13.
11.
2015

Aufbruchstimmung

Voneschen Reto

Von: Voneschen
Reto

Letzten Samstag erlebte ich Überraschendes. Als ich gegen 21 Uhr den Livestream der EFT der Männer einschaltete, guckte ich nur kurz aufs Resultat. 5:2 für die Schweiz, «Solides Resultat gegen Tschechien», dachte ich mir ohne viel Nachzudenke. Plötzlich lief es mir kalt den Rücken hinab. «Die spielen doch erst morgen gegen Tschechien, heute ist doch Finnland dran», fiel mir ein. Schnell ein zweiter Blick und tatsächlich: Schweiz 5, Finnland 2. Was ist denn da los?

Ich traute meinen Augen kaum. Die Spieler mit den roten Dresses liefen den Finnen um die Ohren, so wie das sonst nur diejenigen in den gelbblauen Shirts machen. Hektisch machte ich mich auf die Suche des Datums des letzten Sieges gegen Finnland. Spontan hätte ich gesagt, WM 2004, 20. Mai, 4:3, Christoph Hofbauer zehn (oder 20?) Sekunden vor Spielschluss. Die bekannten Resultatenerds winkten rasch ab («Journiproblem»), hiess also suchen auf der IFF-Page. Weit musste ich scrollen, erst am 13. September 2009 wurde ich fündig. Der jetzige Tigers-Sportchef Marc Dysli schoss in der 57. Minute den 6:5-Siegestreffer, nachdem zuvor der heute Schweizer Assistenztrainer Esa Jussila bei einer Strafe gegen Florian Kuchen ausglich. 234 Zuschauer im lettischen Koceni waren Zeuge des Schweizer Sieges.

Während der Suche spielten die Schweizer den Stiefel locker runter. Keine Nervosität, dafür Jubel nach jedem Block oder jeder Parade von Pascal Meier. Das 6:3 mag ich vor allem David Jansson gönnen. Ich bin in den letzten Jahren zurückhaltend geworden mit Worten wie «Aufbruchstimmung» oder «neuem Anlauf». Das zähe Spiel gegen Deutschland trug auch nicht zu ausuferndem Optimismus bei. Auch ist mir bewusst, dass Finnland nicht seinen besten Tag erwischte - am Sonntag gegen Schweden zeigte es ein anderes Gesicht. Aber mittlerweile scheint Janssons Saat tatsächlich zu fruchten. Noch selten trat eine Schweizer Auswahl so unbekümmert an. Der Schwede scheint den Nerv der Spieler getroffen zu haben.

Vor allem der Fleiss ist beeindruckend: «Wieder habe ich zehn Videos bekommen, ich komme fast nicht nach mit Anschauen», meinte Kevin Berry vor einiger Zeit bei einem Interview. Und wenn ich diese Saison in eine Halle kam, konnte ich sicher sein: Jansson sass schon auf der Tribüne. Der gute Mann dürfte jetzt schon mehr Spiele live gesehen haben, als sein Vorgänger in vier Jahren... Auch das gehört dazu, ebenso, dass endlich mit den Spielern gesprochen wird und diese wissen, woran sie sind. Übrigens: Janssons Taktikanalysen in unserem Printmagazin sind jeweils höchst interessant.

Eigentlich wollte ich hier auch noch was zu den letzten Frauen-Länderspielen vor der WM schreiben. Aber das wäre zu polemisch geworden. So schliesse ich mich dem Optimismus der Spielerinnen an und verzichte darauf, über vermisste Spielerinnen oder ungewohnte Positionen zu lamentieren. Denn eines habe ich in den letzten Jahren auch gelernt: Es gibt immer einen Plan. Und abgerechnet wird am 12. Dezember. Wenn die Schweiz dann die Bronzemedaille holt, ist alles in Butter. Alles mehr wäre eine freudige Überraschung. Alles weniger, würde allerdings einige Fragen zu den letzten zwei Jahren aufwerfen. Hoffen wir auf ein gutes Ende.

 

Die allererste Unihockey-WM 1996 in Schweden ging noch ziemlich unbemerkt an mir vorbei. Für mich stand damals das lokale Schaffen im Verein im Vordergrund - „wer bringt am... Prager Geschichten
Die Bekanntgabe von Jyri Korsman als neuer Trainer von Floorball Köniz ab nächster Saison löste einen Schwall an Mitteilungen aus. Trainerkollegen und ehemalige Spieler... Professor Korsman
Auf die Saison wird es drei neue Regeln geben. So zumindest kann man das auf (sehr) einschlägigen Websites (vermutlich ist hier der Plural schon falsch) lesen. Eigentlich ist... Cool, vernünftig und dämlich
Social Media sei Dank: Da erfährt auch der Unihockeyinteressierte was neben dem Spielfeld so bei den Stars läuft. Aktuell konnte man verfolgen, dass die schwedischen... Die Legende vom Schlucksee

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Tabellen

1.Grasshopper Club Zürich104:5743
2.Floorball Köniz100:8039
3.SV Wiler-Ersigen122:7636
4.UHC Alligator Malans114:7833
5.Zug United124:11529
6.UHC Uster85:8929
7.Chur Unihockey96:10129
8.Tigers Langnau95:10824
9.HC Rychenberg Winterthur89:12121
10.Waldkirch-St. Gallen80:10318
11.UHC Thun80:11310
12.Kloten-Dietlikon Jets85:13310
1.piranha chur115:3345
2.Kloten-Dietlikon Jets112:4642
3.Wizards Bern Burgdorf101:5335
4.Unihockey Berner Oberland81:5330
5.Skorpion Emmental Zollbrück87:6428
6.R.A. Rychenberg Winterthur48:8418
7.UHC Laupen ZH49:8618
8.Zug United45:909
9.UH Red Lions Frauenfeld37:877
10.Aergera Giffers43:1225
1.Ad Astra Sarnen132:7953
2.Unihockey Basel Regio123:7948
3.Floorball Thurgau125:9240
4.Ticino Unihockey106:10834
5.I. M. Davos-Klosters105:10430
6.Unihockey Langenthal Aarwangen106:11530
7.Regazzi Verbano UH Gordola108:10428
8.Floorball Fribourg79:9824
9.RD March-Höfe Altendorf97:11824
10.UHC Sarganserland87:10122
11.Pfannenstiel Egg81:11514
12.UHC Grünenmatt82:11813
1.Hot Chilis Rümlang-Regensdorf74:4938
2.FB Riders DBR73:6037
3.SU Mendrisiotto100:6836
4.Unihockey Basel Regio102:7828
5.UH Appenzell71:6027
6.Waldkirch-St. Gallen75:6126
7.UH Lejon Zäziwil73:7622
8.Floorball Uri53:7118
9.UC Yverdon45:6718
10.UHC Trimbach41:1175

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