR: Vilkki/Alakare (FIN)
Tore: 07:39 Sandro Dominioni (Emanuel Antener) 1:0, 12:00 Martin Östholm (Rasmus Enström) 1:1, 15:38 Joel Kanebjörk (Linus Nordgren) 1:2, 20:42 Emanuel Antener (Matthias Hofbauer) 2:2, 27:50 Martin Joss (Claudio Laely) 3:2, 40:45 Kim Nilsson (Joel Kanebjörk) 3:3, 41:11 Emanuel Antener 4:3, 43:10 Kim Nilsson (Rasmus Sundstedt) 4:4, 49:35 Martin Östholm (Rasmus Enström) 4:5, 59:33 Michael Zürcher (Matthias Hofbauer) 5:5.
Penaltyschiessen: Antener verschiesst. Nilsson 0:1. Riedi 1:1. Enström 1:2. Hofbauer 2:2. Stenberg 2:3.
Strafen: Schweiz 1 x 2 Minuten, Schweden 3 x 2 Minuten.
Schweiz: Martin Hitz, Renato Schneider; Lukas Meister, Renato Schneider; Luca Graf, Martin Joss; Florian Bolliger, Kaspar Schmocker; Matthias Hofbauer, Emanuel Antener, Marc Oliver Gerber; Joel Friolet, Claudio Laely, Tim Braillard; Nico Scalvinoni, Michael Zürcher, Paolo Riedi; Sandro Dominioni, Manuel Engel, Manuel Maurer
Schweden: Jon Hedlund; Robin Nilsberth, Mattias Samuelsson; Mattias Wallgren, Rasmus Sundstedt; Martin Östholm, Thomas Holmgren; Martin Hovlund; Alexander Galante Carlström, Alexander Rudd, Rasmus Enström; Richard Eriksson, Jimmie Pettersson, Henrik Stenberg; Simon Jirebeck, Joel Kanebjörk, Linus Nordgren; Kim Nilsson, Johan Samuelsson