03.
09.
2015

Deadline Day's Death

Voneschen Reto

Von: Voneschen
Reto

Am «Deadline Day» kamen dieses Jahr Sportinteressierte fast nicht vorbei. Auch wer sich nicht besonders für Fussball interessierte, die Geschichten von den irrwitzigen Transfersummen und den unglaublichen Malheurs bei den Transfers wie beispielsweise beim missglückten Torhütertausch von Real Madrid und Manchester United oder dem Wechsel von Kevin Grosskreutz von Dortmund zu Galatasaray waren allenorten zu lesen. Unglaublich wie viel Wert ein junger Mensch mittlerweile besitzt, der bloss ein bisschen besser als unsereiner gegen einen Plastikball treten kann. Ebenso unglaublich, wie Vereine, dessen Trainer- und Hilfspersonal mittlerweile umfangreicher ist, als hierzulande manch Aktivteam (bei Schalke 04 tummeln sich beispielsweise 17 Betreuer auf dem offiziellen Mannschaftsfoto) Transfers erst buchstäblich in letzter Sekunde abwickeln - oder peinlichst in den Sand setzen.

«Deadline Day» hiess es bis vor kurzem auch im Unihockey am 31. August. Ich erinnere mich noch gut, wie die Hektik zunahm, wenn das Ende des Ferienmonats August nahte. Wann kommt jetzt endlich die Unterschrift des anderen Vereins? Warum zickt der Fax genau jetzt? Wo muss ich schon wieder das Transferformular runterladen? Und nicht selten, lief das Faxgerät am 31. August in der Verbands-Geschäftsstelle wohl heiss.

Tempi passati. Im letzten Jahr fiel bereits die August-Transferfrist für internationale Wechsel, in diesem Jahr auch für die nationalen Transfers. Neu läuft die zweite Transferfrist vom 1. Mai bis 31. Dezember (Art. 13.6 des Wettspielreglements). Meine kleine Umfrage bestätigte meine Vermutung: Nicht überall ist diese Änderung bekannt. Ich habe es auch nur per Zufall erfahren, als die Vereins-Geschäftsstelle uns Trainern mitteilte, dass die Lizenzliste vor jedem Spiel neu ausgedruckt werden muss. Mittlerweile wurde dies revidiert, die Liste muss bis Ende Dezember nur neu ausgedruckt werden, wenn ein Transfer stattgefunden hat.

Was soll ich jetzt von dieser Änderung halten? Der Grund ist vor allem, dass die Schweiz mittlerweile eines der wenigen Länder war, welches noch eine August-Frist kannte. Ebenso war es stossend, dass die internationale Transferfrist von der nationalen abwich. Ein Transfer wie von Paolo Riedi im letzten Jahr von Warberg zu Chur und zurück, um Spielpraxis zu gewinnen, wäre innerhalb der Schweiz unmöglich gewesen. Den Spielern und Vereinen ist nun mehr Handlungsspielraum gegeben. Bis im Dezember kann ein Spieler den Verein noch einmal wechseln - oder maximal zweimal, wenn er zum alten Verein zurückkehrt. Vorausgesetzt der Klub erteilt die Unterschrift. Ohne ist dies auch weiterhin nur bis 15. Mai möglich.

Trotzdem hege ich auch Zweifel. Die Frist 31. August wurde einst eingeführt, da vor Saisonstart klar sein sollte, wie das Kader eines Teams aussehen soll. In den frühen Tagen unseres Sports war es scheinbar gang und gäbe, dass Spieler noch munter die Mannschaft wechselten. So war ab September klar, wer wo spielte. Wem's dann doch nicht passte, der musste bis Dezember ausharren. Und es soll noch manch einen gegeben haben, der im November kein Land sah, sich trotzdem durchbiss, im Dezember wieder vermehrt zum Zug kam und im Frühling dann einen Titel gewann. Der Druck auf Trainer und Sportchefs wird jetzt steigen. Die «Silly Season» geht nun vier Monate länger. Wer unzufrieden ist und gehen will, hat mehr Möglichkeiten. Ich bin gespannt, wie die Beteiligten mit der neuen Situation umgehen.

Die allererste Unihockey-WM 1996 in Schweden ging noch ziemlich unbemerkt an mir vorbei. Für mich stand damals das lokale Schaffen im Verein im Vordergrund - „wer bringt am... Prager Geschichten
Die Bekanntgabe von Jyri Korsman als neuer Trainer von Floorball Köniz ab nächster Saison löste einen Schwall an Mitteilungen aus. Trainerkollegen und ehemalige Spieler... Professor Korsman
Auf die Saison wird es drei neue Regeln geben. So zumindest kann man das auf (sehr) einschlägigen Websites (vermutlich ist hier der Plural schon falsch) lesen. Eigentlich ist... Cool, vernünftig und dämlich
Social Media sei Dank: Da erfährt auch der Unihockeyinteressierte was neben dem Spielfeld so bei den Stars läuft. Aktuell konnte man verfolgen, dass die schwedischen... Die Legende vom Schlucksee

Community Updates

Tabellen

1.Grasshopper Club Zürich104:5743
2.Floorball Köniz100:8039
3.SV Wiler-Ersigen122:7636
4.UHC Alligator Malans114:7833
5.Zug United124:11529
6.UHC Uster85:8929
7.Chur Unihockey96:10129
8.Tigers Langnau95:10824
9.HC Rychenberg Winterthur89:12121
10.Waldkirch-St. Gallen80:10318
11.UHC Thun80:11310
12.Kloten-Dietlikon Jets85:13310
1.piranha chur115:3345
2.Kloten-Dietlikon Jets112:4642
3.Wizards Bern Burgdorf101:5335
4.Unihockey Berner Oberland81:5330
5.Skorpion Emmental Zollbrück87:6428
6.R.A. Rychenberg Winterthur48:8418
7.UHC Laupen ZH49:8618
8.Zug United45:909
9.UH Red Lions Frauenfeld37:877
10.Aergera Giffers43:1225
1.Ad Astra Sarnen132:7953
2.Unihockey Basel Regio123:7948
3.Floorball Thurgau125:9240
4.Ticino Unihockey106:10834
5.I. M. Davos-Klosters105:10430
6.Unihockey Langenthal Aarwangen106:11530
7.Regazzi Verbano UH Gordola108:10428
8.Floorball Fribourg79:9824
9.RD March-Höfe Altendorf97:11824
10.UHC Sarganserland87:10122
11.Pfannenstiel Egg81:11514
12.UHC Grünenmatt82:11813
1.Hot Chilis Rümlang-Regensdorf74:4938
2.FB Riders DBR73:6037
3.SU Mendrisiotto100:6836
4.Unihockey Basel Regio102:7828
5.UH Appenzell71:6027
6.Waldkirch-St. Gallen75:6126
7.UH Lejon Zäziwil73:7622
8.Floorball Uri53:7118
9.UC Yverdon45:6718
10.UHC Trimbach41:1175

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